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Links 2003 im Gamezone-Test


1 Bilder Links 2003 im Gamezone-Test

"Links" dürfte den ambitionierten Golfspielern am PC schon seit den späten 80ern ein Begriff sein. Schon in der Zeit vor Windows brachte es uns den grünen Sport näher und stellte quasi die Referenz des Genres dar. Mit "Links 2003" tritt nun der aktuellste Spross der Serie aufs Parkett und präsentiert uns viele Neuerungen in dem schon ziemlich ausgereift geglaubten Game.
Sicher muss man Niemandem mehr die Regeln des Golfsports erklären, bei dem es darum geht mit möglichst wenig Schlägen den Ball ins Loch zu befördern. Dazu verwendete man in "Links 2003" erstmals einen Echtzeit-Schwung, was bedeutet, dass der Golfer in Echtzeit mit der Mausbewegung mitschwingt. Dabei wirken sich auch geringfügige Seitenbewegungen direkt auf den Schlag aus. Um dem Spieler so weit wie möglich entgegenzukommen, kann man zwischen x verschiedenen Kameras wählen, die das Geschehen aus jedem erdenklichen Winkel aufnehmen. Einen entsprechend starken PC vorausgesetzt, kann man die Auflösung bis über 1280x1024 hochdrehen, worüber sich das Spielerauge besonders freut.
Ganz im Gegensatz zu den bekannten EA-Sports Titeln wartet "Links 2003" gerade mal mit vier bekannten Golfern auf, sowie fünf namenlosen Spielern, die man sich seinen Bedürfnissen nach anpassen kann. Dies ist nicht gerade viel, dafür kommen diese endlich als richtige 3D-Models daher und sind nicht, wie aus dem Vorgänger bekannt, vorgerenderte Pappfiguren. Auch beherrschen sie allerlei Animationen, die sie uns gerne zeigen wenn sich der Golfer ärgert oder freut.
An Golfplätzen hat man ganze sechs Stück in das Spiel gepackt, also einer mehr als in der 2001er Version, sowie einen Editor zum eigenen erstellen dieser. Allerdings ist der nichts für Einsteiger, denn mit selbigen Tool haben die Designer selbst die Golfplätze zu Links 2003 erstellt, entsprechend machtvoll und für Einsteiger überladen gibt es sich. Hinzu kommt das sehr angenehme Feature, Plätze aus der 2001er Version mit der 2003er Version laden und spielen zu können.
Generell muss man sagen, dass die Plätze erwartungsgemäß sehr gut aussehen, mitunter fast schon Fotorealistisch. Da steckt man gerne die manchmal etwas langen Rendersequenzen weg, währenddessen die Landschaft berechnet wird. Allerdings darf man nicht unterschlagen, dass das gesamte Geschehen etwas steril wirkt, denn das Wasser liegt wie tot am Boden, kein Blatt bewegt sich, kein Vogel fliegt am Himmel und kein Wild ist weit und breit zu sehen.

An Spielmöglichkeiten bietet "Links 2003" neben dem Einzel- und dem schnellen Spiel natürlich die Karriere, in welcher wir einen Golfer unserer Wahl zur Nummer Eins der Weltrangliste machen wollen, sowie einen recht ausführlichen Multiplayer-Mode, der sich entweder per zone.com mit anderen Gamern verbindet, die Spieldaten per eMail austauscht oder im lokalen Netzwerk benutzt werden kann.

Die Soundkulisse hinterließ einen etwas gespaltenen Eindruck, denn zum einen gibt sich die Soundkulisse im Spiel recht angenehm, der Golfer brabbelt, die Zuschauer applaudieren und beim Schlag hört man auch noch den Rasen mit abreißen. Eine recht ruhige Szenerie also, die aber gut zum Spiel passt. Zum anderen aber werden wir in den Menüs mit einem Gedudel gequält wie man es selten in einem Computerspiel findet. Ob eine solch krampfhaft belanglose Musik überhaupt einer Stilrichtung zuzuordnen ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Zu unser aller Glück haben die Entwickler diese grausame Fahrstuhlmusik in den Menüs belassen, in denen man sich nur selten aufhalten muss.

  • Peter Grubmair"-"
  • Im Vergleich zum Vorgänger hat sich einiges getan, was der Simulation nicht geschadet hat. Die Ballphysik ist hervorragend und das Gameplay bietet mehr Tiefe als man auf den ersten Blick vermeinen möchte. Allerdings gibt sich das Game auch recht steril und die Wartezeiten bis die Szenerie gerendert ist oder die Computerspieler endlich ihre Schläge ausgeführt haben sind mitunter etwas lang. Wer aber damit leben kann wird mit einer Simulation belohnt die besonders durch ihr einwandfreies Funktionieren auffällt.
Links 2003 (PC)
  • Singleplayer
  • 7,5 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 6/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 8/10 
Pro & Contra
Fast schon fotorealistische Golfplätze
multifunktioneller Online-Part
Echtzeit-Schwungsystem
sehr leistungsfähiger Editor
Keinerlei Bewegung auf den Plätzen
extrem langweiliger Menüsound
nur vier reale Golfer
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