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Loopz: Logik + Hirn - Leser-Test von RAMS-es


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Loopz

Die alte englische Software Firma Audiogenic kann auf eine lange und abwechslungsreiche Geschichte mit vielen Erfolge und auch einigen Mißerfolgen zurückblicken. Leider weiß ich nicht, wohin dieser stolze Namen entschwunden ist. Irgendeiner, der großen Publisher wird sich schon die Entwickler unter den Nagel gerissen und sie dazu verdammt haben die Spielkonzepte von den wenigen kreativen Köpfen, die der Industrie noch geblieben sind, in durchschnittliche Weise ab zu kupfern. Schade eigentlich! Einer der großen Hits von Audiogenic war LOOPZ aus dem Jahr 1990. Ein Denkspiel, das für fast alle damaligen Systeme umgesetzt wurde. Manche böse Zunge würde behaupten, daß LOOPZ ein TETRIS Klon ist. Aber diese böswilligen Personen müßte dann auch jedes andere Denkspiel als Klon bezeichnen.

Auf den ersten Blick sieht bei LOOPZ alles so einfach aus. Ein in kleinere Felder aufgeteiltes Spielfeld, einen Cursor, einige Spielsteine, einen Zeitbalken und die Anzeige für die Fehlversuche. Mehr als diese Spielelemente bekommt man nicht zu Gesicht. Aber bei dem genialen Spielprinzip reicht diese Einfachheit trotzdem aus, um das Nervenköstum des Spielers auf eine harte Probe zu stellen. Die Grafik ist also nicht die schönste Variation, aber sie genügt vollkommen. Zwar hätten die Entwickler von Audiogenic mit Sicherheit durchaus pompöse Ansichten präsentieren können, nur ob dieser Umstand für die Spielbarkeit förderlich gewesen wäre darf man mit gutem Recht bezweifeln.

Worum geht es bei LOOPZ jetzt aber, werden sich einige von Euch fragen. Man muß aus den Spielsteinen geschlossene Figuren zusammenstellen. Erst dann verschwinden die Steine vom Bildschirm. So weit läuft es auch bei TETRIS ab. Nur muß man bei LOOPZ aber wirklich richtige Figuren Formen und nicht nur einfachen Linien, die geschlossen werden müssen. Dazu erhält man die Spielsteine, die, bis auf ein paar Ausnahmen, frei auf dem Spielfeld platziert werden können. Diese Steine lassen sich um ihre Achse drehen. Logisch ist auch, daß die Steine unterschiedliche Formen und Größen haben und damit muß man dann Vier- und Vielecke zusammenbasteln. Wer TETRIS kennt, und wer kennt TETRIS nicht, kann sich schon denken, welche Schwierigkeiten jetzt auf einen zukommen werden. Die schönste Taktik nützt einem nichts, wenn die richtigen Steine nicht kommen wollen. Da benötigt man nur noch einen kleinen Eckstein. Es kommen aber nur Bauklötze, die man überall gebrauchen könnte, nur nicht jetzt. Entweder man gibt auf oder beginnt an anderer Stelle eine neue Figur. Natürlich kann man auch das Risiko eingehen und hoffen, daß man Glück hat. Oft passen auch schon die nächsten Teilchen. Wenn der Bildschirm ziemlich voll ist, kann man aber nur noch beten. Bringen tut das zwar nicht viel, aber es beruhigt doch ungemein. Zusätzlich zu all diesen Problemen, steht man auch noch unter einem ordentlichen Zeitdruck. Man kann sich also nicht unbegrenzt Zeit beim Knobeln lassen. Noch im ersten Level kann man unbeschwert aufspielen, aber schon im zweiten Abschnitt, wird es schon schwerer. Kommt erst einmal in den dritten Level!

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