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James Clavell's Shogun: Schiffe versenken in Japan - Leser-Test von RAMS-es


1 Bilder James Clavell's Shogun: Schiffe versenken in Japan - Leser-Test von RAMS-es
James Clavell's Shogun

Wer kennt eigentlich James Clavell nicht? Es können nur Menschen sein, die noch nie ein Buch gelesen haben. Der gute Mann hat nämlich einige richtig dicke und gute Bücher geschrieben, darunter TAI-PAN, NOBLE HOUSE und eben SHOGUN. Diejenigen, die das Buch nicht gelesen haben, können sich vielleicht an den Spielfilm und die TV Serie erinnern die in den achtziger Jahre eine große Fangemeinde begeistern konnten. Ein holländisches Handelschiff mit dem Namen Erasmus strandet an der Küste Japans. Der Kapitän und seine Crew geraten in die japanische Welt der Intrigen und in die Kriege der Regionalfürsten. Genau diesen Stoff hat sich Dave Lebling von Infocom als Vorlage für ein knallhartes Text Adventure ausgesucht. Dave Lebling ist kein Unbekannter in diesem Genre. Er zeichnete sich mit solche großen Namen wie LURKING HORROR, SUSPECT oder ZORK aus.

In SHOGUN, oder besser gesagt JAMES CLAVELL'S SHOGUN, so der offizielle Titel des Spiels, übernehmen wir den Part von John Blackthorne. Dieser ist Maat an Bord des holländischen Handelsschiffs und Freibeuters Erasmus. Das Abenteuer beginnt damit, daß das Schiff von einem heftigen Taifun erfaßt wird und hilflos über das Meer geworfen wird. Die Crew ist bereits mehr tot als lebendig und die Lebensmittel sind schon sehr knapp. Das Trinkwasser ist auch schon faul und zu allem Überfluß liegt der Kapitän mit Fieber krank in seine Kajüte. Man muß es also erst einmal schaffen die japanische Küste zu erreichen. Dann geht das Abenteuer aber erst richtig los. Denn wir müssen uns durch die Wirren der gnadenlosen Politik der japanischen Fürsten durchlavieren. Man bekommt es mit erstarrter Tradition und der ewigen Gier nach Macht zu tun.

JAMES CLAVELL'S SHOGUN unterteilt sich in ganze neunzehn Episoden, die es gilt nacheinander zu meistern. Dazu hat man nur sein Hirn und die Tastatur zur Verfügung. Denn JAMES CLAVELL'S SHOGUN ist ein reinrassiges Text Adventure. Wie wir es bei Spielen von Infocom gewohnt sind, ist der Parser hervorragend und versteht ohne Problme ungefähr 1200 englische Wörter. Ohne gute Englischkenntnisse kommt man bei JAMES CLAVELL'S SHOGUN nicht weit. An dieser Stelle möchte ich einmal die Gelegenheit nutzen und mich für den pädagogischen Wert der Text Adventures einsetzen. Kein anderes Genre bietet so gute Möglichkeiten sein englisches Vokabular aufzubessern. Ich selber habe zum Beispiel ab der sechsten Klasse nie wieder auch nur das Geringste für das Fach Englisch getan. Meine Erkenntnisse habe ich gänzlich dem Spielen von englischsprachigen Programme zu verdanken. Damit bin ganz gut gefahren und habe auch bei meinem Abitur in einem englischen Internat keine Schwierigkeiten gehabt mich schriftlich und mündlich auszudrücken. Wenn Computerspiele sinnvoll zur Bildung beitragen, dann vor allem dadurch, daß man sich einen riesigen Wortschatz spielerisch aneignen kann. Aber zurück zum Spiel. Im Gegensatz zu älteren Infocom Adventures bietet JAMES CLAVELL'S SHOGUN aber auch grafisch etwas Abwechslung und blendet an verschiedenen Stelle schöne Grafiken ein, die das Spiel deutlich auflockern. Da JAMES CLAVELL'S SHOGUN deutlich ernsthafter ist als andere Programme von Infocom, wie zum Beispiel ZORK oder PLANETFALL, haben sich die Entwickler erbarmt und kleine Hilfen in den Parser integriert. So kann man sich bei Bedarf Tips zum Spiel geben lassen.

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