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Jonny Moseley: Mad Trix im Gamezone-Test


1 Bilder Jonny Moseley: Mad Trix im Gamezone-Test

"Jonny Moseley Mad Trix" nennt sich das jüngste Sportspiel aus dem Hause 3DO. Versprochen wird uns dabei ein Freeskiing Erlebnis welches wesentlich mehr Möglichkeiten beinhalten soll als z.B. die Snowboard-Games. Begründet wird dies mit den zwei Skiern, die eine wesentlich höhere Anzahl an Tricks zulassen sollen als ein einziges Board. Zudem ist das Fahren auf zwei Skiern inzwischen auch wieder viel cooler als ein Snowboard, sagt das Handbuch.

Das gesteigerte Geltungsbedürfnis der Entwickler bemerkt man bereits im Intro-Video, welches uns präsentiert wie die unabhängigen Kids von heute zu leben haben. Geldprobleme kennen sie nicht und ohne Markenklamotten ist man nichts auf der Piste. Egal ob der Hubschrauber oder die ihre nackte Oberweite präsentierenden Mädchen, alles ist mit Geld zu beschaffen. Trotzdem sehen die Jungs und Mädels irgendwie mega gelangweilt aus, wahrscheinlich weil sie sich bereits an "Mad Trix" versuchten und sich von der unglaublichen Tiefe der versteckten Bugs noch nicht erholt haben.

Haben wir das Intro erst überstanden empfangen uns die gleichen seltsamen Teenager im Hauptmenü, immer bemüht sich möglichst cool zu bewegen, denn der Spieler soll nie vergessen in welch erlauchtem Kreis er sich bei den Skifahrern befindet.
Zu beginn stehen uns nur drei Fahrer zur Auswahl mit jeweils einem Outfit und einer Ausrüstung. Weitere soll es nach entsprechender Leistung als Belohnung geben. Doch dazu weiter unten mehr. Haben wir gewählt beginnt auch schon die rasende Abfahrt, welche jedem Rentner gut zu Gesicht stehen würde. Keine Trick-Chance geht so unbenutzt am Spieler vorbei, hat dieser doch halbe Ewigkeiten Zeit bis sich wieder die nächste Schanze oder der nächste Rail blicken lässt. In einem Wort: Wohl selten so ein langsames und langweiliges Sportspiel gesehen wie dieses. So ist zwar eine ansehnliche Anzahl an Tricks vorhanden, diese sind aber nicht besonders vorteilhaft auf den Controller gelegt worden. Ein intuitives Bedienen ist so nicht möglich, jeder Trick muss aus dem Handbuch abgelesen werden. Hat man dies allerdings im Griff, stellt sich sehr schnell die schlechte Umsetzung der Tricks in die Praxis heraus. Für einen Railgrind z.B. genügt es sich in der Nähe einer Stange oder Kante zu befinden, woraufhin der Fahrer einfach seitlich in die richtige Position geschoben wird. So vergeht einem jeglicher Spielspaß. Sollte man allerdings bis zum Ende der ersten Piste der Meisterschaft durchgehalten und sich auch noch eine Medaille verdient haben, folgt die nächste herbe Enttäuschung. Trotz der Angaben im Handbuch und trotz der eingesammelten Gegenstände auf der Piste wird weder eine neue Piste noch irgendetwas frei geschaltet. Der Unbedarfte der nun versucht seine Leistung zu verbessern um endlich in den Genuss neuer Fahrer und Pisten zu kommen, steht absolut auf verlorenem Posten. Laut Aussage von 3DO nämlich handelt es sich hierbei um einen Bug der sich in den letzten Minuten der Herstellung eingeschlichen hat und es dem Programm unmöglich macht überhaupt irgendetwas frei zu schalten. Stattdessen soll man den auf der Homepage veröffentlichten Cheats benutzen um an zusätzlichen Dinge zu kommen. Das damit der komplette Spielsinn den Bach hinuntergeht scheint die Entwickler nicht zu stören, schließlich gibt es noch viel mehr und viel besser versteckte Bugs im Game, wie der Effekt das Rennen trotz Goldmedaille nicht gewonnen zu haben, wenn man nicht alle Rails auf der Piste benutzt hat.
Eine Liste aller bekannten Bugs sowie den Cheat zum frei schalten der Fahrer und Ausrüstungen gibt es unter:
www.3do.com

Die Grafik präsentiert sich wie das Spiel selbst auch: Unvollständig, langweilig und langsam. Was da auf dem Bildschirm landet wird einer PS2 nicht im Ansatz gerecht. Positiv zu erwähnen bleibt die gute Qualität der gezeigten Videos, da hat man schon schlimmeres auf der PS2 gesehen.

Ebenso langweilig die gebotene Beschallung, wenn man mal von dem durchaus brauchbaren HipHop-Soundtrack absieht. Dieser besteht nämlich durch die Bank aus bekannten Titeln bekannter Künstler. Die gebotenen Geräusche allerdings könnten fast der 8-Bit Ära entsprungen sein. Selbst der Sprecher aus dem Off gibt sich besondere Mühe gelangweilt zu klingen. Dies passt aber hervorragend zu der Zeitlupengeschwindigkeit in der man die Rentner den Idiotenhang hinabgleiten lässt.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Jonny Moseley Mad Trix" ist ein Sportspiel das die Welt nicht braucht. Die einprogrammierten Bugs entleeren dieses Games jeglichen Inhalts und Sinn. Fast hat man das Gefühl hier das Produkt gesteigerter Selbstdarstellung in Händen zu halten, so aufdringlich gelangweilt treten die Protagonisten auf. Wären die üblen Bugs nicht, könnte es durchaus eine gewisse Spielerschicht geben die diesem Game zugetan ist. So allerdings ist es schlicht und einfach unmotivierend und unbrauchbar.
Jonny Moseley: Mad Trix (PS2)
  • Singleplayer
  • 2,5 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 3/10 
    Sound 3/10 
    Steuerung 3/10 
    Gameplay 1/10 
Pro & Contra
Die CD ist rund
Unverzeihliche Bugs die das Spiel ohne Cheat fast unspielbar machen Umständliche Steuerung und extrem langsames Gameplay
untermalt von kaum vorhandenen Geräuschen
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