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Jimmy White's 2 Cueball: Fast wie in der Kneipe - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Jimmy White's 2 Cueball: Fast wie in der Kneipe - Leser-Test von HALLofGAME
Es gibt so gut wie nichts, was es für die Playstation nicht gibt. Von der akkuraten Billard Simulation, bis hin zum grafischen Überflieger hat Sony's 32-Bitter für fast jeden Geschmack etwas zu bieten. Wer allerdings eine grafisch hervorragende, akkurate Billiard Simulation suchte, hatte es lange Zeit schwer. Ideale Startbedingungen also für das neueste Billard Spiel rund um die britische Snookerlegende Jimmy White.

Wer ältere Billard Spiele, wie Virtual Pool, oder auch Pool Hustler kennt, ist schon beim ersten Blick ins Handbuch dieser neuen Simulation angenehm überrascht. War bei Virtual Pool der ganze Spaß schon mit vier Pool-Varianten und einem Trickshot-Modus vorbei, darf bei Jimmy White natürlich auch Snooker gespielt werden. Und damit nicht genug! Anders als bei Pool Hustler finden die Matches zwar nicht in irgendwelchen dunklen Kneipen statt, sondern im gepflegten Ambiente von Jimmy's Haus. Dafür findet sich dort, von der Dartscheibe bis zum Einarmigen Banditen, genau das, was man eigentlich eher in den Kneipen erwarten hätte. Insgesamt stehen nämlich vier Zusatzspiele zur Verfügung, neben den beiden Genannten noch Dame, sowie eine waschechte Automatenumsetzung des Arcade Klassikers Dropzone. Auch wenn die Billard Puristen jetzt die Nase rümpfen, fest steht: Soviel Abwechslung hatte noch keine vergleichbare Simulation zu bieten!

So vielversprechend diese ersten Eindrücke auch sein mögen, die Entäuschung läßt nicht lange auf sich warten. Trotz PC- und Dreamcast-Verwandschaft präsentieren die Coder der Playstation-Version auch hier einmal mehr nur zweckmäßige Allerweltsgrafik. O.K., das Game sieht grafisch klar besser aus, als Vitual Pool, aber damit haben die Jungs um Archer MacLean gerade die absolute Mindestanforderung geschafft. Schließlich darf man Virtual Pool (1996) inzwischen getrost einen Konsolen-Oldie nennen. Das aktuellere Pool Hustler ist dagegen grafisch fast gleichwertig. In Sachen Technik und Ballphysik hingegen hat Jimmy White klar die Nase vorn. Keiner der Konkurrenten setzt das komplexe Spiel technisch derart in Szene. Zwar gibt es auch hier nichts, was es nicht auch andere Billiard-Sims zu bieten haben, doch hier funktioniert es wenigstens. Lässt man sich als Anfänger z.B. die Lauflinie des Balles anzeigen, dann läuft der Ball auch so. So selbstverständlich das auch sein mag, bei Pool Hustler schienen die Lauflinien meißt eher unverbindliche Empfehlungen gewesen zu sein. Perfektion hat allerdings auch Ihren Preis und in Jimmy White's Fall heißt dieser Preis Steuerung! Die ist nämlich um einiges komplexer und komplizierter als die der Mitbewerber. Gesteuert wird über ein linksseitig eingeblendetes, umfangreiches Icon-Menü, in dem man sich erstmal zurecht finden muß. Immer wieder muß hier hin und her geschaltetet werden, bevor man die gewünschten Aktionen durchführen kann. Bevor man diese Art der Steuerung wirklich intuitiv beherrscht, dürfte einige Zeit vergehen. Dafür kann man aber sogar sehen, wieviel Kreide (in %) noch auf der Queue-Spitze klebt, eben Perfektionismus pur! Da passen auch die umfangreichen Statistiken am Ende eines Matches gut ins Bild. Musikalisch treffen sich die drei Spiele dann übrigens wieder auf ähnlichem Niveau. Auch in Jimmy White's Haus ist man froh, insbesondere bei längeren Billiard-Sessions, daß man die Himtergrundmusik problemlos abstellen, und lediglich die tatsächlichen, guten gelungenen Billard Geräusche geniessen kann.

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