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Largo Winch: Empire under Threat im Gamezone-Test


1 Bilder Largo Winch: Empire under Threat im Gamezone-Test

Largo Winch, nach der gleichnamigen Comic-Figur, ist zwar kein Geheimagent im Auftrag ihrer Majestät, macht aber so ziemlich das Gleiche. Als Erbe des väterlichen Firmenimperiums, wollte er eigentlich Gutes tun, als er 70.000 Tonnen Milch an ein fiktives Drittland spendet. Doch es kommt wie es kommen muss, irgendetwas geht schief. So soll, gegen die Weisung der Firma, ein Labor gentechnisch veränderten Raps hergestellt haben. In eben dieses Labor wurde nun eingebrochen und geheime Unterlagen wurden gestohlen. Gleichzeitig, auf Largo's Party, überfallen Unbekannte seine Sekretärin und entwenden den Bericht mit brisanten Informationen über den Vorfall. So bleibt Largo nichts anderes über als die Sache selbst in die Hand zu nehmen und nach Mexiko zu reisen.

An dieser Stelle steigt der Spieler in die Story ein. Nach altbekannter Manier steuert man den Protagonisten durch die Level, kann mit anderen Charakteren Kontakt aufnehmen und diverse Gegenstände aufnehmen und sie mit anderen kombinieren. Dabei fallen einem gleich zu Beginn zwei Dinge auf: Zum einen sind die Rätsel alle recht einfach gehalten, gefundene Gegenstände werden meist schon am Fundort wieder verwendet, und zum anderen gibt es sehr viele Zwischensequenzen, die durch ihre Qualität überzeugen können, sehen sie doch wesentlich besser aus als die InGame-Grafik selbst. Dazwischen werden uns verschiedene Mini-Games präsentiert, wie die etwas misslungenen Kämpfe oder das sogenannte Hacken. Die Kämpfe laufen rundenbasiert und zufallsgesteuert ab, was in der Praxis recht frustig ist. Dabei stehen sich die Kontrahenten gegenüber und man wählt den Gegner sowie die Angriffstaktik. Mit etwas Glück sitzen die Schläge auch und nehmen dem Gegner etwas von seiner Lebensenergie, hat man hingegen Pech trifft man nicht und der Schlag geht ins Leere. Besonders in den höheren Level empfiehlt sich hier ein vorheriges Abspeichern, da der Ausgang der Kämpfe nicht vorhersehbar ist.

Das Gameplay bietet somit nichts Neues, ganz im Gegenteil kämpft es mit altbekannten Problemen, wie das Hängenbleiben der Figur an unsichtbaren Ecken oder dem Zufallsprinzip in den Kämpfen und bei manchen Mini-Games, die mehr für Frust statt Frohsinn sorgen.

Ebenso präsentiert sich die Grafik, die sich zwar in den Innenräumen nicht verstecken muss, außen aber oft etwas mager und leer aussieht. Auch die Models der Charaktere sind schon sehr eckig für ein aktuelles Game, was besonders Lustig wird bei den aufreizenden Damen, die verzweifelt versuchen ihr Sexappeal spielen zu lassen, was bei deren "eckigen Auftreten" nicht gerade leicht fällt. Doch genauso eckig wie das Äußere der Figuren gibt sich auch ihr Gang, was besonders beim Treppensteigen für ungewollte Lacher sorgt, z.B. wenn Largo die Bombe sucht und sich dabei bewegt wie auf dem Weg zur Toilette. Hier hätte etwas Feinschliff nicht geschadet.

Dafür gibt es an der Steuerung nichts auszusetzen, sie funktioniert so wie man es erwartet. Zudem besteht die Möglichkeit zwischen der relativen und der absoluten Steuerung zu wechseln, womit jeder den für sich richtigen Mode finden sollte.

Die Soundkulisse scheint etwas mehr Aufmerksamkeit abbekommen zu haben, denn sie gibt sich recht interaktiv. Je bedrohlicher die Situation desto schneller die Musik und umgekehrt. Auch die Synchronstimmen sind ganz gut gelungen, zumindest bei den meisten Charakteren. Leider bewegen sich die Lippen nicht synchron zur Stimme, sondern brabbeln ihren eigenen Text.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Largo Winch" ist ein Action-Adventure der einfacheren Sorte und eignet sich somit hervorragend für ein Spiel nebenher oder für den geneigten Einsteiger ins Adventure-Genre. Leider sorgen die Mini-Games eher für Frust statt zu motivieren, dafür bekommt man umso bessere Zwischensequenzen geboten, die fast schon die hälfte des Spiels darstellen und sehr gut gelungen sind. Wer also über die kleinen Mängel hinwegsehen kann bekommt ein kurzweiliges Action-Adventure mit etwas zu kurzer Spielzeit geboten, denn über zehn Stunden wird kaum ein Spieler dafür benötigen.
Largo Winch: Empire Under Threat (PS2)
  • Singleplayer
  • 5,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 5/10 
    Sound 6/10 
    Steuerung 6/10 
    Gameplay 6/10 
Pro & Contra
Hochwertige Zwischensequenzen
für Einsteiger ins Action-Adventure Genre bestens geeignet
Frustrierende Mini-Games
teilweise magere Aussenwelten und etwas eckige Charaktere mit ebenso eckigem Gang
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