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Mega Man Legends 2: Würdiger Nachfolger - Leser-Test von Corlagon


1 Bilder Mega Man Legends 2: Würdiger Nachfolger - Leser-Test von Corlagon
Mit Rockman DASH (hierzulande besser bekannt als Mega Man Legends) schickte Capcom seinen Blauen Bomber zum ersten Mal in ein 3D-Action-Adventure. Nachdem das Science-Fiction-lastige Finale des Spiels allerdings mehr Fragen aufwarf als beantwortete, mußte natürlich eine Fortsetzung her, und nach einem Spin-Off rund um The Misadventures of Tron Bonne erschien im Frühling 2000 zunächst in Japan dann auch ein offizieller zweiter Teil.

Die Story ist mehrere Jahrtausende in der Zukunft angesiedelt. Die Erde ist weitgehend überflutet; die Menschen leben nun auf zahlreichen Inseln in einer Zivilisation ähnlich der heutigen. Als Energiequelle dienen Refraktoren, die von sogenannten Diggern aus den alten Ruinen geborgen werden. Der Teenager Mega Man ist einer dieser Digger, die gleichaltrige Roll unterstützt ihn von der Oberfläche aus als Spotter. Ihr Großvater Barrell hatte Mega Man und das Roboteräffchen Data einst entdeckt und adoptiert.
Einer Legende zufolge existiert irgendwo auf der Welt der "Urquell", der alle Energieprobleme der Menschheit lösen soll. Vermutet wird er auf der Verbotenen Insel, die aufgrund ständiger Wirbelstürme jedoch nur sehr schwer zugänglich ist. Nur Barrell Caskett und seinem Kollegen Von Bluecher ist es vor 30 Jahren gelungen, sie zu betreten und auch wieder zu verlassen. Während der Erforschung wurden sie jedoch bewußtlos und fanden sich später auf einer der Nachbarinseln wieder. Später unternahmen auch Rolls Eltern eine Expedition dorthin, kehren jedoch wie alle anderen Digger nie zurück.
Inzwischen hat Von Bluecher ein gewaltiges Luftschiff gebaut und Barrell überredet, sich mit ihm noch einmal auf die Verbotene Insel zu begeben. Auch diverse Piraten haben sich mit an Bord geschlichen (darunter natürlich die Bonne-Familie, aber auch Glyde und seine Birdbots). Auf einmal erscheint eine mysteriöse Frau, die genauso aussieht wie Rolls Mutter und auf einem großen Flugroboter reitet, und warnt, der Urquell sei gar kein Schatz, sondern eher eine Katastrophe, die darauf wartete, ausgelöst zu werden. Da die Sulphur Bottom trotzdem weiterfliegt, beschädigt sie das Schiff, welches nun im Sturm festsitzt.
Mega Man und Roll haben den Vorfall im Fernsehen mitverfolgt und suchen nun nach einer Möglichkeit, die Verbotene Insel zu erreichen und der Sulphur Bottom aus der Patsche zu helfen. Und was sie dabei entdecken, könnte die Welt tatsächlich entscheidend verändern...

Wie von anderen Mega-Man-Serien gewohnt, unterscheidet sich auch MML2 nur unwesentlich von seinem Vorgänger. Während des Spiels könnt Ihr mehrere Inseln anfliegen, die meist eine Stadt, eine Hauptruine und noch eine optionale Nebenruine beherbergen. Zusätzlich müßt Ihr immer wieder die Bewohner vor den Piraten beschützen, die ja ebenfalls hinter dem Urquell her sind. In den Ruinen müßt Ihr Euch die meiste Zeit gegen aggressive Reaverbots zur Wehr setzen und könnt dann Geld und verschiedene Gegenstände finden. Rätsel sind Nebensache und bestehen hauptsächlich aus Schlüsseln und Terminals, die anderswo Wege öffnen. Die Piratenkämpfe hingegen sind etwas abwechslungsreicher: Nicht immer lassen sich ihre Maschinen durch simples Draufballern besiegen, bei einigen Angriffen geht es auch darum, die eindringenden Birdbots solange abzuwehren, bis die eigentlichen Verteidigungsanlagen repariert sind.
Die gesammelten Refraktoren könnt Ihr dann in den Läden wieder ausgeben und Euch verschiedene Gegenstände kaufen, darunter zusätzliche Energiereserven und Ausrüstung, die Euch schützt oder Euren Buster verstärkt. Andere, zunächst nutzlose Items kann Roll benutzen, um Spezialwaffen oder andere Dinge anzufertigen. Bei Data könnt Ihr abspeichern, Eure Energien auffüllen lassen und Tips erhalten; freundlicherweise trefft Ihr ihn nicht nur im Flieger, sondern auch vor großen Kämpfen an.

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