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Mario vs. Donkey Kong: Sie sind wieder da - Leser-Test von Corlagon


1 Bilder Mario vs. Donkey Kong: Sie sind wieder da - Leser-Test von Corlagon
Eines der wichtigsten Spiele der Videospielgeschichte war zweifelsohne Donkey Kong, das 1981 sowohl Nintendo als auch dem später als Mario bekannten Handwerker, und natürlich auch dem Titel-Affen zu Weltruhm verhalf. 1994 wurde der Klassiker für den Super Game Boy neu aufgelegt und mit zahlreichen neuen Features versehen, und noch einmal zehn Jahre später haben wir endlich eine neue Fortsetzung, diesmal unter dem Titel Mario vs. Donkey Kong.

Hatte der ursprüngliche Riesenaffe es noch auf Marios Freundin abgesehen, war man für seinen Sohn (oder Enkel? ) ein kleines bißchen kreativer. Im Intro sitzt DK vor der Glotze und erwischt beim Zappen einen Werbespot für kleine Spielzeug-Marios, die er auch sofort haben will - dummerweise sind die kleinen Kerlchen bereits überall ausverkauft. Impulsiv, wie er nun mal ist, bricht Donkey einfach in die Fabrik ein und reißt sich gleich ein paar Dutzend der kleinen Kerlchen unter den Nagel. Nun liegt es an Mario, seine robotischen Ebenbilder zu retten.

Spielerisch orientiert sich das Ganze stark am Vorgänger, allerdings mit einigen neuen Kniffen. Das Spiel umfaßt über 100 Plattformlevel, die alle maximal ein paar Bildschirme groß sind. Um sie zu bewältigen, kann Mario wieder Handstände und Rückwärtssaltos vollführen und sich vom Reck nach oben schwingen. Um Monster auszuschalten, muß er sie (falls überhaupt möglich) mit Gegenständen oder ihren Kameraden bewerfen; in manchen Leveln kann er auch die traditionellen Hämmer finden (die allerdings seine Beweglichkeit einschränken und auch nach ein paar Sekunden verschwinden) oder Früchte von oben herabfallen lassen (die aber leicht danebengehen).
Das Spiel ist wieder ziemlich rätsellastig ausgefallen, und so werdet Ihr Euch immer wieder mit blauen, roten und gelben Schaltern herumplagen müssen, die beim Betätigen Plattformen, Mauersteine und Leitern der entsprechenden Farbe erscheinen und andersfarbige verschwinden lassen. Das mag jetzt zwar simpel klingen, in einigen Stages muß man aber schon erst eine Weile überlegen, wie man sie am besten durchquert. Andere Schalter kehren Aufzüge und Fließbänder um, auf denen Ihr manchmal Schlüssel durch enge Passagen transportieren müßt. In späteren Leveln trefft Ihr auch noch Bob-Ombs, mit denen Ihr Euch den Weg freisprengen müßt, was sich ebenfalls als mehr oder weniger verzwickt erweist. Praktischerweise wird Euch zu Beginn eines Levels in einer kleinen Demo erklärt, wie Ihr die verschiedenen Techniken auszuführen habt, oder bekommt einen Tip zur Lösung; später im Spiel werden diese Hilfen allerdings etwas nervig, wenn man Kniffe erfährt, die man schon längst kennt, oder schon ein paar Level eher selbst herausfinden mußte.

Die regulären Level bestehen aus jeweils zwei Teilstages. In der ersten gilt es, einen Schlüssel zu finden und zur Tür zu transportieren (nicht so einfach, wie es sich anhört, denn mit dem Schlüssel im Gepäck könnt Ihr nicht klettern, und wenn Ihr ihn zwischendurch ablegt, kehrt er nach Ablauf eines Countdowns wieder zum Ausgangsort zurück), in der zweiten (meist etwas einfacheren) müßt Ihr nur noch einen der Mini-Marios erreichen, die Donkey Kong auf seiner Flucht verloren hat. Im jeweils siebten Level einer Welt muß Mario dann seine sechs Minis durch einen Hindernisparcours in die Spielzeugkiste dirigieren, wobei die kleinen Kerlchen keine Leitern, sondern nur Sprungfedern benutzen und ebenso wie ihr großes Vorbild auch von Gegnern und Fallen aus dem Spiel geworfen werden können - auch hier ist also Vorsicht geboten. Je mehr von ihnen Ihr in Sicherheit bringen könnt, desto mehr Treffer könnt Ihr beim anschließenden Duell mit DK einstecken, ohne ein Leben zu verlieren.

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