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Medal of Honor: Frontline - D-Day auf dem GameCube - Leser-Test von buckshot


1 Bilder Medal of Honor: Frontline - D-Day auf dem GameCube - Leser-Test von buckshot
6. Juni 1944: Am sogenannten D-Day starteten die Alliierten den Sturz von Nazi Deutschland. Während die Rote Armee von Osten auf Berlin marschierte, wagten amerikanische- und britische Truppen die Landung an der Normandie. Nur jeder Fünfte, der insgesamt rund 130. 000 Mann, überlebte die Operation "Overlord" und ebnete so den Alliierten den Weg ins Landesinnere. Ein heikles Szenario, das den historischen Hintergrund für Medal of Honor: Frontline bildet.

Elitesoldat Jimmy Patterson, der Medal of Honor Veteranen bereits von seinen Einsätzen auf der PSOne bestens vertraut sein sollte, wird erneut die Heldenrolle zuteil. Vor jeder Missionen informieren kurze S/W Filmdokumentationen über den aktuellen Kriegsverlauf, in einem Briefing werden die jeweiligen Einsatzziele vorgestellt. Zu Spielbeginn verfügt der Patterson lediglich über sein geschultertes Sturmgewehr sowie eine kleinkalibrige Pistole. Munition, Handgranaten, Verbandskästen oder eine MP müssen in Folge erst gefunden bzw. getöteten Soldaten abgenommen werden. Im weiteren Verlauf kommt so ein stattliches Waffenarsenal zustande, das ausschließlich authentisches Kriegsgerät aus der Zeit des zweiten Weltkrieges umfasst. Scharfschützengewehr, Schrotflinte und Panzerfaust erleichtern das Vordringen ins feindliche Gebiet bereits ungemein. Bei manchen Aufträgen lassen sich sogar Geschützstellungen oder Fahrzeuge dazu nützen, der feindlichen Übermacht Herr zu werden. Schlüpft der Kriegsheld zur Tarnung in eine Naziuniform kommt die schallgedämpfte Pistole zum Einsatz um Wachen lautlos auszuschalten. Diese lassen sich alternativ auch durch gestohlene Ausweise täuschen.

Die KI der CPU Panzer zeigt sich anspruchsvoll programmiert. Patterson hat es nicht nur mit lebenden Zielscheiben zu tun, die stur darauf warten abgeknallt zu werden, nein die Gegner reagieren geschickt auf die jeweiligen Situationen und handeln entsprechend danach. So verschanzt sich die Wehrmacht hinter Sandsäcken oder wirft sich zu Boden, um möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Mit Handgranaten versuchen die Deutschen unseren Elitekämpfer selbst aus der Defensive zu locken um ihn anschließend auszuschalten. Bei besonders brenzligen Einsätzen bekommt man gelegentlich Unterstützung von Computergesteuerten Kameraden, die Feuerschutz geben.

Auch wenn der Eindruck entstehen mag, dass nur der flinke Finger am Abzug gefragt sei, sollte Medal of Honor: Frontline im Gegensatz zu anderen Ego-Shootern durchaus mit Köpfchen gespielt werden. Wer blind drauflos ballert, hat kaum eine Chance einen Einsatz heil zu überstehen. Ärgerlich das innerhalb der, teils recht umfangreichen, Missionen keinerlei Speicher- oder Rücksetzpunkte existieren. Dies sorgt für gehörige Frustmomente und einen happigen Schwierigkeitsgrad.

In Sachen Steuerung werden PC-Profis leider enttäuscht, da via Controller durch die feindlichen Linien bewegt wird, was für erfahrene Egoshooter Fans sicherlich gewöhnungsbedürftig ist. Immerhin lässt sich aus verschiedenen Konfigurationen wählen, die Präzision einer Maus wird aber mit keiner dieser Einstellungen erreicht. Dies machen besonders die hektischen Massenschlachten deutlich, wo schon mal die Übersicht verloren geht. Schmerzlich vermisst habe ich zudem eine Autoaim Option bzw. ein eingeblendetes Fadenkreuz. Dieses ist leider nur bei betätigter Zoomtaste zu sehen und erleichtert das punktgenaue Zielen dann auch ungemein.

Medal of Honor: Frontline lebt von einer bombastischen Inszenierung. Abwechslungsreiche Aussenareale und Gebäudekomplexe mit detaillierten Texturen, konnten schon auf der Playstation 2 Version gefallen und sorgten für kinoreife Atmosphäre. Auf dem GameCube beeidruckt das Ganze dank entsprechend höherer Hardwareleistung zwar nicht mehr ganz so sehr, sieht aber auf jeden Fall ordentlich aus. Wird die Konsole an eine Dolby Anlage angeschlossen, glänzt das Kriegsepos mit dynamischem Surround Sound. Herumfliegende Projektile, Schussgeräusche, umherlaufende Soldaten oder heranrückende Panzerfahrzeuge lassen sich punktgenau orten, was ebenfalls der Atmosphäre sehr zu gute kommt.

Medal of Honor: Frontline bietet ultraharte Actionkost und sichert sich, aufgrund fulminanter Präsentation, ausgeklügelter CPU Intelligenz und abwechslungsreichem Leveldesign einen Platz in der First Person Shooter Ruhmeshalle. An der zugrunde liegenden Thematik, dem klischeebehafteten Bild vom bösen Deutschen und teils derben Gewaltdarstellungen scheiden sich die Geister.

Negative Aspekte:
es gibt wenig auszusetzen

Positive Aspekte:
Atmosphäre, Sound

Infos zur Spielzeit:
buckshot hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    buckshot
  • 8.2%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 9.1/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 8/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 9/10
    Atmosphäre: 8/10
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