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Liberation Day: bewährte Rundestrategie - Leser-Test von CONQUEROR


1 Bilder Liberation Day: bewährte Rundestrategie  - Leser-Test von CONQUEROR
Üblicherweise ist keine allzu friedliche Zeit in Aussicht, wenn sich Mensch und Alien begegnen. Das wissen wir aus Filmen wie Alien oder Independence Day, allerdings auch aus einem nicht unbeträchtlichen Prozentsatz von Computerspielen. Die ETs sind uns eben einfach feindlich gesonnen und brauchen ab und zu mal einen kleinen Krieg um zu wissen wer der stärkere ist. In Liberation Day, dem Nachfolger von Fallen Haven, müssen sie (Überraschung) mal wieder einen dieser Kriege führen. Dabei geht es um die Eroberung mehrerer alienverseuchter Kontinente. Alles beginnt mit einem Angriff der fiesen Außerirdischen auf ihr Basislager. Haben sie den abgewehrt, dürfen sie erst mal Häuser bauen und ihre Basis erweitern. Dies geschieht in einer sogenannten City-Phase. Abhängig vom Kontinent können sie im Laufe des Spiels eine Vielzahl von Gebäuden sowie Verteidigungsstellungen errichten. Strassen helfen bei der Ausbreitung ins umgebene Gelände und so haben sie rasch einen Grundstock von Strukturen hochgezogen. Eine Kaserne ermöglicht die Ausbildung von Infantrieeinheiten, ein Forschungszentrum ist wichtig um die bestehenden Truppen zu verbessern, in Fabriken werden Fahrzeuge produziert usw.
Von größter Wichtigkeit sind auch die Stationierungs-Depots. Mit jedem dieser Gebäude erhalten sie in den folgenden Missionen zusätzliche Punkte zum Aufstellen von Truppen. Haben sie dann ihre ganzen Citypunkte verbraucht, geht es ans eingemachte, genauer gesagt, an den Feldzug. Sie können jede ihrer Nachbarprovinzen angreifen, wo jeweils immer unterschiedliche Aufgaben auf sie warten. Mal müssen sie einen bestimmten Gegner am Leben lassen und nur seine Kameraden auslöschen, räumen ein Minenfeld oder erforschen ein unbekanntes Gebäude. Für jede dieser Missionen lässt sich nach dem Bau einer Radaranlage ein kleines Fenster mit Tipps anzeigen, die die Mission erleichtern sollen. Ist diese erst einmal gestartet, müssen sie ihre Truppen in Aufstellungszonen platzieren. Die Auswahl ihrer Truppen hängt hierbei von den gebauten Gebäuden ab, ebenso wie die Anzahl der Stationierungspunkte, für die sie ihre Einheiten kaufen. Das Spiel läuft rundenbasiert ab. Hier entscheidet vor allem der richtige Einsatz der Einheiten über Sieg und Niederlage. Infanterie jeder Art ist äußerst verwundbar, allerdings auch als einzige Einheit in der Lage sich durch Wälder zu bewegen – perfekt für Hinterhalte auf den Gegner. Gepanzerte Einheiten hingegen sind auf dem freien Feld ein Muss. Vom leichten Allzweckpanzerfahrzeug LAV bis zum schweren aber auch entsprechend lahmen Kampfpanzer ist alles vertreten. Dabei ist die Auswahl bei den Missionen ausschlaggebend. LAVs sind sehr schnell und verfügen nur über ein leichtes Geschütz und wenig Panzerung. Damit eignen sie sich perfekt um Ziele einzunehmen und Infanterie zu bekämpfen. Wenn es aber gegen schweres Kaliber geht, empfiehlt sich ein leichter Panzer mit seiner starken Kanone und verbesserter Panzerung schon viel eher. Nach der Errichtung bestimmter Gebäude können sie auch automatisierte Unterstützung anfordern. Vorteil: Die Truppen können überall auf dem Schlachtfeld eingeflogen werden – perfekt für Störaktionen hinter feindlichen Linien und zur einnahme von Missionszielen. Allerdings kosten diese Einheiten auch eine Stange Geld – der Einsatz will also wohlüberlegt sein. Während vieler Missionen werden sie die Möglichkeit bekommen, Tech-Centers einzunehmen, was sie unbedingt tun sollten. Mit jedem dieser Center bekommen sie Punkte für die Forschung gutgeschrieben, mit denen sie ihre Einheiten verbessern können. Wenn sie später gegen stärkere Feindtruppen zu Felde ziehen, ist das auch unbedingt nötig. Liberation Day merkt man sein Alter an. Die Grafik ist alles andere als zeitgemäß und die Sounds lassen arg zu wünschen übrig. Nur der Soundtrack ist ganz OK. Durch sein suchterregendes Spielprinzip und die vielen Möglichkeiten spiele ich es aber immer wieder gern und auf den Spielspaß kommt es ja letztendlich an. Liberation Day wird keine Technik-Freaks zufrieden stellen, aber wer ein gutes Strategiespiel schätzt, kann bedenkenlos (und außerdem zum Budgetpreis) zugreifen.

FAZIT: empfehlenswert mit Einschränkungen

Negative Aspekte:
technisch total veraltet

Positive Aspekte:
umfangreich, suchteregend

Infos zur Spielzeit:
CONQUEROR hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    CONQUEROR
  • 5.5%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 2/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 3/10
    Atmosphäre: 9/10
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