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Mad Maestro! im Gamezone-Test


1 Bilder Mad Maestro! im Gamezone-Test
Die alte Konzerthalle der fiktiven Stadt Bravo Town soll abgerissen werden. Was die Bürger allerdings nicht wissen, in der Konzerthalle lebt eine Fee, Sinfonie genannt. Sie bewachte bis dato, ohne dass die Bürger es merkten, die Konzerthalle und ihre Besucher. Ohne die Räumlichkeiten freilich hat sie nichts mehr zu beschützen und so macht sie sich auf den Weg Hilfe zu suchen. Die findet sie auch in Form unseres Protagonisten, genannt Takt. Er leitet das Jugendorchester der Stadt und ist ein musikalisches Genie, was allerdings noch niemand bemerkt hat. Ihm fällt die Aufgabe zu, die Bürger der Stadt von der hohen Qualität seiner Kunst zu überzeugen, auf das sie die Konzerthalle doch nicht abreißen.

Das Gameplay gestaltet sich folgendermaßen: An verschiedenen Stellen der Stadt gibt es allerlei öffentliche Konzerte die man als Dirigent zu managen hat. Dabei geht die Sache um einiges komplizierter von Statten als zum Beispiel in "Space Channel 5", da man nicht nur entsprechende Knöpfchen zum richtigen Zeitpunkt drücken muss um den Dirigentenstab richtig zu schwingen, sondern man muss auch in der richtigen Stärke drücken, je lauter der Einsatz umso kräftiger und umgekehrt. Dazu kommen dann auch noch die Richtungspfeile um einzelnen Musikern ihren Einsatz anzuzeigen. Wie man sieht, nicht ganz einfach die Sache. Wem das allerdings zu schwer ist, für den wurde ein sogenannter Child-Mode eingebaut, mit dem man die einzelnen Stages einfach durchspielen kann, egal wie gut die erbrachte Leistung war. Egal ob im Child-Mode oder nicht, das Spiel begleitet uns mit einer netten aber belanglosen Story bis zum Ende hin. Dabei fällt die überdurchschnittlich gute Grafikqualität auf, die durch keinen einzigen Blur Effekt oder Nebel in der Ferne getrübt wird.

Besonders für Anhänger der klassischen Musik bietet "Mad Maestro" ein breites Repertoire von Johann Strauss, Wolfgang Amadeus Mozart über Ludwig van Beethoven bis hin zu Edvard Grieg. Nicht nur sie sollten den Hinweis, dass man "Mad Maestro" möglichst laut spielen soll, beachten, denn das verwendete Orchester gibt sich alle Mühe gehobeneren Ansprüchen zu genügen. So wird man innerhalb kürzester Zeit in eine wirklich fesselnde und musikalische Welt eingebunden, die ausschließlich vom eigenen Taktgefühl lebt.

Die Grafik ist, wie bereits erwähnt, hervorragend gut. Zwar wurde das gesamte Game im Comic-Look gehalten, dieser aber bis ins Detail ausgearbeitet. Egal ob es die Spielgrafik ist oder die Zwischensequenzen, hier kann die PS2 mal zeigen, dass sie auch in der Lage ist scharfe Bilder zu liefern. An so mancher Stelle allerdings haben die Designer etwas geschlampt, was wirklich schade ist und den Eindruck enbtstehen läßt, dass hier jemand die Lust an der Arbeit verloren hat.

Das Gameplay ist zwar nicht gerade neu, dafür aber ebenfalls sehr ausgereift. Kaum hat man sein erstes Stück praktisch fehlerfrei über die Bühne bekommen, kann man es schon nicht mehr abwarten sich an das nächste zu wagen um wieder im Takt mitzuwippen. Schließlich soll man irgendwann einmal ein richtiges Konzert vor versammeltem Publikum abhalten um nicht immer nur auf der Strasse mit der Schülerband aufzutreten. Doch bis dahin müssen wir einem verliebten Jungen zu einem Date verhelfen oder ein Konzert vor Außerirdischen geben sowie viele andere kleine Aufgaben.

"Mad Maestro" ist ein ausgereiftes Stück Software. Das Gameplay ist witzig und weiß für einige Zeit zu beschäftigen. Durch den Child-Mode ist es auch uneingeschränkt den ganz jungen Videospielern zuzumuten. Zum Partyknüller reicht es allerdings nicht, da "Mad Maestro" ein reines Single-Player Game ist, eine Option mit mehreren Spielern zu spielen ist nicht vorhanden. Davon abgesehen ist es aber allemal eine Kaufempfehlung.

Mad Maestro! (PS2)
  • Singleplayer
  • 7,2 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 8/10 
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