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Lunar Silver Star Story Complete: Es war einmal... - Leser-Test von The Mole


1 Bilder Lunar Silver Star Story Complete: Es war einmal... - Leser-Test von The Mole
Lunar Silver Star Story Complete ist die Playstation Umsetzung des alten (ich glaube) Sega Mega Drive oder Mega CD Rolenspielklassikers. Diese Box ist nur in den USA und ich glaube auch Japan erschienen , wir Europäer wurden wiedermal ausgelassen.

Die Story dreht sich um Alex , einen Jungen , der später ganz wie sein Vorbild , der Dragonmaster Dyne , ein grosser Held und Abenteurer werden will. Erstmal etwas zur Vorgeschichte. Lange bevor Alex überhaupt geboren war bedohte eine dämonische Macht die Welt Lunar. Vier Helden , Dyne ,der Dragonmaster, Mel , das Oberhaupt der Stadt Meribia , Ghaleon und Lemia , beide Führer der magischen Stadt Vane ,taten sich auf um diese Macht aufzuhalten und die Göttin Althena zu retten. Dabei ist Dyne unter mysteriösen Umständen gestorben. Wieder zurück in die Gegenwart. Alex besucht ständig Dyne's Denkmal , nahe seiner Stadt Burg. Er will mit seinen Freunden Nall ( ein fliegendes Katzenvieh ), Luna und Ramus immer wieder Abenteuer erleben. Dabei gerät er nun in die Höhle des weissen Drachen Quark. Und hier geht das Abenteuer um die böse Macht wieder von vorne los.
Die Story hat mir sehr gut gefallen. Diese Beschreibung erzählt auch nur die Grundgeschichte , es werden noch viele Wendungen und Überraschungen folgen.

Die Grafik ist sicherlich nicht mehr State of the Art , aber Fans klassischer Rollenspiele werden sich ihr kaum entziehen können. Die Zwischensequenzen sind , im Vergleich zum Original , genial gemacht. Man darf sich dauernd an diesen toll gezeichneten Animefilmchen erfreuen. Auch die eigentliche Grafik wurde aufgebessert. Der Animestil wird auch hier beibehalten. Die Charaktere sind relativ detailliert und liebevoll designt.Gleiches trifft auf UMgebungen und Gegner zu. Auch die Magien sehen für ein Rollenspiel im klassischen Stil sehr gut aus. Grafisch also sehr gelungen.

Zum Sound kann man auch nur positives schreiben. Die Kompositionen können locker mit den besten Square Stücken mithalten. Die Melodien klingen einfach grandios und sind sehr eingängig. Sie passen zu jeder Zeit perfekt zum Geschehen. Auch die Soundeffekte können sehr überzeugen. Ebenfalls sehr gut gelungen ist die Sprachausgabe in den Zwischensequenzen. Sie wirkt professionell und passt zu jedem Charakter. So einen guten Sound habe ich selten erlebt.

Wie sollte es auch anders sein bei einem rundenbasierendem Rollenspiel : an der Bedienung kann man nichts aussetzen. Die Auswahlmenüs sind sehr simpel und übersichtlich gestaltet , so dass selbst blutige Anfänger sich sofort zu Recht finden. Sonst gibt es halt das typische : rennen , sprechen und so weiter. Auf jeden Fall sehr gut geworden die Bedienung.

Beim Gameplay fangen wir ersteinmal ganz langsam an. Das Kampfsystem ist , wie nicht anders zu erwarten , strikt rundenbasierend. Ihr seid immer abwechselnd mit dem Gegner ander Reihe. Die erste Besonderheit tritt hier in Kraft. Nicht nur , dass ihr eure Aktionen geschickt einsetzen müsst , nein , die Position eurer Kämpfer spielt grundsätzlich eine wichtige Rolle. Manche Zauber haben nur einen kleinen Wirkungsradius , stehen aber drei Gegner nah bei einander , so könnt ihr gleich allen einen verpulen. Gleiches gilt natürlich auch umgekehrt : die Gegner lassen sich nicht lumpen drei bis vier von euren Helden gleichzeitig anzugreifen. Tip für den letzten Endgegner : stellt eure Helden weit von einander weg sonst seid ihr mit einer Attacke Tod.
Die zweite Besonderheit offenbart sich in Nall. Euer ewiger Begleiter belebt ab und an mal einen eurer Recken wieder oder greift anderweitig ins Geschehen ein.
Weiterhin richtet sich die Stärke der "Bösen" nach eurem Level. Das heisst wer sich pausenlos stuft und stuft wird hier auch nicht glücklich. Das erspart einem aber auch ewiges stufen , was in anderen Spielen oft (leider) Pflicht ist. Komischerweise bleibt eure Energie immer recht gering ( Alex hat auf Level 45 nur 245 Energie Punkte) . Dies unterstützt den eben genannten Faktor zusätzlich.
Eine schöne Sache ist das man die Gegner auf der Dungeon Karte sieht . So fallen die verhassten Zufallskämpfe weg und man kann schnell bewusst in einen Kampf kommen oder vor ihnen fliehen , je nach Situation. An der "Oberfläche" kämpft man nie.
Abgesehen davon ist Lunar ein normales Rollenspiel. Das heisst ihr verwaltet eure Gegenstände und müsst im Kampf geschickt und klug gewählt eure Angriffe durch Zauber oder Waffeneinsatz zu Stande bringen und sonst immer auf dem Laufenden in Sachen Bewaffnung und Rüstung seien. Auch der Schwierigkeitsgrad ist hart aber fair gewählt.
Vom Gameplay her hat Lunar auf jeden Fall viel zu bieten und hat auch genügend Tiefgang um so richtig zu begeistern. Top!!!!

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