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MechWarrior 4: Vengeance - Stahlgiganten - Leser-Test von CONQUEROR


1 Bilder MechWarrior 4: Vengeance - Stahlgiganten - Leser-Test von CONQUEROR [Quelle: PC Games]
Wieder einmal stampfen die mächtigen Stahlkolosse über die Tundra und einmal mehr dürfen wir uns in das Cockpit eines von ihnen setzen: Mechwarrior geht in die nächste Runde und was für eine. Das Spiel erlebt mittlerweile seine vierte Neuinkarnation und das ohne ein Zeichen des Verschleißes. Im Gegenteil, das Spiel wurde einer Rundumerneuerung unterzogen. Die Grafik spielt in einer ganz neuen Liga, der Sound (bis auf die deutsche Übersetzung) ist gelungen und zum ersten mal gibt es nun Videos mit echten Schauspielern. Das Intro gehört meiner Meinung nach schon zum besten, was die Reihe je hervorgebracht hat. Die Story: Als junger Mechkrieger Ian Dresary müssen sie ihre Familie rächen und ihren Planeten befreihen, der von Streitkräften des Hauses Steiner besetzt wurde. Dabei helfen ihnen nicht nur ihre Lanzenkameraden, sondern auch eine Anzahl neuer Waffen und vor allem neuer Mechs. Während sie am Anfang lediglich über wenige, leichtere Kampfmaschinen verfügen, erbeuten sie im späteren Spielverlauf so mächtige Kolosse wie den bekannten Thor der Clans, den gigantischen Atlas oder die Krone der Waffentechnologie: den Mad Cat MKII. Doch zu Beginn müssen sie erst einmal die Invasion ihrer Heimat vorbereiten. Dabei führen sie zuerst Ablenkungsangriffe und Schläge gegen Kommunikationsstationen aus, bevor sie schließlich den Palast selber attackieren. Zwischendurch bekommen sie neben neuen Mechs auch immer mal ein paar neue Wummen in die Hände. Diese können sie auch sofort in ihren Kampfkoloss einbauen – vorausgesetzt natürlich es gibt genug Platz und die richtigen Aufhängungen. Sie können nicht einfach wie im dritten Teil jede X-beliebige Waffe überall einbauen. Die Mechs haben jetzt eigene Slots für Raketen-, Projektil-, und Energiewaffen, sowie (selten) universell einsetzbare. Natürlich sind die auch nur für eine bestimmte Größe der Wummen geeignet, soll heißen: Sie können keine Dicke Berta an den Arm eines Winzlings tackern. Auch sollten sie ein Auge auf die Tonnage gerichtet halten. Außer Waffen können sie auch noch zusätzliche Munition einpacken oder ihren Mech mit zusätzlichen Panzerplatten ausstatten, von denen es 3 Arten gibt. In der Kampagne informiert sie ein Techniker über die empfohlene Ausrüstung für dieses Gebiet oder über Bergegut. Bergige Gegenden? Dann sollten sie daran denken Sprungdüsen einzubauen um beweglicher zu sein. Ebenes Gelände? Na dann packen sie schweres Kaliber ein und zusätzliche Panzerung. Nette Spielereien wie Raketenabwehrsysteme und ähnliches ergänzen die Werkstatt noch. Und dann geht’s zur Sache. Auf dem Schlachtfeld zeigt sich ob sie den richtigen Mech und die richtige Taktik gewählt haben. Die Missionen sind sehr abwechslungsreich und ständig bekommen sie neue Infos vom HQ oder sonst woher. Im Kampf müssen sie auf mehrere Dinge achten. Da währe zum einen mal die Wahl der richtigen Waffe. Auf große Entfernungen richten sie mit ER-PPCs und Lasern sowie Langstreckenraketen richtig viel schaden an. Im Nahkampf lohnt sich vielleicht der Einsatz einer wuchtigen schweren Autokanone oder eine Batterie Kurzstreckenraketen. Zum anderen spielt die bereits erwähnte Taktik eine Rolle. Gegen einen dick gepanzerten Nahkämpfer ist es vielleicht keine gute Idee auf Tuchfühlung zu gehen, allerdings lässt sich ein solcher auch aus größerer Entfernung um einiges leichter zerdeppern, da er sie mit seiner Bewaffnung kaum erreichen kann, kleiner Tipp: Feuern sie auf die verwundbare Heckpanzerung. Auch können sie (und das passt sehr gut zum Szenario) in manchen Missionen das Auftauchen einer gegnerischen Übermacht verhindern, indem sie eine Funkstation zerstören und so das Anfunken der Gegner verhindern.
Die Grafik ist dabei eine Augenweide. Mechfüße hinterlassen Abdrücke und wirbeln Staub und Dreck auf. Baumgruppen werden zu Kleinholz geschossen oder einfach zertrampelt. Laser zucken über das Schlachtfeld und schlagen in gegnerische (oder ihre eigenen) Mechs ein, die unter dem Aufschlag ins taumeln kommen. Die Kampfkolosse werden dann mit der Zeit rußschwarz, beginnen zu brennen, sprühen Funken, verlieren Arme und fliegen schließlich in einer schicken Explosion in die Luft. Doch auch die Landschaft kann sich sehen lassen: Schluchtenreiche Mondlandschaften wechseln sich mit Schneetundren und Grasland ab, bevor sie gegen Ende sogar in Städten kämpfen. Hier sind die Bereits erwähnten Sprungdüsen von Vorteil, um von Haus zu Haus zu springen, statt sich ständig durch Straßen und enge Gassen zwängen zu müssen. Immer wieder lustig (aber teils auch verdammt schwer) sind die Duelle gegen gegnerische Offiziere. Es ist einfach frustrierend festzustellen, dass einem nach dem ohnehin schon harten Kampf gegen den gesamten Level voller Gegner auf einmal noch ein voll funktionsfähiger, schwerer Battlemech mit Boss bevorsteht.
Bei all dem Lob muss man dem Spiel aber eines ankreiden: Die deutsche Übersetzung ist alles andere als gelungen, die Dialoge sind nicht Lippensynchron und manche Charaktere klingen unfreiwillig komisch. Dennoch, die Rückeroberung des Planeten macht einen Heidenspaß und hinterher darf man dann im Sofortgefecht gegen Wellen von Gegnern antreten oder die Master Trials absolvieren. Auch alle Missionen lassen sich von hier aus noch einmal spielen. Insgesamt ist Mechwarrior 4 Vengeance ein rundum gelungenes Actionspektakel, bei dem die positiven Aspekte die negativen ganz klar überwiegen. Mein Tipp: Kaufen sie die Mech-Collection, da kriegen sie das Spiel, die Erweiterungs-CD und MechCommander 2 aus dem selben Universum für einen guten Preis.

FAZIT: Unbedingt empfehlenswert

Negative Aspekte:
mißlungene Übersetzung

Positive Aspekte:
Super Grafik, Spielspaß pur, spannend

Infos zur Spielzeit:
CONQUEROR hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    CONQUEROR
  • 8.8%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 9/10
    Steuerung: 9/10
    Sound: 7/10
    Atmosphäre: 10/10
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