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Metal Slug: Super Vehicle-001 - Klassiker mit Schwächen - Leser-Test von Andy1977


1 Bilder Metal Slug: Super Vehicle-001 - Klassiker mit Schwächen - Leser-Test von Andy1977
Metal Slug ist Kult. Neo-Geo Spieler lieben die Serie und dies auch zurecht: Kaum eine andere Spielserie führt die alte Tradition der 2D-Action/Jump'n'Runs so konsequent fort, wie Metal Slug. Die Serie wurde dabei auch immer besser. Doch wie sieht es mit der Playstation-Version des ersten Teiles aus: Konnte man die Detailverliebtheit und das kultige Design auch auf diesem System vernünftig realisieren?

Die Story ist zweitrangig: Sie sind ein Soldat und kämpfen gegen andere Soldaten. Jedoch ist der komplette Grafikstil im Comic-Look gehalten und erinnert ein wenig an die Sturmtruppen-Comics. Auch erinnern die Uniformen der Soldaten an eine Parodie einer uns nicht unbekannten und sehr verachtenswerten Diktatur. Als weiterer Hinweis dient die Flagge der Gegner, die auf Gebäuden oder Fahrzeugen aufgemalt ist: Rot, weißer Kreis und ein einfaches schwarzes Kreuz in der Mitte...
Dementsprechend erinnert manches auch an die 30'er bis 40'er-Jahre des letzten Jahrhunderts, obwohl auch neumodische Bauten und Geräte zu sehen sind.

Das Spiel ist in sechs Levels eingeteilt, die Szenarien sind von Level zu Level verschieden. Meist erinnern sie an Kriegsschauplätze: Tropen, Schneelandschaften, aber auch besetzte Städte in England oder Deutschland. Viel witziger sind die Gegner und deren Bewegungsabläufe: Nicht nur das Aussehen erinnert an einen Comic, auch die Animationen passen sich hervorragend diesem Bild an. Jedenfalls tun sie dies in der Neo-Geo Version. In der Playstation-Version mussten mangels Hauptspeicher einige Animationsphasen gekürzt werden.
Weiterhin gibt es nicht nur Soldaten als Gegner, sondern auch riesige Fahrzeuge, die sie bekämpfen müssen: Angefangen vom Panzer bis hin zum fast schon Mech-Artigen Monstergefährt.
Sie selbst können sich unter Dauerfeuer wehren, jedoch ist ihre kleine Waffe nur eine Notlösung gegen die Gegnerscharen. Erst mit den zahlreichen Extrawaffen haben Sie überhaupt eine Chance: Von einer recht heftgen 'Heavy Machine Gun', über einen Flammenwerfer, einer gewaltigen Shotgun bis hin zum Racketenwerfer können Sie Ihr Arsenal kräftig verstärken. Weiterhin können Sie mit Granaten um sich werfen, die quasi die Genre typischen Smart-Bomben ersetzen.
Am besten ist ein eigenes Fahrzeug, mit dem Sie unendlich viel Schuß besitzen und zudem ihre Kanone beliebig drehen können. Das Fahrzeug dient zudem als Schild für den Spieler, denn erst nach drei Treffern explodiert Ihr fahrbarer Untersatz. Der Spieler selbst stirbt übrigens schon bei einem einzigen.
Auch nicht vergessen sollte man den zwei Spieler Modus, der gerade bei solch einem Actionspiel viel Motivation mit sich bringt.

Das Design ist hart, aber fair: Auch wenn manche Szenen unspielbar aussehen, jede einzelne ist ohne Lebensverlust schaffbar. Das haben mir jedenfalls Veteranen-Spieler versichert. Für Anfänger ist das Spiel trotzdem nur bedingt geeignet: Trotz zahlreicher Continues ist das Spiel eher was für Profis. Die beschweren sich höchstens über die relativ wenigen Levels: Ein paar mehr hätten es schon sein können. Dafür erfreut man sich an dem klassischem Spieldesign und dem fabelhaften Spielfeeling.
Leider finde ich die Steuerung nicht perfekt gelungen: Ich kann mit der normalen Waffe nur nach oben, unten, links oder rechts feuern, aber nicht diagonal. Nur mit der 'Heavy Machine Gun' kann ich eingeschränkt in alle Himmelsrichtungen feuern. Ansonsten ist die Steuerung sehr gut und reagiert makellos.

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