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Jade Cocoon: Die Tamamayu Legende - Gelungenes RPG von Crave - Leser-Test von Rpgmaniac-No1


1 Bilder Jade Cocoon: Die Tamamayu Legende - Gelungenes RPG von Crave - Leser-Test von Rpgmaniac-No1
Jade Cocoon ist ein interessantes Rollenspiel welches jedoch stark von Pokemon inspiriert wurde. Dafür sind der Soundtrack sowie die Story um einiges abwechslungsreicher. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines sechzehn jährigen Jungen Namens Levant der zusammen mit seiner Mutter in einen kleinen Dorf Namens Syrus wohnt. Sein Vater Riketz war ein berühmter Cocoon Meister der eine große Gabe hatte, die Monster aus den Wäldern durch wunderschöne Melodien zu besänftigen und sie dadurch einzufangen. Leider ist sein Vater vor genau zehn Jahren verschollen und kehrte seit dem Tag nicht mehr ins Dorf zurück. Nun ist für Levant die Zeit gekommen seinen Vater nachzufolgen und das Ziel zu erreichen, welchen sein Vater nicht verwirklichen konnte. Nach einer guten alten Tradition, werden Levant und seine Freundin Mahbu verheiratet damit einem Cocoon Meister ein weibliches Wesen zur Seite steht. Unglücklicher Weise wird das Dorf von einen bösartigen Boten Namens Onibubu angegriffen. Die meisten der Dorfbewohner werden in einen Tiefschlaf versetzt und das ganze Dorf wird fast zerstört. Um die Dorfbewohner wieder zu erwecken, macht sich Levant dank eines magischen Portals auf den Weg in verschiedene Wälder um einen Gegenmittel gegen den bösen Fluch zu finden...


Jade Cocoon: Story of the Tamamayu brachte damals in Amerika und Europa eine kleine Besonderheit. Das Spiel wurde von Crave und im Verbund mit den Japanern von Genki entwickelt welches stark an Pokemon erinnert. Damals hat Genki schon die Dreamcast Version von Virtual Striker 2000 programmiert. Die Ghibli Studios hatten bei Jade Cocoon zum ersten Mal die Möglichkeit ein Charakterdesign eines Videospiels zu entwerfen. Ghibli ist übrigens ein sehr bekanntes Animations-Studio in Japan welches sogar heute zu den besten der Welt zählt. Der geniale Zeichner Hayao Miyazaki entwickelte Klassiker der Anime Geschichte wie zum Beispiel Kiki's Delivery Service oder Prinzessin Mononoke. Ich fand nur ein bisschen schade dass sich im Intro nur eine Minute lange Animesequenz befindet, die jedoch von der Qualität her klasse gemacht ist. Mal ehrlich gesagt, seit wann zeugen die Ghibli Produkte von schlechter Qualität? 


Wie bereits schon erwähnt, ist Jade Cocoon stark von Pokemon nachgemacht. Viele Parallelen fallen einem schon fast beängstigend auf. Dafür ist die Story meiner Meinung nach um einiges abwechslungsreicher. Die Geschichte erzählt von den jungen Cocoon Meister Levant, dessen Dorf von dem bösen Boten Onibubu angegriffen wurde und die meisten der Dorfbewohner in einen Tiefschlaf versetzt wurden. Um seinen Heimatdorf zu retten macht er sich auf den Weg in die verschiednen Wälder um ein Gegenmittel für die schlafenden Dorbewohner zu finden. Unser Held hat die Möglichkeit, mit Hilfe seiner Flöte Monster zu zähmen und sie einzufangen die in den verschiedenen Wäldern leben. Hat er einen der vielen Monster gefangen, kann er die Biester für sich kämpfen lassen. Auf seiner Reise trägt unser Monsterzähmer eine gewisse Anzahl an leeren, magischen Cocoons bei sich, in die er dann die verletzten Monster während eines Kampfes einsperren kann. Diese Cocoons mit Monstern werden dann bei einer örtlichen Dame Namens Nagi verarbeitet, die entweder die gefangenen Monster miteinander verschmilzt, um daraus stärkere und mit besseren Fähigkeiten ausgestattete Biester zu machen, oder sie verarbeitet die Cocoons zu Seide. Interessant an Jade Cocoon ist, dass die Gegner keine Goldstücke hinterlassen sondern Seide die dann gegen Goldstücke verkauft werden kann. Im Kampf gegen die unterschiedlichen Monsterarten ist der Spieler nur auf seine so genannten Minions angewiesen da unser Held alleine völlig bedeutungslos ist. Ich fand das ein wenig enttäuschend da Levant weder seine Charakterwerte steigern noch Zaubersprüche oder Spezialangriffe erlernen kann. Man kann unseren Cocoon Meister nur mit unterschiedlichsten Ausrüstungsgegenständen einkleiden, die seine Abwehr und seinen Angriff verstärken. Es steigert sich zwar mit jedem gefangenen Minion der Capture Level von Levant, allerdings wirkt sich der Level nur darauf, ob der Minion von dem Fangversuch des Cocoon Masters entkommen kann. Wie bei Pokemon müssen auch die gefangenen Minions die Gegner entsprechend schwächen um sie einzufangen. Dabei hat jedes Minion sein eigenes Element wie zum Beispiel Feuer, Wasser, Wind und Erde welche von großer Wichtigkeit sind. Jeder der wilden Monster hat also ein entsprechendes Element, das sich in seiner Farbe und seinen Spezialangriffen ausdrückt. Begegnet man zum Beispiel ein Wasser Minion, sollte man ihn mit einen Wind Minion besiegen da der am meisten Schaden zufügen kann. Wenn man also diese Abhängigkeit beachtet, hat man praktisch keine Probleme mit den Gegnern. Ein Kampf ist natürlich dann zu Ende, wenn Levant alle Minions eingefangen hat, oder wenn seine Monster alle Gegner besiegt haben. Diese gefangenen Biester können dann miteinander verschmolzen werden, was meiner Meinung nach einer der Hauptaspekte von Jade Cocoon ist denn beim verschmelzen der Minions, verknüpft man nicht nur die Eigenschaften der Monster, sondern auch das Aussehen. Dadurch erschafft man Kreaturen, die man sonst in freier Wildbahn nicht begegnen kann. Habt ihr zum Beispiel eine Feuerfliege mit einem Wasserfrosch verschmolzen, erhaltet ihr einen fliegenden Frosch welcher viel mehr an Stärke nimmt und dazu noch die beiden Elemente Wasser und Feuer beherrscht. So lassen sich die Monster auch verstärken, ohne dass sie ständig im Kampf Erfahrungspunkte dazubekommen. Außerdem lassen sich die so gestalteten Monster je nach Lust und Laune beliebig oft miteinander kombinieren. Man muss nur wissen, dass nicht jede Verschmelzung eine deutliche Verbesserung hervorruft.


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