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L.A. Crackdown: Wie Miami Vice - Leser-Test von RAMS-es


1 Bilder L.A. Crackdown: Wie Miami Vice - Leser-Test von RAMS-es
L. A. Crackdown

Die gute alte Software Schmiede Epyx ist zwar durch ihre exzellenten Sportspiele, wie etwas WINTER GAMES oder WORLD GAMES berühmt geworden, aber auch andere Genres wurden immer wieder großzügig bedacht. Das 1988 erschienene L. A. CRACKDOWN ist so ein Spiel. Es handelt sich um ein nettes kleines Action-Adventure, das in der Tradition von POLICE QUEST steht.

Der internationale Drogenhandel stellt nicht nur in den USA ein ernstes Problem dar sondern überall auf der weiten Welt. Die Organisationen der Cosa Nostra verdienen mit dem Verkauf von Heroin, Kokain und Opiumbase Millionen von US Dollar. Leider sind die staatlichen Behörden oft nicht in der Lage diesen Handel einzuschränken, da die Händlerringe glänzend organisiert sind. In L. A. CRACKDOWN übernimmt unser Alter Ego am Bildschirm die Aufgabe als Undercover Agent. Zusammen mit einem Kollegen müssen Beweise für den illegalen Drogenhandel beschafft werden und gegebenenfalls die Rädelsführer und deren Spießgesellen verhaftet werden. Zu diesem Zweck muß man sehr sorgfältig vorgehen und genau ermitteln. Sollten die Dealer nämlich Wind von den Ermittlungen bekommen, war alles umsonst, da in diesem Fall eine unkontrollierbare Verlagerung der Aktionen vorgenommen wird. Dies ist gleichbedeutend mit dem Scheitern der Ermittlungen. Ebenfalls ist es natürlich schade, wenn eine Verhaftung zu früh erfolgt, da sich dann der Rest der Bande in den Untergrund absetzt. Die Ermittlungen in L. A. CRACKDOWN sind also in jedem Fall eine Gratwanderung zwischen dem Beschaffen von Informationen und dem Versuch, selbst nicht erkannt zu werden.

Natürlich werden sich die Verbrecher in L. A. CRACKDOWN nicht selbst ans Messer liefern. Um sie ihrer gerechten Strafe zu zuführen müssen wir allerdings hieb- und stichfeste Beweise vorlegen. Zur Beschaffung eben dieser Beweise stehen dem dynamischen Nachwuchspolizisten in L. A. CRACKDOWN einige Hilfsmittel zur Verfügung. Zum einen kann der nette Kollege mit Namen Rookie dazu eingesetzt werden, in diversen Lagerhäusern und auf den obligatorischen Piers herumzustöbern, um mit Verdächtigen zu sprechen oder die Telefone der Verbrecher mit Wanzen zu versehen. Weitere Ansatzpunkte für die Ermittlungen können sich aus der Verfolgung verdächtiger Fahrzeuge ergeben. Dabei können neue Örtlichkeiten entdeckt werden, die vorher nicht zugänglich waren. Verfolgungen stellen somit ein unerlässliches Mittel dar, um sich wichtige Informationen zu verschaffen. Haben wir einige vielversprechende Tonbandaufnahmen gemacht und einige beweiskräftige Photographien geschossen, müssen die gewonnenen Informationen zu einem schlüssigen Gesamtbild zusammen gesetzt werden. Liegen genügend Beweise vor, steht uns Ruhm und Ehre zu und der Verhaftung der Verbrecher nichts mehr im Wege.

Die Entwickler von Epyx präsentieren mit L. A. CRACKDOWN einen interessanten Einblick in die Tätigkeit der Polizisten, die mit der Bekämpfung des illegalen Rauschgifthandel betraut sind. Die einzelnen Menüs und Bildschirme sind übersichtlich eingeteilt, geben allerdings grafisch nicht allzu viel her. Die Steuerung mit der Maus, der Tastatur oder sogar mit dem Joystick ist einfach aber zweckmäßig. Alle Aktionen können bequem ausgewählt werden. Das Erforschen der einzelnen Gebäude sowie das Zusammensetzen der einzelnen Informationen sorgt für einige Stunden voller Spannung. Erschienen ist L. A. Crackdown 1988 für den Commodore C64, den Apple 2 und die Personal Computer. Die beiden Umsetzungen für Commodore Amiga und Atari ST folgten Anfang 1989. Die Apple 2 und C64 Fassungen sind technisch beinahe bis auf das I-Tüfelchen identisch. In Anbetracht der eingeschränkten Leistungsfähigkeiten dieser beiden Systeme ist den Entwicklern von Epyx Erstaunliches gelungen. Auf beiden Rechner spielt sich L. A. CRACKDOWN einfach hervorragend. Die PC Version dagegen ist eher enttäuschend. Die Fähigkeiten der EGA Grafikkarten werden nur sehr spärlich genutzt. Auch fehlt der Sound fast komplett. Auf den beiden 16 Bitern sieht die Sache schon wesentlich besser aus und hört sich auch besser an. Dennoch würde ich jedem empfehlen sich die C64 Version zu Gemüte zu führen.

Text von Andreas Joachim Mergner

Negative Aspekte:
...aber leider eine richtig grottige Präsentation.

Positive Aspekte:
Spannendes Gameplay...

Infos zur Spielzeit:
RAMS-es hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    RAMS-es
  • 6.0%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 5/10
    Steuerung: 7/10
    Sound: 5/10
    Atmosphäre: 7/10
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