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Mega Man X6: Fragwürdige Fortsetzung - Leser-Test von Corlagon


1 Bilder Mega Man X6: Fragwürdige Fortsetzung - Leser-Test von Corlagon
Dieses Spiel hätte es eigentlich nie geben sollen. Eigentlich hatte Keiji Inafune, der kreative Kopf hinter Mega Man (oder besser gesagt Rockman, wie er im japanischen Original heißt), die X-Serie ja schon abgeschlossen. Der ganze Sinn von Mega Man X5 war schließlich Zeros (und übrigens auch Sigmas) Tod. Danach wollte Inafune seinen Helden in einer eigenen Serie wiederauferstehen lassen. Capcoms Führungsriege hatte aber offenbar andere Pläne und ließ einfach von einem anderen Team ein X6 entwickeln, in dem Zero ebenfalls wiedererweckt wurde. Tja, ärgerlich - ob das Spiel trotzdem gelungen ist, erfahrt ihr im Folgenden.

Die Story von Mega Man X6 knüpft nahtlos an den Vorgänger an. Im Mittelpunkt stehen wie immer die sogenannten Reploiden, hochentwickelte Roboter mit freiem Willen, die allesamt auf dem von Dr. Light entwickelten Mega Man X basieren. Im fünften Teil hatte Menschenhasser Sigma mal wieder ein Riesenchaos angerichtet, indem er seinen Virus über den ganzen Planeten verbreitete und gleichzeitig die Raumkolonie Eurasia auf die Erde stürzen ließ. Zwar konnten X und sein mysteriöser Gefährte Zero den Einschlag im letzten Moment abwenden, doch die folgende Konfrontation mit Sigma kostete Zero das Leben.
Auch die Schäden auf der Erde sind weitaus größer als zuerst gedacht - die Welt liegt in Trümmern. Während die übrigen Reploiden sich an den Wiederaufbau machen, entdeckt Gate, ein begabter Konstrukteur, am Ort des letzten Sigma-Kampfes ein seltsames Objekt, mit dessen Hilfe er nun eine Nation nur für Reploiden aufbauen will, mit ihm als Herrscher. Kurz darauf werden zahlreiche Reploiden vom sogenannten Nightmare befallen, einer Art Virus, für den Gerüchten zufolge Zeros Geist verantwortlich sein soll. Der ominöse Isoc verspricht, dem Phänomen auf den Grund zu gehen, und entsendet ein Untersuchungsteam. Die Maverick-Jäger sind allerdings skeptisch und lassen X ebenfalls ermitteln.

Spielerisch orientiert sich Mega Man X6 weitgehend am Vorgänger. Wie immer haben wir ein actionbetontes Plattformspiel, in dem Ihr Euch nach und nach durch diverse Maschinenwelten kämpft. Dabei könnt Ihr neben dem bewährten X-Buster, einer einfachen, aber meist sehr nützlichen Feuerwaffe erstmals auch den Z-Saber einsetzen, Zeros Laserschwert, das X aus der Schlacht gegen Sigma mitgebracht hatte. Der ist zwar eher unhandlich, da X den Umgang damit ja nicht gewohnt ist, in einigen Situationen aber doch ganz effektiv. Nach der Einführungsstage habt Ihr wie üblich acht Level zur Auswahl, in denen der Nightmare ausgebrochen ist und in denen Ihr jeweils einen von Isocs angeblichen Ermittlern antreffen könnt (aber auch noch weitere, levelunabhängige Widersacher, welche die Handlung beeinflussen können). Besiegt Ihr einen der acht Ermittler im Kampf, erhaltet Ihr in bester Mega-Man-Tradition eine Spezialwaffe, die über besondere Effekte verfügt, jedoch nicht über unbegrenzte Energie. Wie üblich ist jede dieser Waffen gegen einen bestimmten anderen Gegner besonders effektiv.

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