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King of the Road im Gamezone-Test


1 Bilder King of the Road im Gamezone-Test
Wer dem Covershot nach denkt, dass es sich bei "King of the Road" um eine LKW-Fahrsimulation handelt, liegt gar nicht so falsch, allerdings ist dieses Game wesentlich mehr als ein Fahrsimulator. Es ist auch eine Wirtschaftsimulation und ein Umweltsimulator. So bewegt man sich als Spieler nicht durch lineare Level sondern hat eine ganze "Welt" vor sich die ihr eigenes Leben führt.
Wir schlüpfen nun in die Rolle eines frisch gebackenen Trucker-Fahrers dessen ganzer Besitz der erste LKW ist. Mit diesen besuchen wir diverse Lagerhallen und Handelsplätze um Aufträge zu ergattern. Doch der Markt ist hart, es genügt nicht einfach nur Ware von A nach B zu bringen, dies hat, wenn möglich, noch vor der Konkurrenz zu geschehen. Leider gibt es aber die Gesetzeshüter welche es überhaupt nicht gerne sehen wenn wir mit 100 km/h durch die Vorstadt fetzen, zum Glück aber haben wir uns bereits ein verstärktes Fahrwerk und schusssichere Scheiben besorgt, damit können wir gegen so einen einzelnen Polizeiwagen locker bestehen, wäre da nur nicht dieser Hubschrauber und sein Funkgerät. Vielleicht hätten wir doch bei Rot stehen bleiben sollen. So oder so, es wird wieder teuer werden.
In diesem Moment kommt eine Nachricht über den Pager die uns sehr interessiert: Die Trucker veranstalten ein Rennen und als Belohnung gibt es eine der begehrten Lizenzen zu gewinnen, welche wir unbedingt benötigen um selber Fahrer anstellen zu können, welche dann für uns die Ware durch das Land schippern. Die einzige andere Möglichkeit an solche Lizenzen zu kommen ist nämlich nicht ganz so einfach, man muss als Erster vor allen anderen Konkurrenten die Ware abliefern. Wer sich an die Geschwindigkeitsbeschränkungen hält schafft das natürlich nicht.
Nach unserer Katastrophe mit dem ersten Versuch eines Treibstofftransportes, der Truck dürfte jetzt noch brennen, entschließen wir uns wieder auf ungefährlichere Ware umzusteigen. Von einem Truckerkollegen haben wir den Hinweis bekommen, dass ein Diamantentransport anstehen würde, mit entsprechend guter Bezahlung. Hier haben wir dann unseren ersten Kontakt mit der Mafia, welche irgendwie Wind von dem Transport bekommen haben und nun versuchen uns die Ware abzunehmen. Da hilft es nur noch die Tonnen in Bewegung zu halten und per Funk um Hilfe zu rufen, denn gegen Bezahlung ist mancher Abenteurer bereit uns beizustehen.

Ihr seht, "King of the Road" ist mehr als nur eine Fahr, Wirtschafts- oder Umweltsimulation, es ist eine geglückte Mischung aus all diesen Genres. Die Fahrphysik der LKWs und PKWs, denn auch die gibt es in diesem Spiel, kommt zwar nicht an eine "richtige Simulation" heran, ist aber besser als in so manchem reinrassigen Rennspiel. Leider ist die Spielgrafik nicht mehr ganz zeitgemäß, die Landschaften wirken teilweise etwas leer und Detailarm, trotzdem sollte man einen leistungsstarken Rechner besitzen um keine Slowdowns im Spiel zu haben. Die Soundkulisse hingegen wird einer Simulation gerecht, die vom Autoradio über das Motorengeräusch bis hin zu den Sturmböen alles enthält um richtiges "Live-Feeling" aufkommen zu lassen. Zur Krönung des Ganzen kann man per Netzwerk mit bis zu sieben weiteren Spielern um die Marktherrschaft kämpfen, wofür man allerdings einen dedizierten Server benötigt sowie jeder Spieler eine OriginalCD besitzen muss.

"King of the Road" ist jeden Cent seines Kaufpreises wert. Man erhält eine vollwertige Wirtschafts- und Fahrsimulation die in Kombination miteinander eine herrliche Spielwelt schafft. Wer schon immer mal im Führerhaus eines LKWs sitzen wollte kommt um diesen Titel nicht herum, mit der kleinen Einschränkung, dass die Grafik nicht mehr ganz Up to Date ist und man schon einen Rechner jenseits der Gigahertz Grenze benötigt um nicht in der niedrigsten Auflösung spielen zu müssen.

King of the Road (PC)
  • Singleplayer
  • 7 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 6/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 8/10 
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