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It Came from the Desert: Ameisenbären! - Leser-Test von RAMS-es


1 Bilder It Came from the Desert: Ameisenbären! - Leser-Test von RAMS-es
It Came From The Desert

Cinemaware ist ein Name der dafür sorgt, daß eingefleischte Zocker ein unwirkliches Glühen in den Augen bekommen. Nicht viele Firmen konnten sich solch einen Mythos erarbeiten, wie die Amerikaner, die Mitte der Achtziger antraten die Medien Kino und Computerspiele zu verbinden. Das Überraschende daran ist, daß es Cinemaware bei vielen ihrer Spiele gelang genau das zu erreichen, woran Mitte der Neunziger viele Hersteller mit ihrem Multimedia Hype grandios scheiterten. Ohne diese Firma wären uns Klassiker wie DEFENDER OF THE CROWN, LORDS OF THE RISING SUN oder die TV SPORTS Reihe entgangen. Leider stellte sich der finanzielle Erfolg nicht ein und der Hersteller mußte leider seine Pforten schließen.

Anfang 1990 holte Cinemaware zum ein weiteren Schlag aus. Bei IT CAME FROM THE DESERT haben sich die Kreativen von Cinemaware die amerikanischen alten B-Movies der fünfziger und sechziger Jahre als Vorbild genommen. In diesen Filmen bedrohten meisten riesige, atomar verseuchte Insekten die Menschheit. Filme wie FORMICULA oder TARANTULA von Jack Arnold dürften den etwas älteren Semestern unter uns noch bekannt sein. Diese Streifen waren damals der absolute Renner und stehen auch heute noch bei einige Menschen hoch im Kurs, wenn auch hoffentlich mehr aus nostalgischen Gründen. Was lag also näher, als ein Spiel zu diesem Thema zu machen.

Die Story von IT CAME FROM THE DESERT spielt in der kalifornischen Wüstenstadt Lizard Breath. Lizard Breath ist eine typische abgefuckte amerikanische Kleinstadt, wo der Mond mit der Stange geschoben wird und schon um am späten Nachmittag die Gehsteige, sollten sie vorhanden sein, hoch geklappt werden. Man könnte meinen die Roughnecks würden Nachts noch auf den Bäumen oder in Höhlen, wie in der Steinzeit, schlafen. Eines schönen Tages schlägt ganz in der Nähe von Lizard Breach ein Meteorit ein. Dieser galaktische Steinbrocken setzt einiges an radioaktiver Strahlung frei. Diese Strahlung hat bei der einheimische Insektenwelt eine ungemein stimulierende Wirkung auf das Wachstum. Diesem Vorfall wird aber weiter keine besondere Beachtung geschenkt. Ein Hillybilly meint nur: "I don't care about this fucking stone from outerspace". Der Vorfall in Dallas ist anscheinend interessanter für die Öffentlichkeit.

Der einzige, der sich wirklich für die merkwürdigen Entwicklungen in der Wüste interessiert, ist Dr. Greg Bradley, ein Geologe von der Universität in San Francisco. Er läßt sich für einige Wochen bei den Hinterwäldler in Lizard Brach nieder, um den Meteoriten näher zu untersuchen. Er kann nicht ahnen, daß dies das größte Abenteuer seines Lebens wird. IT CAME FROM THE DESERT beginnt, wie nicht anders von Cinemaware zu erwarten, mit einem kinoreifen Vorspann. Die Kamera fährt über eine Wüstenlandschaft, die in purpurnes Licht getaucht ist. Dazu erzählt eine sonore Stimme die Geschichte der Wüste. Die Stimme ist für die damaligen technischen Möglichkeiten hervorragend gesampelt. Ohne irgendwelche Verzerrungen wird man toll auf das Abenteuer eingestimmt. Am Ende des Vorspanns schlägt der Meteorit mit einem fulminanten Feuerball ein und der Titel IT CAME FROM THE DESERT wird wie im Kino eingeblendet. Danach erscheint das Innere der Ranch, in der Dr. Greg Bradley sein Quartier aufgeschlagen hat. Dr. Bradley hat nun die Aufgabe den Bürgermeister von Lizard Breath davon zu überzeugen, daß es tatsächlich diese riesigen Insekten, besser gesagt Ameisen, gibt. Nur so kann er die entsprechenden Mittel zur Vernichtung der Bestien zur Verfügung gestellt bekommen. Also auf ans Werk!

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