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Metroid Prime: Keine Macht den Metroids - Leser-Test von Treesitter


1 Bilder Metroid Prime: Keine Macht den Metroids - Leser-Test von Treesitter
Es war einmal ein Völkchen namens Chozo. Sie bereisten das Weltall mit ihrer fortschrittlichen Technologie, teilten ihren Wohlstand mit primitiveren Völkern und waren auch ansonsten ekelhafte Weltverbesserer mit einem Hang zum Mystischen. Wie die Protoss in Starcraft. Leider ging es irgendwann bergab mit ihrer Kultur und die Chozo beschlossen, sich weniger auf ihren technischen Krimskrams zu verlassen und sich mehr "back to nature" zu orientieren. So wurde Talon IV zu einer ihrer Zufluchtsstätten, ein Planet, den sie wegen seiner sehr üppigen Vegetation auswählten und wo sie in Ruhe meditieren konnten.

Eines Tages stürzte ein Meteorit auf den Planeten herab. Aus ihm ströhmte eine Substanz, die in kürzester Zeit so ziemlich alles verseuchte, was Talon IV hergab und seine tierischen Bewohner derart mutieren liess, dass sie nicht mal mehr für die Talkshow am Nachmittag zu gebrauchen waren.

Frustriert flohen die Chozo, jedoch nicht, ohne den Krater zuvor notdürftig mit zwölf Artefakten zu versiegeln, damit der Phazon-Kern nicht weiter schädlichen Einfluss haben konnte auf die bereits halb zerstörte Welt. Sie hofften, dass eines Tages ein Retter kommen würde, der die Waffen und Artefakte findet, die sie zuvor versteckt hatten und die Welt von ihrem Übel erlöst. Jetzt weiss ich endlich, von wem wir Menschen die Angewohnheit haben, problematische Umweltfragen nachfolgenden Generationen zu überlassen...

Im Spiel steuert ihr Samus Aran in der Ego-Perspektive durch die gewundenen Gänge, düstere Höhlen, weitläufige Ruinen, entlegene Minen, höllische Lavaseen, feuchte Unterwassergrotten, eisige Tundren... bei eurer Notlandung scheint ihr eine interessante Klimazone erwischt zu haben, hier ist wirklich alles vertreten. Dabei gliedert sich das Gebiet in verschieden grosse Areale, die alle mit schleusenartigen Türen und Aufzügen miteinander verbunden sind.

Zaghaft macht ihr die ersten Schritte in dieser unwirtlichen Welt. Zu Anfang seid ihr noch sehr leicht verwundbar, erst auf euren Erkundungsgängen findet ihr nach und nach die Ausrüstung, die von den Chozo hier zurückgelassen wurde. Die braucht ihr dann aber auch, um euch den Gegnern stellen zu können. Die meisten sind organisch, riesige Käfer und Wespen machen euch zu Beginn das Leben schwer. Später kommen Selbstschussanlagen und mutierte Piraten sowie natürlich die niedlichen, kleinen, unvermeidlichen Metroids hinzu.

Im Prinzip könnt ihr von Anfang an eurem Entdeckerdrang nachgeben, jedoch sind viele Abschnitte ohne die richtige Ausrüstung unpassierbar. Zu dieser gehören die vier verschiedenen Beams, mit denen ihr die entsprechenden Türen öffnen könnt, Raketen, ein Morphing Ball, mit dem ihr euch zu einer Kugel zusammenrollen könnt, um durch enge Röhren schlüpfen zu können, Bomben und vieles, vieles mehr. Eingefleischte Metroid-Fans werden bei jedem neuen Fund ein Deja-vu haben.

Verliert ihr bei der Jagd mal die Übersicht, so könnt ihr einen Blick auf die dreh- und zoombare Karte werfen, deren Design stark von der bei "Descent" inspiriert wurde. Allerdings haben alle Räume einen Namen, was die Orientierung vereinfacht. Auch werden einige Räume automatisch mit Fragezeichen versehen, diese solltet ihr dann am besten als nächstes unter die Lupe nehmen.

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