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Kula World: Geb dir die Kugel ! - Leser-Test von karaokefreak


1 Bilder Kula World: Geb dir die Kugel ! - Leser-Test von karaokefreak
Mit jeder neuen Videospiel Generation versuchen die Entwickler sich selbst zu übertreffen! Alte Spielprinzipien werden in Grafik und Sound der neuen Hardware entsprechend aufgeblasen und mit neuen kleinen Feinheiten aufgebessert. Neue oder außergewöhnliche Spielideen sind jedoch rar - zu hoch ist das Risiko eine Bauchlandung hinzulegen... .
Um so erfreulicher, das eine kleine schwedische Softwareschmiede den Mut hatte ein auf den ersten Blick recht unscheinbares Spiel für die PSX herauszubringen, das jedoch aufgrund seiner frischen Spielidee absolut zu überzeugen weiß!

Was ist Kula World?
Es ist ein 3D Knobelspiel, das ein wenig Geschick mit vorraussetzt!
Wenn man es sich genau überlegt, ist die Spielidee garnicht mal so neu, nur seltsamerweise hat sie niemand aufgegriffen.
Es geht darum mit einem Gummiball auf einem in der Luft schwebenden dreidimensionalen "Gelände" nach ein bis drei Schlüsseln zu suchen, die einen Ausgang öffnen, der natürlich zum nächsten level führt. Die Dreidimensionale Levelstruktur beobachtet man hinter dem Ball, ähnlich wie bei einem 3D jump n run!
Um das Ziel zu errreichen kann der Ball nach vorne rollen, sich auf der Stelle zur Seite drehn, einen Hopser machen, sowie nach oben und nach unten sehen.
Die Schwerkraft spielt eine sehr untergeordnete Rolle, denn der Ball kann wie Spiderman an allen Seiten des Geländes rollen. Was er jedoch nicht kann, sind lange Kanten überrollen! Jetzt kommt der schwierigere Teil des Reviews, nämlich zu erklären, in wie fern man nicht über Kanten rollen darf!

Stellt euch einen vertikal aufgestellten, rechteckigen Ziegelstein (ein Quader) vor, dessen Seiten alle die gleichen maße haben, so daß der Boden des Ziegelsteins quadratisch ist. Dreht euch den Ziegel nun in eine horizontale Stellung und lasst in eurer Vorstellung einen Ball über die obere, lange Fläche rollen - so in etwa passiert das auch im Spiel! Eure geistige Kamera befindet sich dabei hinter dem Ball und folgt ihm! Dem Ball ist es nun nicht möglich seitwärts auf die anderen langen Seiten zu wechseln. Um diese zu erreichen, muss er erst zur Quadratischen Bodenfläche vorrollen. Diese Kante darf überrollt werden, so daß der Ball nun (entgegen der Schwerkraft) die quadratische Fläche des Bodens SEITLICH berührt - da die Kamera aber immer von hinten folgt, sieht es so aus, als würde die Fläche den Ball UNTEN berühren. Hier kann der Ball nun die Richtung drehn und auf eine andere Balkenseite rollen. Auf einem Würfel zum beispiel, kann man auf alle Seiten wechseln.

Die level sind jedoch bei weitem nicht so einfach gestaltet wie ein Ziegelstein! Sie wachsen in alle richtungen aller 3 räumlichen Dimensionen! So bekommt das ganze erst richtig die Würze! Räumliches Vorstellungsvermögen ist bei Kula World nämlich das A und O! Selbst wenn man den begehrten Gegenstand auf dem Gelände sehen kann, heißt das noch lange nicht, das man ihn einfach so erreicht! Vor allem in den Späteren Leveln trägt man sozusagen die Kirche ums Dorf, rollt erstmal alle Flächen einer riesigen Skulptur ab und muss möglichst den eigenen Standpunkt auf dem dreidimensionalen Gelände immer im Kopf haben!
Man darf auch nicht davor zurückschrecken einfach mal auf ein anderes Gelände zu springen. DIe Sprungkraft bleibt immer gleich, so daß man immer einschätzen kann, ob man die Entfernung schafft, oder nicht. Die unlogische Schwerkraft zieht einen jedoch sofort in den Abgrund (der durch die Kamerasicht in allen richtungen liegen kann), wenn man sich verschätzt hat, und die gewünschte Stelle nicht erreicht!

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