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Lake Masters EX im Gamezone-Test


1 Bilder Lake Masters EX im Gamezone-Test

Angelspiele gibt es inzwischen ja schon in den verschiedensten Ausführungen für die verschiedensten Plattformen. Von richtigen Angelsimulationen bis hin zu im Comic-Stile gehaltenen Arcade-Games. Die "Lake Masters" Serie ist dabei schon länger mit im Geschäft und dürfte nicht nur Dreamcast-Besitzern ein Begriff sein. Mit "Lake Masters EX" hat es die Serie nun auch auf die PS2 geschafft und muss sich der etablierten Konkurrenz stellen.

Gleich zu Beginn sei erwähnt, dass "Lake Masters EX" ein Angelspiel der einfacheren Sorte ist, was nicht abwertend gemeint ist. Der Einstieg fällt relativ leicht und ein Blick auf die Tastenbelegung im Handbuch genügt um den Angler wie gewünscht agieren zu lassen. Je nach Umgebungsbedingung, wie die Wassertemperatur und den zu fangenden Fisch, wählen wir den möglichst best geeigneten Köder aus, von denen uns insgesamt zwölf verschiedene zur Auswahl stehen. Sodann postieren wir unser Boot in der Nähe der Barsche und wirft die Angelschnur aus. Jeder Köder besitzt unter Wasser seine spezifischen Eigenschaften, wie das abgegebene Geräusch oder die Sinkrate beim ziehen an der Schnur. Mit etwas Glück sollte dann auch schon ein Fisch anbeißen den es dann so vorsichtig wie möglich ins Boot zu holen gilt. Zieht man zu stark reißt die Schnur, lässt man dem Fisch hingegen zu viel Spielraum besteht die Gefahr das er entkommt. Haben wir aber alles richtig gemacht erfahren wir das Gewicht und die Länge des Fisches, welches mit den anderen gefischten zusammenaddiert wird, woraus sich die Punktzahl ergibt.

Dreh und Angelpunkt (hihi) des Spieles ist natürlich der Wettbewerb, welcher auf insgesamt vier verschiedenen Seen ausgetragen wird, die alle ihre spezifischen Eigenheiten besitzen. Meist beginnen die Wettbewerbe in den frühen Morgenstunden wenn noch der Nebel über dem Wasser wabbert und die Temperatur noch im Keller sitzt. Im Laufe des Spiels verzieht sich der Dunst langsam während sich die Sonnenstrahlen ihren Weg durch die Bäume bahnen. Doch auch Wetterumschwünge sind integriert worden, die wirklich ein Lob verdienen, so schön wurden sie inszeniert.

Weniger schön ist die gesamte grafische Präsentation, die sich höchstens im Mittelfeld des auf der PS2 möglichen anordnet. Sieht die Oberfläche noch recht belebt und detailliert aus sobald sich der Nebel verzogen hat, so hat man unter Wasser kaum etwas fürs Auge. Die Sichtweite ist sehr gering und der Grund des Sees meist flach und recht farblos. Ab und zu begegnen einen noch Steine und Baumstümpfe, das war es dann aber auch schon.
Die Fische selbst hingegen brauchen sich nicht zu verstecken und sind auch recht real animiert, selbst wenn sie in Panik versuchen durch einen Stein hindurch zu schwimmen. Leider ist die Schnur unter Wasser kaum zu erkennen, so dass man sich ziemlich schwer tut die Angel in die richtige Richtung zu drehen wenn der Fisch auszureißen versucht.

Das Gameplay besteht im Grunde nur aus den 24 gebotenen Wettbewerben auf den bereits vier erwähnten Seen, was auf die Dauer etwas wenig ist. Auch würde man sich manchmal etwas mehr Bewegung im Spiel wünschen, denn die Dialoge mit den anderen Anglern finden ausschließlich in altbekannter Comic-Manier statt, wobei wir einfach ein Bild des Gesprächspartners sehen und uns durch den Text hindurchtippen. Im Spiel selbst dann kämpft man mit den Einschränkungen der Kamera, die nur einen Blickwinkel vom Boot zum Fisch gestattet und nicht frei drehbar ist, lediglich ein leichter Seitenblick ist möglich. So passiert es schon des öfteren, dass man einen Fisch aus den Augen verliert, obwohl er direkt auf einen zuschwamm, da die Kamera ihm nicht folgen kann.

Die Soundkulisse gibt sich erwartungsgemäß leise, was gut zum Sport passt. Während des Angelns hört man praktisch nur die Geräusche des Köders sowie einige wenige Umweltgeräusche, wie das rauschen des Wasserfalls oder das zwitschern der Vögel. In den Menüs hingegen wird der Spieler mit einer gezielt belanglosen Musik gequält die es wohl nie in die Charts schaffen wird. Trotzdem gilt auch hier, zum Spiel passt es.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Lake Masters EX" stellt sicher keine Referenz des Genres dar, muss sich aber auch nicht verstecken. Der Einstieg in den Angelsport fällt mit diesem Game besonders leicht und man kann bereits nach kurzer Zeit die ersten Erfolge feiern. Trotzdem steigt der Schwierigkeitsgrad angenehm steil an um auch die fortgeschritteneren Spieler zu fordern. Wer also eine solide Angelsimulation ohne besondere Ansprüche sucht ist mit "Lake Masters EX" gut bedient. Wer sich allerdings bei "Get Bass" schon gelangweilt hat wird es bei diesem Game erst recht tun.
Lake Masters EX (PS2)
  • Singleplayer
  • 6 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 6/10 
    Sound 5/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 6/10 
Pro & Contra
Schneller Einstieg in das solide Gameplay möglich
Nur vier verschiedene Seen und nur ein einziger Wettbewerbsmode
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