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Mafia: The City of Lost Heaven im Gamezone-Test


1 Bilder Mafia: The City of Lost Heaven im Gamezone-Test

Das Spiel mit den guten, bösen Jungs!

Der Held des Spiels, Tommy Angelo, ist ein Taxifahrer, der eines Abends durch Zufall verhindern kann, dass zwei Mitglieder einer einflussreichen Mafia-Familie von professionellen Killern der rivalisierenden Don-Morelli-Gang getötet werden. Auf der Flucht vor den Verfolgern retten sich die drei Mafiosi in Tommys Taxi und zwingen ihn, die Verfolger abzuschütteln, was ihm aufgrund seiner exzellenten fahrerischen Fähigkeiten auch gelingt. Die Gangster, denen Tommy das Leben gerettet hat, bieten ihm nach der eindrucksvollen Demonstration seines fahrerischen Könnens einen Job bei ihrem Boss Don Salieri an. Allerdings sinnen die Killer in Diensten des Don Morelli auf Rache an dem Mann, der ihnen den Auftrag vermasselt hat. Tommy kann zwar knapp seine Haut retten, aber er verliert sein Taxi und damit seine Lebensgrundlage. Es bleibt ihm nur noch der Ausweg, bei Don Salieri und seinen Männern Unterschlupf zu suchen. Außerdem ist der Job, den ihm die Familie anbietet, weitaus attraktiver, als die Vorstellung, beruflich nochmal ganz von vorne anfangen zu müssen.

Die im Spielverlauf erzählte Story kann es locker mit echten Mafiafilmen aufnehmen: Bekannte Filmtechniken wie die Erzählung der gesamten Story als Rückblende oder auch die erste uns bekannte echte Bettszene in einem 3D-Computerspiel machen Mafia unglaublich realistisch und von der Story her sehr packend.

Spielerisch muss ich das Spiel den Vergleich mit GTA3 leider gefallen lassen, es sind einfach zu viele Parallelen zu erkennen. In Mafia übernimmt man allerdings in der Regel nur die Aufträge von Don Salieri, man hat also nicht zwischen den Aufträgen die Freiheit einfach mal als Taxifahrer zu arbeiten oder bei einer anderen Gang anzuheuern. Da Mafia sich selbst aber eher als interaktiven Film sieht, sind solche Elemente mit Absicht nicht im Storymodus vorhanden. Für die Gangster unter euch, die einfach nur mal gerne ein paar Runden durch die Stadt drehen und dabei ein paar Mäuse verdienen wollen, hat man den Freeride-Modus eingebaut, welcher dieses fehlende Element ergänzen soll.

Die riesige Stadt in der sich Mafia größtenteils abspielt ist beachtlich, diverse Gebäude können betreten werden und auf den Straßen herrscht ständig ein reges treiben. Dennoch fehlt uns hier die bekannte Freiheit von GTA3, was nützt einem die riesige tolle Stadt, wenn man die meiste Zeit mit Aufträgen beschäftigt ist und nur selten Zeit hat, sich etwas umzusehen? Alle GTA3-Fans die Mafia als "Nachfolger" sehen, sollten gewarnt sein: Mafia ist unserer Meinung nach nicht besser als GTA3, sondern nur "anders". Das Gameplay unterscheidet sich zu stark um direkt verglichen werden zu können. Jedes Spiel hat seine Vorzüge, aber unserer Meinung nach hat GTA3 mehr Abwechslung, Freiheit und Innovation geboten.

Grafisch schafft es Mafia sicherlich jeden Spieler zu begeistern, denn was hier geboten wird, ist stellenweise sogar absolut revolutionär: Angefangen mit kleinen Details wie zum Beispiel dem physikalisch korrekt aufsteigenden Zigarettenrauch bis hin zu den fantastisch gestalteten Straßenzügen und den detailreichen Oldtimern. Besonders die Zwischensequenzen, welche uns den weiteren Verlauf der Story in Echtzeitgrafik erzählen, suchen ihres gleichen. Die eingesetzte Motion-Capturing Technik macht sich an vielen Stellen bezahlt und lässt Polygonfiguren fast wie echte Schauspieler aussehen. Dies hat natürlich auch Nachteile: Besonders bei Spielszenen, die auf den Straßen von "Lost Heaven" handeln, merkt man die langen Ladezeiten und auch kräftige Systeme mit Geforce 4 und schnellen Prozessoren können hier auch mal ins stottern geraten. Im Setup des Spiels lassen sich zum Glück alle möglichen Optionen einstellen, somit sollte man das Spiel, durch Verzicht auf Details, auf fast jedem System relativ flüssig zum Laufen bekommen.

Der Sound im Spiel ist, wie die Grafik, nahezu filmreif. Auch während der Autofahrten läuft jazziger Sound der guten alten 30er Jahre, sehr stimmungsvoll und je nach Stadtviertel absolut passend. Für die deutsche Version wurden bekannte Synchronsprecher verpflichtet, unter anderen die deutsche Stimme von Joe Pesci, welche für uns bei Mafiafilmen genauso dazugehört wie Robert de Niro oder Al Pacino in den Hauptrollen. Käufer der US-Version könnten diesmal also den schnellen Kauf sogar bereuen, die deutsche Version ist dank der sehr guten Synchronisation vielleicht sogar besser.

Mit der Steuerung ist das so eine Sache: Da man ja nicht nur die eigene Figur, sondern auch Fahrzeuge steuern soll, neigt man dazu wie bei GTA3 auf ein Joypad umzustellen. Dies ist allerdings bei Schießereien aus Autos heraus nicht zu gebrauchen. In den Autorennen, kann man wiederum die Tastatur total vergessen, da ist ein Analog-Stick das einzig wahre. Somit konfiguriert man doch relativ oft an der Steuerung herum, bis man den persönlich idealen Spagat zwischen Tastatur, Maus und Joypad gefunden hat.

  • - GreenAcid"-"
  • Mafia glänzt durch eine filmreife Story, hervorragend inszenierte Charaktere und toller Grafik. Das Gameplay konnte uns leider nicht hundertprozentig überzeugen. Es fehlt einfach die große "Freiheit" im Gameplay, die gerade bei GTA3 soviel Spaß machte. Mafia kann das Manko der zu linearen Story durch die oben genannten Punkte fast wieder ausgleichen, für eine Wertung jenseits der 9 hat es dann doch leider nicht ganz gereicht. Dennoch ist das Spiel für nahezu alle Genrefans absolut zu empfehlen und sollte in keiner Spielesammlung fehlen!
Mafia: The City of Lost Heaven (PC)
  • Singleplayer
  • 8,9 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 10/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 8/10 
Pro & Contra
filmreife Story
gigantische Grafik
sehr viele Details
zu lineare Story
lange Ladezeiten
schlechte Steuerung
schwache KI
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