Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Maximo: Wiedersehen in 3D - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Maximo: Wiedersehen in 3D - Leser-Test von HALLofGAME
"Es war einmal...", so beginnen viele alte Geschichten. So auch diese, von einem tapferen Ritter der schon vor langer Zeit weder Ghouls noch Ghosts und auch keine Goblins gefürchtet hat und Ihnen selbst dann noch mannhaft entgegengetreten ist, wo andere nurmehr mit einer Unterhose bekleidet längst die Flucht ergriffen hätten. Und wer immer ein paar Münzen übrig hatte, durfte den tapferen Ritter begleiten und das nicht nur einmal, sondern über die Jahre gleich auf drei seiner gefährlichen Abenteuern. Doch auch die Abenteuer des tapfersten Ritters werden irgendwann einmal fad, bis eines Tages niemand mehr kommt mit einer Handvoll Münzen und der alte Recke langsam in Vergessenheit gerät. Viele, viele Jahre ziehen ins Land und bald wissen nur noch wenige von seinen Heldentaten und noch weniger waren selbst dabei. Aber wie das mit alten Geschichten eben ist, so ganz sterben sie zum Glück ja eigentlich nie...

Dreimal hat der tapfere Ritter Arthur alias Maximo (denn so heißt er heute, aber auch das kennt man ja aus alten Geschichten...) seit 1985 seine entführte Prinzessin gerettet, bevor es still um ihn wurde. Als er nun nach neuen Heldentaten wieder einmal guter Dinge heim kam, trifft es ihn völlig unvorbereitet. Sein ehemaliger Berater Achille hat ihn verraten, das Königreich mit Hilfe einer Armee von Untoten an sich gerissen und sogar die Prinzessin geheiratet. Ausser sich versucht er, den bösen Widersacher auf der Stelle zu vertreiben. Vergebens, denn Achilles Zauberstab macht Maximos Leben beinahe augenblicklich ein Ende und unversehens findet er sich in den knochigen Armen von Gevatter Tod wieder. Was für jeden anderen Sterblichen das Ende wäre, ist für Maximo ein neuer Anfang, denn der Tod hat seinerseits eine Rechnung mit dem bösen Achille zu begleichen, da dieser ein Loch in die Unterwelt gebohrt hat und so die untoten Untertanen des Sensenmannes zu seinem eigenen Nutzen wieder an die Oberfläche holt. Und so schenkt der Tod Maximo noch einmal das Leben und schickt ihn zurück in sein vielleicht gefährlichstes Abenteuer...

Offenbar ist Maximos, pardon nunmehr Achilles Reich ziemlich groß, denn bevor der wiederauferstandene Kämpfer endlich wieder den Platz an der Seite seiner Prinzessin Sophia einnehmen kann, gilt es fünf völlig unterschiedlich geratenen 3D Welten von den ans Tageslicht geholten Höllenkreaturen zu säubern und diese zurück in die Arme des zu treiben. Stilecht erfolgt dies immer in der gleichen Abfolge: Erst gilt es einigen Abschnitte der entsprechenden Welt zu durchqueren und natürlich zu überleben, bevor man sich dann dem Zwischenboß der entsprechenden Welt vorstellen und auch diesen möglichst ins Jenseits befördern darf.

Spielerisch beschränkt sich das Ganze, von den Boßkämpfen abgesehen, da hier für jeden Obermotz eine ganz individuelle Siegstrategie benötigt wird, auf die selben Aktionen, die man schon vom 2D Automatenvorbild kennt. So beschäftigt man sich die meiste Zeit in bester Hack and Slay Manier damit, die untoten Horden zu zersäbeln und Bonusgegenstände einzusammeln. Von Rüstungen, Schildern, Waffenupgrades und Heiltränken, über die obligatorischen Goldmünzen und Schlüssel, hin zu kleinen Feen und gefangenen Hexen, hat man den kompletten Jump and Run Genrekatalog gefleddert und in Maximos Abenteuer eingeflochten. Hinzu kommen gelegentlich knifflige Sprungpassagen, die nicht nur für etwas Abwechslung vom Metzel- und Suchalltag, sondern gelegentlich auch für Frust sorgen. Manch einem Spieler mag das alles etwas dünn und eintönig klingen, wer die alten Vorbilder kennt und liebt, wird sich aber schnell damit abfinden können, denn hier wurde schlicht und ergreifend nicht mehr in ein Remake reingesteckt, als tatsächlich sinnvoll auch reingehört!

e_gz_ArticlePage_Default