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Mega Man Network Transmission: Gelungene Kreuzung - Leser-Test von Corlagon


1 Bilder Mega Man Network Transmission: Gelungene Kreuzung - Leser-Test von Corlagon
Nach dem Riesenerfolg der Mega-Man-Battle-Network-Serie auf dem Game Boy Advance wurde es natürlich Zeit für einen Game-Cube-Ableger. Rockman. exe Transmission, so der japanische Originaltitel, wurde von Capcom zusammen mit Arika entwickelt. Während die Hauptserie eine Mischung aus RPG und Trading Card Game darstellt, hat man sich hier an der Mega-Man-Originalserie orientiert und das Konzept in einen actionbetonten Plattformer verwandelt (wie kurz zuvor schon Bandai, deren Wonderswan-Titel aber ziemlich an der schlechten Steuerung leiden soll).

Die Serie spielt in einer fiktiven, leicht futuristischen Welt, in der der Alltag von Computern beherrscht wird. Jeder Mensch besitzt hier ein Personal Terminal, also einen tragbaren Computer, welcher über einen virtuellen Charakter, genannt Net Navigator oder kurz Navi, mit seinem Besitzer kommuniziert. Die Helden des Spiels sind der Schüler Lan Hikari (sein Vater ist die absolute Autorität in Sachen Navis) und sein Navi Mega Man, talentierte Netzkämpfer und Virenjäger.
Transmission knüpft an die Ereignisse von Mega Man Battle Network 1 an. Damals konnten wir Dr. Wily und seine Hackerorganisation WWW erst im letzten Moment daran hindern, einen Militärsatelliten mit dem hochgefährlichen Lebensvirus zu infizieren. Nun machen Gerüchte über eine neue Bedrohung, den Zero-Virus, die Runde. Dazu wird auch schon ein angebliches Schutzprogramm verkauft, das sich jedoch als Trojanisches Pferd entpuppt und alle Navis, die sich damit infizieren, Amok laufen läßt. Klar, daß Lan und Mega Man der Sache auf den Grund gehen.

Mega Man Network Transmission behält die wesentlichen Features der GBA-Spiele bei und verpackt sie in einen Action-Plattformer. Auf einer Übersichtskarte von ACDC Town erscheinen im Laufe des Spiels verschiedene Orte, an denen sich Mega Man ins Internet oder andere Cyberwelten einklinken kann, um dort in bewährtem 2D auf Virenjagd zu gehen. Dabei steht ihm als Standardwaffe der Mega Buster zur Verfügung, der in diesem Spiel leider zu Beginn äußerst schwach ist und erst später nützlich wird, wenn Ihr diverse Power-Ups gefunden habt, die dann wahlweise Stärke, Schußfrequenz oder Ladegeschwindigkeit (für Superschüsse) erhöhen.

Bis dahin sind Eure Hauptwaffen die zahlreichen Kampfchips. Die kommen in 137 verschiedenen Ausführungen, und von fast jeder Sorte könnt Ihr 5-30 Stück ansammeln. Da gibt es verschiedene Arten von Kanonen, Wasserschwerter, die nur geringe Reichweite haben, aber dafür relativ viel Schaden verursachen (vor allem gegen Feuergegner), Schutzschilde und vieles mehr. Die Chips wurden größtenteils aus der Hauptserie übernommen, mit unterschiedlichem Erfolg: Viele Angriffe treffen gleich mehrere Gegner, falls diese nahe genug beieinanderstehen, was hier aber fast nie der Fall ist; dagegen erweisen sich Wurfbomben, mit denen in den GBA-Spielen nur schwierig zu treffen war, in dieser Seitenansicht als sehr viel nützlicher (etwa bei Stufen).

Euren Ordner (das Deck) könnt Ihr Euch aus bis zu 20 beliebigen Chipsorten zusammenstellen (alle Chips eines Typs werden hier zusammengefaßt). Nach dem Einklinken in die Cyberwelt werden dann fünf dieser Chipgruppen zufällig ausgewählt, von denen Ihr nun einige oder alle mit in die Action nehmen könnt. Nach Ablauf einer gewissen Zeitspanne könnt Ihr den Bildschirm erneut aufrufen und habt dann wieder fünf zufällige Gruppen zur Auswahl, zusätzlich zu denen, die Ihr beim letzten Mal nicht gewählt habt. Praktischerweise läßt sich auch ein Standardchip festlegen, vorausgesetzt, er paßt in den verfügbaren Speicher. Da jeder Chip pro Besuch in der Cyberwelt nur einmal benutzt werden kann, ist es sinnvoll, möglichst viele Chips desselben Typs zu sammeln; auch wird bei jedem Einsatz etwas Energie verbraucht, die sich zwar von selbst wieder auflädt, bei heftigen Kämpfen aber auch zuneige gehen kann. Glücklicherweise könnt Ihr Gegenstände kaufen, die Chip- oder Lebensenergie schlagartig wiederauffüllen.

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