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Luigi's Mansion: Luigi stiehlt Mario die Show - Leser-Test von buckshot


1 Bilder Luigi's Mansion: Luigi stiehlt Mario die Show - Leser-Test von buckshot
Bisher blieb es Super Mario vorbehalten mit einem neuen Jump'n'Run Abenteuer für einen gelungenen Nintendo Konsolen Launch zu sorgen. Überraschend steht zur GameCube Einführung kein neuer Titel des hauseigenen Maskottchens in den Regalen! Doch keine Angst, alles bleibt in der Familie. So soll diesmal Luigi potentielle Kunden locken, die ihm bei der Befreiung seines berühmten Bruders, aus einem unheimlichen Geisterhaus, treu zur Seite stehen!

Spärlich bewaffnet mit einem Staubsauger und einer Taschenlampe macht sich Luigi auf, um in einer verwunschenen Villa nach seinem Bruder Mario zu suchen. Wer jedoch ein Jump'n'Run erwartet liegt weit daneben - es gibt nicht mal eine Sprungtaste. Der Schwerpunkt des Gameplays liegt vielmehr darauf, unterschiedliche Rätsel zu lösen und das Spukhaus Zimmer für Zimmer von Gespenstern und Dämonen zu befreien. Dazu kann Luigi seinen Universal-Staubsauger einsetzen um den Gespenstern, in bester Ghostbusters-Manier, auf den Pelz zu rücken. Zuerst blendet der kleine Klempner die Spukgesellen mit dem Licht seiner Taschenlampe, um ihnen anschließend die Lebensenergie auszusaugen. Dabei muss Luigi jedoch darauf achten, die Geister nicht aus dem Sog zu verlieren, bevor sie vollständig im Staubsaugerbeutel verschwunden sind. Wurde auf diese Art und Weise ein Raum "gesäubert", geht das Licht an und der Spieler erhält den Schlüssel zum nächsten Gemäuer, um weiter in die Tiefen des Anwesens vorzudringen. Neben kleineren Dämonen erwarten Marios Bruder auch zahlreiche Zwischen- und Endgegner, die nur zu besiegen sind indem man gnadenlos ihre Schwachstellen aufdeckt und für sich zu nutzen weiß. Um selbst gegen besonders hartnäckige Gesellen bestehen zu können, lässt sich im Laufe des Spieles der Staubsauger zum Ice-Blaster, Flammen- oder Wasserwerfer aufrüsten. Trotz aller anfänglichen Begeisterung, etwas mehr spielerische Abwechslung würde dem Titel gut zu Gesicht stehen. Im Prinzip dreht es sich immer um die gleiche, lineare Aufgabenstellung: Geister erwischen, Räume klarmachen, Schlüssel finden um so Schritt für Schritt das Haus zu erkunden. Gesteuert wird Luigi über den linken Analogstick. Seine Blickrichtung, Taschenlampen- und Saugerbewegungen kontrolliert der Geisterjäger mit dem kleinen gelben Analogpad an der rechten Seite des Controllers. Die Stärke des Saugers lässt sich über die R-Taste regulieren. Bereits nach einer kurzen Eingewöhnungsphase finden sich, bei dieser intuitiven Steuerung, selbst ungeübte Videospieler rasch zurecht.Technisch demonstriert die Geisterhatz geschickt die Fähigkeiten der neuen Nintendo Hardware. Alle Räumlichkeit samt Inventar zeigen sich liebevoll und detailliert bis in den hintersten Winkel gestaltet. Während die Darstellung der Gespenster durch feine Transparenz-Effekte glänzt, läuft Luigi ein wenig staksig umher, ganz wie der kleine, ängstliche Bruder. Die Animationsvielfalt scheint keine Grenzen zu kennen und spiegelt sämtliche Gefühlsregungen des kleinen Klempners in dessen Gesichtsausdrücken wieder. Ehe man sich versieht, hat man Luigi auch schon in sein Herz geschlossen und fragt sich: Wer war eigentlich Mario? So richtig zu beeindrucken wissen die realistischen Lightsourcing-Effekte beim Ausleuchten der Gemächer mit der Taschenlampe. Das gleiche trifft auf die Handhabung des Saugers zu. Physikalisch korrekt zieht der Sog Vorhänge, Tischdecken und Gardinen an oder versetzt Lampenschirme und Kronleuchter in Bewegung. Der Dolby Surround Sound verwandelt - die entsprechende Stereoanlage vorrausgesetzt - jedes Wohnzimmer in einen Teil der Gruselvilla, während die Musik das schaurige Ambiente unterstreicht. Eine witzige Idee am Rande: ab und an blendet sich die Hintergrundmelodie aus, um dann von Luigi nachgepfiffen zu werden.Erst mal infiziert fällt es schwer den Controller wieder bei Seite zu legen. Es macht einfach einen Heidenspaß Luigi durch das Spukhaus zu scheuchen und sich dabei an seinen witzigen Gefühlsregungen und Animationen zu begeistern. So gerät schnell in Vergessenheit, dass Super(star) Mario in diesem Abenteuer nur eine kleine, unbedeutende Nebenrolle zukommt und recht wenig Abwechslung geboten ist.

Negative Aspekte:
wenig Abwechslung

Positive Aspekte:
witziges Nintendo Flair

Infos zur Spielzeit:
buckshot hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    buckshot
  • 8.0%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 8.2/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 8/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 8/10
    Atmosphäre: 8/10
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