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Jurassic Park: Vergessene Welt - Saurier gegen Mensch - Leser-Test von pineline


1 Bilder Jurassic Park: Vergessene Welt - Saurier gegen Mensch - Leser-Test von pineline
Wenn ich Euch nun vom Videospiel "Vergessene Welt" erzähle, geht vielen von Euch möglicherweise noch gar kein Licht auf, hört Ihr den Namen "Jurassic Park" sieht das höchstwahrscheinlich etwas anders aus. Um natürlich auch kräftig am Welterfolg des berühmten Kinofilms "Jurassic Park - The Lost World" mitverdienen zu können, veröffentlichte Electronic Arts gegen Ende des Jahres 1997 dieses Actionspiel, bei uns Zuhause gab es diese Playstationversion aber erst gut ein Jahr später, zumal es dann nur noch die Hälfte gekostet hatte, ich glaube so ungefähr 40 DM. Oft ist es ja so, dass die Entwickler dermaßen viel für die Kino-Lizenz zahlen muss, dass nicht mehr viel Geld für die eigentliche Hauptsache, nämlich das Programmiererteam des Videospiels übrig bleibt. Oft wirken die Umsetzungen berühmter Kinofilme dann doch sehr unfertig, fast schon regelmäßig gehören solche Spiele zu den unterdurchschnittlichen ihrer Art. Bei "Vergessene Welt" ist dies zwar nicht ganz so, aber trotzdem wurde ich insgesamt doch eher enttäuscht. Worin genau die Stärken und Schwächen dieses Actionabenteuers liegen, erfahrt Ihr jetzt.

Eine Besonderheit möchte ich gleich zu Beginn erwähnen, denn im Laufe dieses Abenteuers ist es Euch nicht nur möglich, dem grausamen Treiben der Dinosaurier Einhalt zu gebieten, sondern Ihr könnt erstaunlicherweise auch die Seiten wechseln und Jagd auf leckeres Menschenfleisch machen. Das ist doch eher ungewöhnlich und gefiel mir jedenfalls sehr. Ihr seht das Ganze in manchen Leveln dann im wahrsten Sinne des Wortes aus einer völlig anderen Sicht, wenn Ihr beispielsweise als Tyrannosaurus Rex die Euch angreifenden Menschen zerfleischt. Wir befinden uns auf einer Insel, auf welcher wir uns im Großen und Ganzen auch völlig frei bewegen können, allerdings ist Euch im Grunde dann doch ein roter Faden, was die Handlung angeht, streng vorgegeben. Zwar gibt es hier und da die Möglichkeit, einen kleinen Ausflug im weiten Gelände zu machen, doch immer wieder müsst Ihr an entscheidende Punkte zurückkehren, damit die Handlung weitergesponnen werden kann. Aber dies war ja damals absoluter Standard und ist häufig auch heute noch so, daher möchte ich dies auch gar nicht negativ bewerten.

Angenehm ist jedenfalls, dass wir uns in einer 3D-Ansicht umherbewegen, die Zeiten der lediglich in 2D horizontal-scrollenden Actionspiele waren wohl endgültig vorbei. Dadurch fühlt Ihr Euch natürlich viel mehr in das Spielgeschehen eingebunden, seid eben mittendrin in der Action. Oft geht dieser "Luxus" dann leider auf Kosten der Perspektive, soll heißen, dass Euch oft die Sicht versperrt ist, Ihr nur selten den Überblick habt. Doch dieses Problem wurde hier erstaunlich gut gelöst, die gelungenen Kameraschwenks sorgen dafür, dass Ihr nur relativ selten richtig arge Übersichtsprobleme habt, außerdem ermöglichen diese Euch oft auch einen anderen Blickwinkel, so dass Ihr Sachen entdecken könnt, die Ihr vorher gar nicht gesehen hattet. In diesem Punkt war ich positiv überrascht und das machte dann Lust auf mehr.

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