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Kengo: Master of Bushido im Gamezone-Test


1 Bilder Kengo: Master of Bushido im Gamezone-Test
Gameplay:
Kengo ist anders als andere Waffenprügler. Dieses Spiel gibt sich nämlich als Simulation aus und zwar als eine Samurai-Sim im besten Sinne. Und so muss der ehrenwerte Spieler, bevor er so richtig loskloppen kann, erst mal Schüler einer berühmten Schwertschule werden, dort die Drecksarbeit erledigen, und nach und nach alle Schüler besiegen. Durch Meditation und Wasserfallduschen kann er seine Persönlichkeitswerte verbessern, und wenn das getan ist, steht einer Karriere nichts mehr im Weg: dann kann er gegenerische Dojos herausfordern und allen zeigen, wer hier der Größte ist, und zwar diszipliniert und voller Selbstkontrolle.
Teezeremonie, Kalligraphie und Blumenstecken bleibt dem ehrwürdigen Spieler zwar erspart, obwohl sie ja zur ganz klassischen Ausbildung eines jeden Kriegers gehören. Stattdessen bietet Kengo Einblicke in die klassisch-samuraiische Körperhygiene. Schon die alten Kämpfer wußten einen kräftigen Wasserfall, und zwar einen verdammt kalten, richtig zu schätzen: der stärkt nämlich die Abwehrkräfte und macht mutig. Auch wenn es Gerüchte um Musashi Miyamoto (17. Jahrhundert) - einen der größten Samurai überhaupt - gibt, dass er sich immer mit einem Schwarm Fliegen umgeben habe. Wollte er angeben, dann fing er sie einzeln mit seinen Ess-Stäbchen und zerquetschte sie. Aber das gehört eigentlich gar nicht hier her, und außerdem geht das bei Kengo auch gar nicht.
Ebenfalls sehr wichtig für die Ausbildung eines Schwertkämpfers ist die Meditation, und zwar Zen. Und so müßt ihr mit einem der drei zur Auswahl stehenden Krieger regelmäßig meditieren, aber nicht mit dem Ziel der Erleuchtung, sondern einfach nur mit dem Ziel, dabei nicht einzupennen. Auf dem Bildschirm und vor dem Bildschirm. Aber Meditation stärkt die Auffassungsgabe eures Kämpfers, und ist somit unumgänglich. Und weil gute Samurais eine übersichtliches Wäldchen und ein ordentliches Feuerchen im Ofen zu schätzen wußten, darf euer kleiner Krieger auch mal in den Bambuswald und Bäume hacken. Das steigert den Beweglichkeitswert und macht warm nach dem Wasserfall. Die alten Meister wußten auch, wie hart das Leben sein kann: kaum verläßt man ein Zimmerchen des strohgedeckten Holzhauses, schon mußten alle Kerzen gelöscht werden. Und zwar dem Schwert. Gelingt eurem Recken dieses Kunststück, dann steigen sämtliche Werte, und er kann sich schon mal ordentlich auf die Schulter klopfen.
Die nächste Trainingseinheit ist das Helmspalten - das ist ganz offensichtlich eine große Kriegskunst. Der große Krieger geht hier vorsichtig zu Werke: ist sein Schwert nämlich nicht scharf genug, geht es kaputt und er muss seine Waffe zurück zum Schmied schicken.
Ist der tapfere Recke dann schließlich durch alle Prüfungen durch, dann darf er endlich kämpfen. Und zwar fair und diszipliniert, wie es sich eben so schickt, hai. Im oberen Bildschirmrand gibt es zwei Leisten: einmal Lebenskraft und das zweite Mal Ki. Ki ist die Lebensenergie und kann während des Kampfes gesammelt werden: durch gelungene Angriffe zum Beispiel. Im Grunde genommen ist die Ki-Leiste nichts anderes als die ordinäre allgemeine "Special" Leiste - je mehr Ki euer Krieger hat, desto mehr Wumm hat er im Schwert, und desto bessere Specials kann er auf Knopfdruck abfahren. Und mit einem saftigen Ki Ai Kriegschrei kann er seinem Gegner dann auch ordentlich erschrecken.
Anfangs ist nur der Singleplayermodus verfügbar, in dem ihr die anderen Schwertschulen angreift. Dort müßt ihr alle Schüler und den Meister selbst besiegen, um die besondere Waffe der Schule zu erlangen und die speziellen Kampftechniken der jeweiligen Schulen zu lernen. Die Kämpfe erfolgen nach den strikten und höflichen Regeln des Bushido - es ist nicht wirklich nötig, den Gegner umzubringen. Hat der Andere nämlich erkannt, dass ihr ihm überlegen seid, dann gibt er freiwillig auf.
Die Steuerung ist verblüffend einfach und intuitiv. Auch Langzeitmotivation ist garantiert - habt ihr nämlich alle besiegt, wird ein Zwei-Spielermodus freigeschaltet, in dem ihr dann gegen eure Freunde kämpfen könnt.

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