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Life & Death: Onkel Doktor, hilfe! - Leser-Test von RAMS-es


1 Bilder Life & Death: Onkel Doktor, hilfe! - Leser-Test von RAMS-es
Life & Death

Mit LIFE & DEATH ließ uns Software Toolworks 1989 mal ein wenig OP-Luft schnuppern. Bei dieser außergewöhnlichen Simulation dreht sich alles um Skalpell, Tupfer und EKG. Bei diesem Spiel muß man Nerven bewahren und muß auch Blut sehen können. Denn es gilt ein komplettes Krankenhaus mit Patienten, hübschen Schwestern und Operationssälen am Bildschirm zu verwalten. Mit der Maus und der Tastatur geht man daran mit Spritze und Skalpell für die Gesundung seiner Patienten zu sorgen.

Man hat also denn ganzen Tag damit zu tun, nach den Patienten zu sehen. Um seine Diagnosen erstellen zu können, muß man die Krankenakten der Patienten genau studieren. Sie geben erste Hinweise auf das Krankheitsbild, so hat ein Patient Bauchschmerzen und leidet an Schwindel und Übelkeit. Das reicht dem Mediziner aber bei Weitem noch nicht, um eine Diagnose zu erstellen. Also muß man Hand anlegen und selbst den lädierten Körper abtasten. Trifft man mit dem Mauszeiger eine empfindliche Stelle drückt der Patient via Lautsprecher sein Mißfallen aus. Das ist zwar witzig aber man sollte nicht übertreiben, denn ansonsten ist das Spiel wegen groben Unfugs schnell beendet.

Sollte man nun endlich festgestellt haben, was dem Patienten fehlt, dazu sollte man besser auch das ausführliche Handbuch konsultieren, kann man zur Behandlung übergehen. Man hat die Wahl zwischen Röntgen, Ultraschall, Operieren, einfacher Beobachtung oder medikamentöser Behandlung. Kommt man nicht mehr weiter, kann man beim Chefarzt um Rat nachsuchen. Mit der Zeit eignet man sich so manche medizinische Kenntnisse an und bekommt auch ein Gefühl für die richtigen Methode. Aber bis ein Patient endlich bei vollkommener Gesundheit entlassen werden kann wird man viele Stunden vor dem Monitor verbracht haben. Besonders für die Operationen muß man lange üben. Hier ist der Hobby Chirurg endlich in seinem Element. Das volle Programm vom Händewaschen bis zum Zunähen wird geboten.

LIFE & DEATH hält sich zwar weitgehendst an den medizinischen Alltag, ist aber der Realität noch weit genug entfernt, um Spaß zu machen. Was LIFE & DEATH an Spielspaß verspricht und hält, ist enorm. Traurig hingegen sieht die etwas dröge technische Präsentation aus. Der PC, so schnell er auch ist und egal welche Grafikkarte eingebaut ist, läßt die Patienten mit seiner CGA Grafik etwas blaß und kränklich ausschauen. Die Soundkarte wird ebenso nur spärlich genutzt. Nichts desto trotz kommt sehr schnell das Herr Doktor Feeling auf. Besonders lustig fand ich, daß der Verpackung ein Paar OP Handschuhe sowie ein Mundschutz beigelegt waren. Da fühlt man sich doch gleich wie ein Halbgott in Weiß. Wer ein bißchen in den Ärzte Alltag reinschnuppern möchte, findet auch (mir ist kein anderes Spiel bekannt) heute nichts besseres.

Auf dem Commodore Amiga und Atari ST, sowie natürlich auf dem NEC PC 98 macht LIFE & DEATH eine bella figura. Die Grafik, besonders auf dem PC 98, wurde eine Spur schöner gestaltet und auch bei den Sound Effekten und der Musik wurde nochmals ordentlich zugelegt Insgesamt macht das Spiel auf den Heimrechnern und dem Exoten noch einen Tick mehr Spaß, als auf dem Rechenknecht. Spielerisch hat sich sowieso nichts geändert, ich kann also ohne Bedenken ein Empfehlung zum Probespielen erteilen. Wer Interesse hat sollte unbedingt zuschlagen.

Text by AJM/FTL

Negative Aspekte:
Einige unfaire dead ends.

Positive Aspekte:
Witzige Idee und grafisch ansprechend gestaltet.

Infos zur Spielzeit:
RAMS-es hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    RAMS-es
  • 7.2%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 7/10
    Steuerung: 7/10
    Sound: 6/10
    Atmosphäre: 9/10
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