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Legacy of Kain - Soul Reaver: Raziel auf DC - Leser-Test von Sigistauffen


1 Bilder Legacy of Kain - Soul Reaver: Raziel auf DC - Leser-Test von Sigistauffen
Raziel, erstbeborenem Sohn von Obervamir Kain, wuchsen noch vor seinem Meister ein schickes Paar praktischer Flügel. Blass vor Neid läßt Kain seinen Sohn in den Strudel der Zeit werfen. Diesen Sturz überlebt der Arme nicht, da Vampire bekanntlich sehr sensibel auf Wasser reagieren. Viele Jahre später spricht plötzlich eine Stimme zu ihm und Raziel erwacht. Als unterkieferloses Schattenwesen ist Raziel nun nicht mehr auf das Blut sondern auf die Seelen jeglichen Lebens angewiesen und schwört, Rache an seinen Mördern zu nehmen. Um dies letztendlich zu schaffen, durchstreift Raziel die Ödnis des über die Jahre völlig zerfallenen Nosgoths und muß dabei zahlreiche knifflige Rätsel und Kämpfe bestehen. Das schöne an Soulreaver ist, daß sich der Rächer sowohl in der Welt der Lebenden als auch der der Toten bewegen kann. Beim Wechsel zwischen diesen Ebenen ist dann ein hübscher Morphing effekt zu bewundern, der die kollossale Architektur des Spiels vollkommen umgestaltet. Bewegen kann der Ex-Vampir hier zwar nichts, jedoch öffnen sich ihm hierbei oft Zugänge, die es in der Welt der lebenden nicht gab. Dadurch ergeben sich dann zahlreiche durchaus innovative Rätsel. Gespielt wird das Spiel aus der bekannten Tomb Raider Perspektive, jedoch ist die Steuerung sehr leichtgängig und direkt, etwa mit der von Mario64 vergleichbar. Sprünge und Hindernisse sind deshalb kein Problem und solltet Ihr doch mal einen weiten Hupfer verpatzen - macht nichts - Raziel übersteht auch die tiefsten Stürze ohne jegliche Blessuren. Das Kämpfen ist zwar recht spaßig, allerdings etwas stupide und durch simple Haudraufmethoden zu meistern, was noch daurch verstärkt wird, daß der Held unsterblich ist: Schlimmstenfalls landet Raziel wieder da, wo sein Abenteuer ursprünglich begann, am Grund des Sees. Macht nichts, der nächste Teleporter bringt euch flugs wieder da hin zurück, wo ihr versagt habt. Um die Kämpfe noch leichter zu gestalten, als sie eh schon sind kann sich Raziel verschiedener magischer Kräfte bedienen, die aber erst erlernt werden wollen. Meistens müssen simple aber langwierige Blockschieberätsel gelöst werden, um eine neue Fähigkeit zu erhalten. Die wirklich wichtigen Fähigkeiten erhält Raziel nach dem Sieg über einen seiner Brüder. Bei diesen Kämpfen hilft einem Draufhaun dann gottseidank nicht mehr, hier müßt ihr euer Hirn anstrengen. Die Bosskämpfe erinnern etwas an die aus MDK2, sind aber bei weitem nicht so schwierig.
Die Grafik wurde für Segas Kiste etwas aufgebockt, aber nicht so, daß man es unbedingt nochmal kaufen müßte. Die Auflösung ist jetzt hoch, die Texturen gefiltert und begradigt, die Effekte sind etwas hübscher und Raziel hat ein paar mehr Polygone spendiert bekommen. Insgesamt siehts trotzdem gut aus und dank seemless streaming müßt Ihr auch auf DC keine lästigen Ladezeiten über euch ergehen lassen. Die Musik ist klasse wie gehabt und die Englische Sprachausgabe einfach toll. Nachwievor nerven endlose Blockschiebepuzzles und das Magiesystem ist immer noch ein wertloses Gimmik, in das Ihr jedoch viel Zeit stecken müßt, um es zu kriegen. Hier rechtfertigt das Ergebnis den Aufwand in keinster Weise. Beim Ende gilt nach wie vor: Der Weg ist das Ziel. Es macht großen Spaß, bis dahin zu kommen und dann fragt man sich enttäuscht:"Wars das?"

Negative Aspekte:
nervige Blockpuzzles

Positive Aspekte:
Tolle Atmosphäre

Infos zur Spielzeit:
Sigistauffen hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 8.0/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 7/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 9/10
    Atmosphäre: 7/10
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