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Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty - Metal Gear Raiden - Leser-Test von Big-N


1 Bilder Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty - Metal Gear Raiden - Leser-Test von Big-N
Nach dem weniger überraschenden Erfolges des Sony Playstation Spiels Metal Gear Solid, welches durch ein innovatives Gameplay, eine tolle Präsentation, fantastische Grafik und kinoreife Atmosphäre zu überzeugen wusste, machte sich das Team von Konami um Starprogrammierer Yu Suzuki fleissig ans Werk um den Zockern auf der ganzen Welt einen, natürlich, noch besseren Nachfolger präsentieren zu können. Und so startete Konami einen riesigen Hype um Metal Gear Solid 2 - Sons of Liberty für die Playstation 2 den so ziemlich jeder der mit Konsolen auch nur annähernd etwas am Hut hat, mitbekommen haben sollte. Und nun, nach Jahren des wartens, war es endlich soweit: ein halbes Jahr nach den Japanern und Amerikanern können nun auch die Europäer das als System Seller gehandelte Videospiel käuflich erwerben. Wird Metal Gear Solid 2 den hohen Erwartungen gerecht, kann es diese sogar toppen oder wird es dem Hype nicht gerecht ? Wir werden sehen...

Nachdem man sich den, primär aus Spielszenen zusammen geschnittenen, Vorspann angeschaut hat, landet man im Hauptmenü. Neben den üblichen Standardoptionen die fast jedes Spiel vorzuweisen hat, wie zum Beispiel die Soundeinstellung, kann man dort auch näheres über die Geschichte des ersten Playstation Abenteuers erfahren, für diejenigen die den Vorgänger nicht kennen sehr zu empfehlen. Außerdem kann man sich dort, sehr nett veranschaulicht, die einzelnen Aktionen der Spielbaren Charaktere vorführen lassen.

Nachdem man diese Dinge erledigt hat wendet man sich selbstverständlich dem eigentlichen Spiel zu. Doch bevor es losgeht müssen noch einige Einstellungen getätigt werden wie zum Beispiel die Auswahl des Schwierigkeitsgrades. Ebenfalls muss festgelegt werden ob und wie gut man den Vorgänger kennt und ob nach der Entdeckung des Feindes das Spiel weitergeht oder der Game Over Screen erscheint.

Das Spiel beginnt mit einem grafisch sehr beeindruckendem Vorspann der den Helden Solid Snake zeigt wie er an einem verregneten Tag in New York, ausgerüstet mit einem Stealth Anzug, per Bungee Sprung von einer Brücke auf einen Tanker gelangt. Ziel der Mission: Den neuesten Metal Gear Prototypen ausfindig machen...
Soviel erst einmal zur Story die im laufe der Zeit noch um einiges verworrener wird und einen neuen Spielbaren Charakter zum Vorschein bringt: Den Rookie Raiden.

Das Spielprinzip hat sich im Gegensatz zum Vorgänger kaum verändert, nach wie vor muss sich der Spieler an den Feinden vorbeischleichen ohne dabei entdeckt zu werden. Neu hinzugekommen sind die sehr ansehnlichen Tauchpassagen und ein paar neue Waffen sowie Items wie zum Beispiel die Betäubungspistole oder der Bombendetektor, ansonsten wurden die meisten Waffen und Ausrüstungsgegenstände vom PSOne Vorgänger übernommen.

Grafisch hinterlässt das Sequel einen sehr zwiespältigen Eindruck: die Figuren und einige Passagen strotzen nur so vor Details, so ist es zum Beispiel möglich umherfliegende Möwen abzuballern oder Spirituosen die sich in einem Schrank befinden physikalisch korrekt umzuschießen. Die Animationen können sich sehen lassen, auch einige Szenarios wie der Tanker (ansehnliche Regeneffekte) oder die Tauchpassagen (besser geht es kaum) zeigen was in der Playstation 2 Hardware stecken. Die KI ist ebenfalls sehr gut gelungen. Die Codec Sequenzen sind identisch mit denen des Vorgängers mit der Ausnahme das die 2D-Bilder der Charaktere durch dreidimensionale ersetzt wurden. Am beeindruckendsten gelungen sind aber außer Frage die Zwischensequenzen. Was dort geboten wird muss man wirklich gesehen haben. Filmreife Schnitte, fantastische Spezialeffekte und reale Animationen setzen dem ganzen die Krone auf.
Aber alles positive hat auch negatives. So sind in etwa die meisten Texturen sehr unscharf und undetailliert. Darüber hinaus wird in den zwei Szenarios (Tanker und Shell) nicht sehr viel grafische Abwechslung geboten, vieles ähnelt sich zu sehr. Sehr negativ aufgefallen ist ebenfalls die Kameraeinstellung während der spielbaren Sequenzen. Gesteuert wird der Charakter meistens von schräg oben, so wie im Vorgänger. Das gestaltet das Spiel, trotz des Radars, oftmals unübersichtlich. Auch ein grosser Teil der Atmosphäre geht dadurch verloren. Eine Third-Person Perspektive hätte dem Yu Suzuki Titel wesentlich besser getan, Headhunter von Sega ist ein positives Beispiel dafür!

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