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Master Rallye im Gamezone-Test


1 Bilder Master Rallye im Gamezone-Test

Staublunge inklusive!


1 Bilder Master Rallye im Gamezone-Test
"5.000 Kilometer gnadenlose Piste von Paris nach Moskau; zehn unerbittliche Tage Spitzentempo in jedem erdenklichen Terrain, Staub, Schmerz, Tränen und Adrenalin." So lautet der Originaltext von Microids zu ihrem neuesten Rennspiel. Hört sich ja toll an, doch was erwartet uns wirklich in der Schachtel?

Wir werden mit einem etwas schmucklosem aber funktionellem Menüdesign begrüßt. Wie schon aus vielen anderen Rennspielen bekannt, können wir am Anfang noch nicht alle Fahrzeuge und Rennstrecken benutzen, sondern müssen sie uns im Meisterschaftsmode erst durch gute Platzierungen erarbeiten. So stehen uns zu Beginn des Spieles genau drei verschiedene Geländewägen zur Auswahl, sowie die sieben ersten Strecken der Meisterschaften. Jede gewonnene Strecke gibt die nächste frei, jede gewonnene Meisterschaft beschert uns ein neues Auto.

Die Spielmodi:
Man kann wählen zwischen dem "Training", um die einzelnen Strecken erst einmal kennen zu lernen. Der Modi "Einzelrennen" erklärt sich von selbst ebenso wie der Modi "Meisterschaft". Bleibt noch das "Netzwerkspiel" in dem man sich per Internet mit anderen "Master Rallye" Spielern messen kann.

Die Pisten:
Zuerst will man es nicht glauben, deswegen gibt man voll Gas um einige Kilometer zurück zu legen. Doch die anfängliche Skepsis verwandelt sich langsam aber sicher in ungläubiges Staunen; die Strecken sind dermaßen schmucklos, dass man den Eindruck gewinnt sie wären noch nicht fertig. Ab und zu verirrt sich ein Baum im Gelände und hie und da steht schon mal ein Haus in der Gegend. Dabei kann man sich eigentlich über den Streckenverlauf nicht beschweren. Die Piste selbst windet sich wie eine echte Strasse durchs Gelände, kippt nach links oder rechts und führt auch schon mal durch einen Fluss oder in ein Tunnel hinein. Warum sich die Designer so wenig Mühe gegeben haben ist mir ein Rätsel. Da helfen auch die lustigen Abzweigungen im Streckenverlauf nicht mehr.

Die Autos:
Nach dem enttäuschenden Streckendesign erwartet man von den Autos nicht mehr viel und tut ihnen damit auch schon unrecht. Denn die Fahrphysik der Geländewägen ist gar nicht schlecht. Zwar übersteuern die Boliden alle mehr oder weniger, trotzdem kommt erstaunlicherweise richtiges Rallye Feeling auf. Schon nach kurzer Einarbeitungszeit hat man die Gefährte im Griff und kann schon ziemlich flott über die Piste brettern. Auf die manuelle Gangschaltung kann man getrost verzichten, da sie einem keinen Geschwindigkeitsvorteil bringt. Ebenso auf die Hupe. Einen Rückspiegel hingegen hätte das Spiel noch mal um einen Punkt aufgewertet.

Der Sound:
Das Motorengeräusch klingt ganz nett, könnte für eine Geländemaschine aber ruhig etwas rauer und aggressiver sein. Die Nebengeräusche sind zweckmäßig aber nicht hervorragend. Die Musik die einen während der Fahrt bedudelt reicht vom Fahrstuhlsound bis zu gemäßigtem Rock. Auch hier hat man wieder den Eindruck, als wäre das Game noch nicht ganz fertig.

Fazit:
Obwohl die Grafik schon sehr schlicht ausgefallen ist, ebenso wie der Sound, macht es trotzdem einen gewissen Spaß "Master Rallye" zu spielen. Wer also nicht all zu große Ansprüche an die Grafik stellt und noch kein Rallye Game in seiner Sammlung hat, der kauft mit "Master Rallye" nichts Falsches. Um es aber mit z.B. "Collin McRae Rally" oder "Rally Championchip 2002" aufzunehmen langt es nicht.

Master Rallye (PC)
  • Singleplayer
  • 5,2 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 4/10 
    Sound 4/10 
    Steuerung 6/10 
    Gameplay 7/10 
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