Login
Passwort vergessen?
Registrieren

MX 2002 im Gamezone-Test


1 Bilder MX 2002 im Gamezone-Test
Mit "MX 2002" featuring Ricky Carmichel hat die erste Motocross-Simulation ihren Weg auf die Xbox gefunden. Dabei handelt es sich, soviel darf man vorwegnehmen, um eine 1:1 Portierung des gleichnamigen Games für die PS2. Bis auf die etwas schärfere und schnellere Grafik erkennt man kaum einen Unterschied zu ihr, vom Preis einmal abgesehen.

"MX 2002" bietet uns solide Hausmannskost mit einem kompletten Karriere-Mode, einem Freestyle-Mode sowie der Möglichkeit an einem Einzelrennen teilzunehmen. Der Mehrspieler-Mode beschränkt sich auf den Splitscreen für zwei Spieler gleichzeitig, über das Netz zu zocken ist nicht möglich.
Dreh- und Angelpunkt von "MX 2002" ist der Karriere-Mode. Dort kann man sich einen beliebigen Racer aussuchen sowie das zugehörige Motorrad und den Sponsor. Für jede zu absolvierende Strecke steht es uns offen sie erst einmal alleine zu befahren um die Trickpoints etc. kennen zu lernen. Dabei dürfte es dank der einfachen Steuerung auch dem Anfänger keine Probleme bereiten die ersten Stunts zu vollführen. Wie bereits aus ähnlichen Games bekannt benutzt man dafür die Schultertaste in Kombination mit diversen Aktion-Tasten. Dabei ist gutes Timing angesagt, denn je nach Trick benötigt man verschiedene Anlaufgeschwindigkeiten oder Sprunghöhen. So kann man mit der Kupplung dem Motorrad kurz vor dem Sprung noch einen kräftigen Schub geben oder mit der manuellen Federsteuerung das Bike exakt auf dem richtigen Punkt nach oben katapultieren. Generell ist die Steuerung recht gut umgesetzt worden, so ist man z.B. zum Beschleunigen und Bremsen nicht nur auf die Tasten angewiesen sondern kann stattdessen auch den rechten Analogstick benutzen, was natürlich ein viel gefühlvolleres Beschleunigen und Bremsen ermöglicht.

Die Grafik ist gelungen auch wenn sie einem nicht unbedingt vom Hocker reißt. Die Widergabe geschieht flüssig ohne die geringsten Dropouts oder Slowdowns, ebenfalls nicht vorhanden sind diverse Popups oder andere störende Grafikfehler. Im direkten Vergleich mit der PS2-Version besitzt das Xbox Pendant zwar ein etwas schärferes und klareres Bild, mehr Details oder speziell auf die Xbox zugeschnittene Effekte sucht man aber vergeblich.

Die Soundkulisse ist ebenfalls gesundes Mittelmass. Die Motorräder klingen ziemlich echt, auch wenn sie ruhig etwas mehr Biss vertragen hätten. Das Publikum meldet sich auch zu Wort wenn man wieder einmal ein Pfund Staub geschluckt hat oder einen besonders guten Stunt hingelegt hat, klingt aber nicht so ganz echt und etwas wie hineingeschnitten. Auch hätte man sich etwas mehr Backgroundgeräusche gewünscht. Die Begleitmusik siedelt sich zwischen Briten-Pop und Metal an, was sicher nicht jedermanns Sache ist aber momentan ja voll im Trend zu liegen scheint. Selbstverständlich kann man die Musik bei nichtgefallen herunterdrehen oder ganz ausschalten.

Das Gameplay ist genau so solide wie das Spiel selbst. Außer bekannter und etablierter Spielmodi bietet uns "MX 2002" keinerlei Neuerungen. Um aber die Motivation nicht gleich nach der ersten Meisterschaft in den Keller sinken zu lassen, können wir zu Beginn nur an der 125ccm Klasse teilnehmen und müssen uns erst die Qualifikation für die höheren Klassen erarbeiten.

"MX 2002" ist ein solides Motocross-Game ohne auffällige Schwächen aber auch ohne Innovation. Technisch hat man gute Arbeit geleistet, was bleibt ist der fahle Nachgeschmack doch wieder nur eine aufgekochte Spielidee aufgebrummt gekriegt zu haben. Dabei darf man mich nicht falsch verstehen: "MX 2002" ist ein gutes Spiel und momentan noch Konkurrenzlos auf der Xbox, es bietet aber keinerlei Innovationen oder Besonderheiten die es von der Masse der Motocross Games abheben würde.

MX 2002 (XB)
  • Singleplayer
  • 6,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 6/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 6/10 
e_gz_ArticlePage_Default