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Lethal Skies im Gamezone-Test


1 Bilder Lethal Skies im Gamezone-Test

Irgendwann im dritten Jahrtausend schreitet die Umweltverschmutzung schneller voran als es die weltweite Völkergemeinschaft voraussah. Der Meeresspiegel steigt unaufhörlich und hat schon große Teile der Landflächen unter Wasser gesetzt. Die Staaten die es sich leisten können beginnen damit riesige schwimmende Städte zu bauen, diejenigen die sich das nicht leisten können, verwenden ihre kompletten Reserven um die letzten Streitkräfte aufzubieten um wenigstens noch einen Flecken Land zu verteidigen. So spaltet sich die Welt in zwei Lager, nämlich die Frontier Nations, die versuchen die alten Werte zu erhalten und der auch wir als Pilot angehören, und die World Order Reorganization Front, die sich gegen alle Verträge stellt und versucht mit Gewalt zu herrschen.

Wir schlüpfen also in die Rolle eines Kampfpiloten der Spezialeinheit "Team SW", welcher diverse Kampfaufträge für die Frontier Nations zu erfüllen hat. Das Gameplay gestaltet sich dabei so wie wir es aus diversen anderen Flugspielen kennen. So hat man vor die Missionen das Briefing gesetzt, in welchem die Situation und der Auftrag erklärt wird, woraufhin wir noch unsere Flügelmänner zusammenstellen können um daraufhin in den Kampf zu ziehen. Ausgestattet mit Maschinengewehr und selbstlenkenden Raketen steigen wir in die Lüfte und können uns erst einmal an der unglaublichen Agilität der Flugzeuge erfreuen. Doch auch der Geschwindigkeitseindruck wurde hervorragend umgesetzt und vermittelt so richtig Spaß, wenn dann noch der Nachbrenner gezündet wird und sich die Flügel in die Deltaform begeben möchte man nur noch jubeln, soviel Spaß vermittelt die Steuerung. Ohne einen Blick ins Handbuch werfen zu müssen ist man in kürzester Zeit in der Lage alle Funktionen des Fighters zu nutzen, vom Nachbrenner bis hin zur Luftbremse und den verschiedenen Waffensystemen, die sich natürlich von Flugzeug zu Flugzeug unterscheiden. Die Missionen selbst geben sich alle Mühe möglichst Abwechslungsreich zu sein, was ihnen in optischer Hinsicht auch gut gelingt, die Missionsziele selbst allerdings sind oft recht ähnlich und bestehen meistens in dem Ausradieren bestimmter Luft- oder Bodenziele. Dafür begegnet man im Kampf nicht nur anonymen Gegnern sondern manche werden namentlich genannt und nehmen auch Funkkontakt mit uns auf. Als besonders spannend stellte sich das Betanken in der Luft heraus, denn dafür muss man schon ein gewisses Fingerspitzengefühl entwickeln.

Womit wir bei der Steuerung angelangt wären, die keinen Grund zur Kritik gibt. Ganz im Gegenteil reagiert das Flugzeug wunderbar schnell auf unsere Befehle und die Belegung der Tasten ist einleuchtend und praktisch und kommt ganz ohne doppelte Belegung aus. Freilich handelt es sich bei "Lethal Skies" um keine Simulation sondern definitiv ein Arcade-Game, allerdings eines mit eher gehobeneren Physik, denn die Geschwindigkeit des Flugzeugs wirkt sich stark auf dessen Manövrierbarkeit aus bis zu deren totalen Verlust wenn wir die Flaps zu lange draußen lassen, was einem beim Landeanflug schon mal passieren kann. Dafür muss man sich um so Kleinigkeiten wie das Fahrwerk nicht kümmern, dies faltet sich automatisch 'rein und 'raus.

Einen ebenso positiven Eindruck wie die Steuerung hinterlies auch die Grafik, die zwar nicht unbedingt wegen ihrer Detailfülle glänzt, als viel mehr wegen ihrer flüssigen Darstellung, die nicht einen Augenblick ins Ruckeln kommt. Unbebaute Gebiete geben sich ziemlich leer und etwas Flach, dafür sind die für die Mission wichtigen Ziele meist mit vielen Bauwerken oder militärischen Einheiten geschmückt. Der Himmel gibt sich je nach Wetterlage mit mehr oder weniger Wolken bestückt, die auch durchflogen werden können und mitverantwortlich sind für den guten Geschwindigkeitseindruck den das Game vermittelt. Dazu gesellen sich die Kondensstreifen der Feindflugzeuge und der abgefeuerten Raketen, denen man die Geschwindigkeit in der sie in die Luft gezeichnet wurden fast anzusehen scheint.

Dazu gesellt sich eine Soundkulisse die wunderbar zum Game passt. Spätestens nach der ersten Mission wird man ins Options-Menü gehen um dort die Triebwerksounds lauter zu stellen und die Musik leiser, denn das Zischen des Triebwerkes wenn es unter Volllast steht macht richtig Laune während man hektisch versucht die verfolgende Rakete abzuschütteln. Währenddessen schrillen diverse Alarmsounds im Cockpit und die Missionsleitung gibt über Funk die aktuellsten Daten durch.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Lethal Skies" ist ein Arcade-Game welches wirklich Spaß zu vermitteln versteht. Die Story kommt trotz ihres kriegerischen Hintergrunds ganz ohne Turbane oder andere amerikanisch geprägten Feindbilder aus, die Steuerung darf man als sehr gelungen bezeichnen und die Grafik muss sich dank ihrer flüssigen Darstellung nicht verstecken. Von den Missionen allerdings darf man nicht allzu viel Abwechslung verlangen, da sie meist aus dem vernichten bestimmter Boden- oder Luftziele bestehen. Wer allerdings ein Faible für Spiele dieses Genre hat, der sollte unbedingt einen Blick auf diesen Titel werfen, es lohnt sich!
Lethal Skies (PS2)
  • Singleplayer
  • 7,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 9/10 
    Gameplay 7/10 
Pro & Contra
Schnelles Gameplay
ruckelfreie Grafik
mitreissende Soundkulisse und sehr gut umgesetzte Steuerung
Zwischen den Missionen verliert sich die Story etwas
auch gleichen sich die Missionen alle etwas
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