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Last Resort: SAT Goes Beserk - Leser-Test von RAMS-es


1 Bilder Last Resort: SAT Goes Beserk - Leser-Test von RAMS-es
Wer hätte das gedacht: Im Jahr 2920 kann auf der Erde kein Mensch mehr existieren. Mittlerweile tummeln sich etwa 90 Milliarden Bürger auf dem ausweglos verschmutzten Planeten, der kurz vorm endgültigen Umweltkollaps steht. Blauer Himmel und saftig grünes Gras sind nichts als Erinnerung. Die Konsequenz: Neue Lebensräume auf fernen Planeten müssen her. Die Evakuierung läuft planmäßig, bis auf einmal auf einer Kolonie die Computersysteme verrückt spielen. Sie wenden sich gegen die Bevölkerung, die sie eigentlich beschützen sollten. Also startet man die Operation LAST RESORT, deren Kommando uns angetragen wird.

Schnurstracks zwängt man sich in den eleganten Kampfpilotenoverall und nimmt in der Pilotenkanzel Platz. Wer sich wundert, warum das Raumschiff verblüffende Ähnlichkeiten mit dem R-TYPE Abfangjäger aufweist sei darauf hingewiesen, daß einige ehemalige Irem Mitarbeiter anscheinend zu SNK übergelaufen sind, um für die Neo Geo ein Äquivalent zu schaffen. Fünf klassisch horizontal scrollende Level, die allerlei bekannte und innovative Feindobjekte aufweisen, sind alleine oder zu zweit im Team zu überstehen.

Wie üblich, ist man zu Beginn nur auf ein kleines Raumschiff mit großem Extra-Potential angewiesen. Mit der Zeit und den nötigen Extrakapseln wird ordentlich aufgerüstet. Die Standardhilfe schlechthin, das Speed-Up, ist auch hier genauso wie bei R-TYPE als S-Kapsel ausgewiesen. Aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, denn ab und an mischt sich auch ein Speed-Down unter die Extraflut. Daneben sorgen L, G, und H Symbole für weitere Aufmunterung. Während L selbstverständlich für eine mächtige Laserwaffe steht, wird der Abfangjäger mittels H-Kapseln mit Lenkraketen (Homing Missiles) aufgemotzt. Wer ein paar G-Symbole einsackt, wird dafür mit ein paar Bomben, die nach oben und unten abgefeuert werden, beglückt. Treffen diese auf Widerstand, explodieren sie und fressen sich je nach Aufrüstungsgrad am Boden entlang. Die Wirkung der Extrawaffen verstärkt sich nach mehrmaligen Aufsammeln natürlich nicht nur bei den Bomben. Auch Laser und Lenkraketen werden mächtiger, beziehungsweise zahlreicher nach erneuter Kapselaufnahme.

Schon nach der ersten Waffenkapsel gesellt sich bei LAST RESORT übrigens ein Satellit zu unserem Raumschiff, der sich je nach Lenkmanöver anders postiert oder per Knopfdruck an einer bestimmten Stelle verankert werden kann. In dieser Richtung geht dann auch der sogenannte Beam los, den alte Hasen noch aus R-TYPE kennen werden. Allerdings fliegt diesmal der Satellit mit und kehrt erst nach Erledigung der Aufgabe zum Raumschiff zurück. Je nachdem, welche Farbe der Satellit hat, orange oder blau, prallt er von einem Hindernis ab oder schlängelt sich an Wänden oder Hindernissen entlang.

In den fünf Levels trifft man andauernd auf Mittel- und Endgegner. Davor beziehungsweise dazwischen geben sich unzählige Feindformationen die Ehre, die sich vor unterschiedlichen Hintergründen auf uns stürzen. So fliegt man durch gefährliche Höhlensysteme, nimmt es mit einem voll bewaffneten Unterseeboot auf, kämpft mit gigantischen Seeschlangen und tuckert praktisch durch den Vorhof der Hölle. Ganz zum Schluß sieht man sich einem hypermodernen Sternenkreuzer gegenüber, der von allen Seiten zu beschießen ist.

Was nun die Grafik und Soundorgie angeht, kann ich nur sagen: Selten war ein Himmel voller Flammen dramatischer, selten knallten die Explosionen lauter, selten tobten Sturm und Regen beeindruckender. Bloß wenn die riesigen Zwischen- und Endgegner bildschirmfüllend daher kommen, läßt das Tempo etwas nach, aber kleinere Verschnaufpausen sind bei so viel Action fast schon begrüßenswert und geben dem Spieler die Chance, sich genau zu überlegen, wie man diese Giganten knacken will. Am schönsten ballert es sich selbstverständlich im Team, auch wenn es dabei manchmal ziemlich eng am Bildschirm wird. Da Pilot Nummer zwei aber jederzeit einsteigen darf, kann man den happigen Schwierigkeitsgrad, in vier Stufen einstellbar, auf diese Weise ein bißchen austricksen. Mein persönliches Fazit: ballern war noch nie schöner!

Hersteller: SNK
Erscheinungsjahr: 1992
Genre: Shoot'em Up
System: Neo Geo

Text by AJM/FTL of RAMS-es

Negative Aspekte:
Nada

Positive Aspekte:
Grafik, Sound, Design, Alles

Infos zur Spielzeit:
RAMS-es hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    RAMS-es
  • 8.8%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 9/10
    Steuerung: 9/10
    Sound: 8/10
    Atmosphäre: 9/10
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