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Kingdom Come: Deliverance in der E3-Vorschau - Entscheidungsfreiheit im Mittelalter

Ob sich eine authentisch geschaffene Mittelalterwelt und Spielspaß unter einen Hut kriegen lassen und was sich seit der Beta in Sachen PC-Technik getan hat, erfahrt ihr in unserer Vorschau. Wir hatten nämlich das ganz besondere Vergnügen den aktuellen Build von Kingdom Come: Deliverance auf der E3 anzuspielen.

19 Bilder Kingdom Come: Deliverance in der E3-Vorschau - Entscheidungsfreiheit im Mittelalter. (2) Kingdom Come: Deliverance in der E3-Vorschau - Entscheidungsfreiheit im Mittelalter. (2) [Quelle: Warhorse Studios]

Kingdom Come: Deliverance ist aktuell die Hoffnung vieler Rollenspieler und Mittelalter-Fans. Das RPG von Warhorse Studios soll nicht nur auf allen Ebenen authentisch ausfallen, sondern auch noch Spaß machen. In die Messe-Demo starten wir mit einer der ersten Missionen des Spiels. Protagonist Henry, wacht nach einer durchzechten Nacht in der elterlichen Hütte auf. In einem Dialog mit seiner Mutter legen wir die Ausrichtung unseres Charakters fest - feste Klassen gibt es in Kingdom Come keine. Wir beschließen, dass Henry für unsere Session eher diplomatische und soziale Fähigkeiten nutzen soll, anstatt seine Probleme mit reiner Muskelkraft zu lösen. Probleme gibt es in der Welt von Kingdom Come einige - wie wir sie lösen und welche Szenen und Wendungen das Spiel dabei bereit hält, liegt einzig und allein bei uns.

Das zeigt sich auch in der gespielten Mission. Von seinem Vater, einem versierten Waffenschmied bekommt Henry den Auftrag einige Besorgungen zu erledigen. So muss er bei einem Kunden seines Vaters Schulden eintreiben, um mit dem Geld im Anschluss Kohle für die Esse kaufen zu können. Allerdings handelt es sich bei dem Schuldigen um Kunesh, den Stadtbekannten Raufbold. Wir können den Brutalo einerseits direkt konfrontieren, woraufhin wir einen Kampf mit ihm auslösen. Andererseits können wir auch unser rhetorisches Geschick einsetzen und versuchen ihn einzuschüchtern. Wählen wir den Kampf und besiegen Kunesh im Faustkampf, rückt er das Geld raus. Verlieren wir, eröffnen sich uns neue Wege doch noch an die Schulden zu kommen, indem wir beispielsweise unsere Freunde in der Taverne mobilisieren.


19 Bilder Kingdom Come: Deliverance in der E3-Vorschau - Entscheidungsfreiheit im Mittelalter. (14) Kingdom Come: Deliverance in der E3-Vorschau - Entscheidungsfreiheit im Mittelalter. (14) [Quelle: Warhorse Studios]
Welchen Weg wir wählen, sollten wir an den Charakterwerten des Gegenübers festmachen. Je nachdem wie viel wir über eine Person im Spiel wissen, werden uns diese im Dialogmenü angezeigt. Unsere Vorgehensweise beeinflusst aber auch unsere Stats. Erarbeiten wir uns zum Beispiel den Ruf eines brutalen Schlägers, werden wir es leichter haben andere einzuschüchtern. Alle Entscheidungen , die wir im Spiel treffen haben zudem Einfluss auf den Spielverlauf sowie auf die Dialogoptionen, die uns zur Verfügung stehen.

In unserer Anspiel-Session konnten wir uns zudem auch von der Technik der aktuellen Version überzeugen. Zwar ist diese im Vergleich zur Beta deutlich optimiert worden, trotzdem leidet Kingdom Come auch in der aktuellen Version noch an einigen Kinderkrankheiten. So kommt es noch immer vor, dass Texturen erst später nachladen und die Modelle oft durch die Kleidung der jeweiligen Charaktere durchblitzen. Auch die Präsentation der Dialoge hat uns nicht wirklich überzeugt. Diese sind zwar toll vertont, an der Lippensynchronität hapert es aber noch gewaltig.

Trotzdem ist Kingdom Come: Deiverance eines der optisch schönsten Spiele, die je auf einem PC zu sehen waren. Auch die vielen historischen Details, das Kampfsystem und nicht zuletzt die historische Genauigkeit wirkten in der gespielten Fassung astrein umgesetzt. Erscheinen soll das Spiel am 13. Februar 2018 für PC, Xbox One und Playstation 4. Alles weitere rund um die E3 2017 lest ihr auf unserer verlinkten Übersichtsseite.

  • Oliver Nitzsche"„Kingdom Come wird definitv ein Spiel für Liebhaber.“"
  • Ich habe wirklich tierisch Bock auf das Spiel, weil ich mich immens für das europäische Mittelalter interessiere. Der Ansatz ist mal etwas anderes und wird von den Entwicklern auch konsequent umgesetzt. Einzig die kaum vorhandene Lippensynchronität verhagelt mir die Freude am Spiel. In einem Spiel, dass so viel Wert auf Realismus legt, wirkt das sehr deplatziert. Dennoch macht das Spiel gute Fortschritte.


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