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Medal of Honor: Allied Assault (dt.) - Spaß und Realismus - Leser-Test von CONQUEROR


1 Bilder Medal of Honor: Allied Assault (dt.) - Spaß und Realismus - Leser-Test von CONQUEROR
Sie kennen das ja: Es ist Krieg, genauer gesagt der zweite Weltkrieg, und jeder geht hin. Besonders die Amerikaner sind mit ihrer Operation Overlord maßgeblich am Ausgang des Krieges beteiligt. Einer dieser tapferen Männer sind sie: Mike Powell im neuen Shooter Medal of Honor: Allied Assault sollen sie zusammen mit ihren Kameraden den bösen Deutschen mal wieder zeigen was eine Harke ist. Und in den 6 großen Kapiteln haben sie auch alle Gelegenheit dazu, denn es gibt viel zu tun: Sie müssen Artilleriestellungen auslöschen, Rettungsmissionen durchstehen und noch so einiges mehr. Dabei helfen ihnen neben den relativ intelligent agierenden ( und überaus wiederstandsfähigen) Teamkameraden auch die 14 Schießprügel, die sie im Laufe des Spiels in ihre gierigen Soldatenhände bekommen. Darunter die bekannte Thompson-Maschinenpistole, das Springfield-Scharfschützengewehr und noch viele andere. Im Gegensatz zum kürzlich indizierten Return to Castle Wolfenstein baut MoH jedoch auf ein realistisches Waffenarsenal und verzichtet bewusst auf Sci-Fi-Flinten wie das Tesla-Gewehr. Dafür dürfen sie auch ab und zu mal ein herrenloses MG benutzen, das nicht nur eine gehörige Durchschlagskraft besitzt, sondern auch einen nahezu endlosen Bleihagel auf die Gegner loslässt – dank Schnellfeuer und unbegrenztem Munitionsvorrat. In sehr wenigen Missionen dürfen sie auch selbst mal ein Fahrzeug fahren, meistens setzt jedoch der Feind diese gegen sie ein. Gegen einen schweren Tiger – Panzer hilft dann nur noch der Raketenwerfer und gute Deckung. Doch meistens sind die ganz normalen Landser ihre Gegner. Diese sind jedoch äußerst clever und gehen geschickt in Deckung wenn sie ihnen eine Ladung Blei verpassen wollen – selbst den Trick das Gewehr aus der Deckung herauszuheben und in ihre Richtung zu feuern beherrschen sie. Zur Grafik: MoH bietet sehr gut gestaltete wenngleich auch sehr lineare Levels mit großen Außenbereichen. Sie sind in zerbombten Städten unterwegs und machen sogar beim D-Day mit. Die Waffen hingegen sind recht unspektakulär gehalten und besitzen meist nur einen Feuermodus. Allerdings hatten die Soldaten früher auch nur diese Schießprügel zur Verfügung, womit sich dies wohl rechtfertigen lässt. Das wichtigste im ganzen Spiel ist die Atmosphäre und die Soundkulisse. Es gibt kaum ein Spiel bei dem man sich so sehr integriert fühlt wie in MoH. Eigentlich spielt es sich wie eine Art interaktiver „Der Soldat James Ryan“ –Film. Die Sounds und die Kulissen wirken manchmal wie direkt aus dem Machwerk entnommen. Kugeln jagen sirrend durch die Luft und schlagen überall um einen herum ein. Da bleibt nur noch die Deckung und zurückfeuern was das Zeug hält. Sehr lobenswert ist auch dass die meisten Bauwerke begehbar sind – manchmal empfiehlt es sich einen Scharfschützen im Obergeschoss von hinten zu überraschen, anstatt direkt von vorne. Das ganze Spiel ist wie bereits gesagt sehr linear aufgebaut, es gibt meist nur einen Weg den sie gehen können. Falls sie auf einen Panzer stossen liegt der Rak-Werfer meist griffbereit in der Nähe. Übrigens: Obwohl es in MoH im allgemeinen sehr martialisch zugeht, fließt kein einziger Tropfen Blut, und das ganz ohne Entschärfen.
Wer Weltkriegs-Shooter mag und dabei lieber realistische Waffen und beklemmende Atmosphäre hat, der ist bei Medal of Honor goldrichtig. Alle anderen sollten dennoch einen Blick auf dieses außergewöhnliche Spiel werfen.

FAZIT: Uneingeschränkt empfehlenswert.

Negative Aspekte:
nix

Positive Aspekte:
Mittendrin-Gefühl, Spitzen-Atmosphäre, packend

Infos zur Spielzeit:
CONQUEROR hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    CONQUEROR
  • 9.2%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 9.2/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 8/10
    Steuerung: 9/10
    Sound: 10/10
    Atmosphäre: 10/10
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