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MX 2002: Motocross in der Hosentasche - Leser-Test von axelkothe


1 Bilder MX 2002: Motocross in der Hosentasche - Leser-Test von axelkothe
Nachdem die Playstation 2 – Version dieses Spiels mit durchdachter Steuerung überzeugen konnte, schiebt Publisher THQ nun eine Version für Nintendos neuen Taschenspieler, den Game Boy Advance, nach.

Statt, wie so oft üblich, das Geschehen für die Handheldversion in eine 2D-Ansicht zu verfrachten, suchten die Entwickler die Herausforderung und präsentieren mit MX2002 das erste Rennspiel für den Game Boy Advance in Polygongrafik. Nur die Fahrer sind noch als Sprites dargestellt worden.

Im Hauptmenü könnt ihr aus drei Spielmodi auswählen. Ihr könnt ein einzelnes Rennen bestreiten, in der Meisterschaft mitmischen oder an den US Open teilnehmen.

Im Einzelrennen und bei der Meisterschaft wählt ihr zunächst die Klasse, in der ihr antreten möchtet, zur Wahl stehen euch 125ccm, 250ccm und Freestyle. Je nach Klasse könnt ihr euch dann anschließend aus 9 bis 11 originalen Profifahrern euren Favoriten herauspicken. Bei den US Open dürft ihr dagegen keine Klasse aussuchen, sondern ihr landet direkt bei der Fahrerwahl.
Im nun folgenden Bildschirm seht ihr dann eine Karte der Strecke (im Einzelrennen ist diese frei wählbar) und ein paar Informationen dazu. MX2002 bietet die volle Bandbreite: Neben den üblichen Freiluftstrecken gibt es auch Hallenkurse sowie spezielle Anlagen für die Freestylewettbewerbe. Jetzt solltet ihr noch euer Motorrad in der Garage den Gegebenheiten der Strecke und dem Wetter anpassen.

Jedes Rennen besteht aus zwei Läufen. Im ersten Lauf müsst ihr unter die ersten drei kommen, um euch für den Finallauf zu qualifizieren. Schafft ihr es nur als vierter bis siebter ins Ziel, geht es in den „Last Chance“ – Lauf, wo sich die ersten beiden auch noch für den Finallauf empfehlen. Der Achtplatzierte aus dem ersten Lauf kann gleich nach Hause gehen. Erst für die Platzierung im Finallauf gibt es dann endlich Meisterschaftspunkte.

Im eigentlichen Rennen interessiert euch das freilich erst einmal wenig. So rast ihr mit eurem Zweirad los, und versucht die Konkurrenz hinter euch zu lassen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn die Strecken fordern mit ihren meterhohen und –weiten Sprüngen und scharfen Kurven eure volle Konzentration. Landet ich nämlich abseits der planierten Route, legt ihr einen schmerzvollen Sturz hin, der euch wertvolle Zeit kostet – vorbei ist es mit eurem Vorsprung.

Anders als in den Rennklassen müsst ihr in einem Freestylerennen durch Tricks Punkte sammeln. Tricks führt ihr während des Sprungs durch Druck auf die L- bzw. R-Taste in Kombination mit dem Steuerkreuz aus. Doch zur Landung müsst ihr wieder fest im Sattel sitzen, denn wenn ihr stürzt werden euch ein ganzer Haufen Punkte abgezogen. Leider wird nicht eingeblendet, wie viel Punkte ein soeben ausgeführter Trick gebracht hat, sondern man muss sich das dann aus der Gesamtpunktzahl erschließen.

Technik:
Man muss den Entwicklern Respekt zollen, dass sie es gewagt haben auf Polygongrafik statt auf die bewährte 2D-Ansicht zu setzen. Dabei darf man natürlich nicht PSX-Qualität erwarten, sondern eher das Niveau eines Super Nintendo SFX-Moduls. Das Scrolling ist zwar nicht flüssig, aber annehmbar und vermittelt ein gutes Fahrgefühl. Störend sind etwas die mit nur wenigen Animationsphasen ausgestatteten Fahrersprites. Es ist auch relativ schwer die eigene Position in einer Kurve abzuschätzen, vor allem im Vergleich mit den anderen Fahrern. Beim Spielen sollte man auf gute Lichtverhältnisse achten, denn die Strecke unterscheidet sich farblich nur wenig von der Umgebung.
Zur Musik sag ich nur, dass die Entwickler schon gewusst haben, warum die Ingame-Musik per Default ausgeschaltet ist. So eine öde und gleichzeitig nervige Musik ist mir schon lange nicht mehr in einem Spiel untergekommen. Die Soundeffekte gehen dafür in Ordnung.

Axels Meinung:
Konnte die Playstation 2 – Version mit dem innovativen vorladen der Federung und dem Spiel mit der Kupplung spielerische Akzente setzen, fällt das bei der vorliegenden Game Boy Advance – Fassung leider völlig weg. Somit bleibt ein normales Rennspiel ohne Höhepunkte übrig, das durch die Grafik aus der Masse heraussticht. Die Grafik ist zwar interessant, aber eben nicht besonders hübsch. Eine Unverschämtheit finde ich das ellenlange und komplizierte Passwort, das man sich zur Spielstandsicherung notieren muss. Hier wäre eine Batterie auf dem Modul die einzige annehmbare Lösung gewesen.

Negative Aspekte:
Kein vernünftiges Gamedesign, Grafik ruckelt, die Musik nervt, und vor allem: Das ellenlange Passwort!

Positive Aspekte:
Echte 3D-Grafik

Infos zur Spielzeit:
axelkothe hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    axelkothe
  • 3.5%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 4/10
    Steuerung: 5/10
    Sound: 3/10
    Atmosphäre: 2/10
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