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Iron Aces 2: Birds of Prey im Gamezone-Test


1 Bilder Iron Aces 2: Birds of Prey im Gamezone-Test

"Iron Aces 2" führt uns durch die Geschichte der militärischen Luftfahrt. Die Missionen sind so angeordnet, dass man im zweiten Weltkrieg, noch bewaffnet mit einer Propellermaschine mit Hubkolbenmotor, beginnt und sich über die ersten Düsenflugzeuge bis hin zur Gegenwart vorarbeitet.
Das Interface ist nett gestaltet, die auszuwählenden Flugzeuge präsentieren sich uns im Fluge und das Briefing weiß mit einer 3D-Karte aufzuwarten. Die ersten Missionen gestalten sich noch recht einfach, gilt es nur einige wenige feindliche Jäger per Maschinengewehr vom Himmel zu holen. Dabei fällt uns die etwas einfach gestaltete Umgebungsgrafik ins Auge, die zwar absolut Ruckelfrei und flüssig abläuft, dafür kaum etwas für das Auge bietet. Man kann sich also voll auf den Luftkampf konzentrieren. Lustig wird der erste Nachteinsatz, in dem uns das Programm belehrt, das man des Nachts praktisch nichts sieht und die Piloten der damaligen Zeit die Feinde nur am Schatten der auf den Boden geworfen wurde erkennen konnten. In der Mission selbst allerdings ist es praktisch unmöglich irgendwelche Schatten in stockdunkler Nacht zu sehen, stattdessen hat man die hilfreichen Quadrate am Schirm, welche die Feindflugzeuge markieren.
So ziehen sich die Missionen absolut linear hin, getragen von der Motivation wieder ein neues Flugzeug mit anderen Eigenschaften zugeteilt zu bekommen. Dabei ist besonders der erste Düsenjäger ein Erlebnis. Fast schon hätte man vermutet auf immer und ewig mit 500 MpH durch die Lüfte zu schneiden, doch mit der F-14 Tomcat, derMirage III oder der MiG-17 Fresco drückt das Game noch einmal kräftig auf das Gaspedal.

Das Gameplay zu "Iron Aces 2" bietet einen linearen Spielablauf ohne nennenswerte Innovationen. Mission für Mission sind zu erfüllen bis man in der Gegenwart der militärischen Luftfahrt angelangt ist. Dabei reichen die Missionsziele vom abschießen einzelner Jäger über das bekämpfen ganzer Verbände bis hin zum flächendeckenden Bombardement ganzer Industrieanlagen. Die Waffenauswahl hält sich in Grenzen. Neben dem Maschinengewehr existieren nur noch die schon ziemlich früh einzusetzenden Bomben sowie im späteren Spielverlauf auch noch hitzesuchende Fernlenkraketen. Der Schwerpunkt der Luftkämpfe liegt aber hauptsächlich in der Bedienung des MG bzw. in den Nahkämpfen. Erst die letzte Missionsphase befasst sich mit den modernen Waffen der Neuzeit.

Die Steuerung ist besonders Einsteigerfreundlich und hat mit einer Simulation nicht viel gemein. Um Kleinigkeiten wie Flaps, Trimmung o.Ä. muss man sich nicht kümmern. Lediglich der Schub sowie das Seitenruder sind neben dem Steuerhebel vorhanden. Um eine Maschine abschmieren zu lassen, was besonders bei einer B-28 Superfortress nun wirklich nicht schwer sein sollte, muss man das Flugzeug schon auf die Seite legen und den Schub komplett zurücknehmen, und selbst dann ist die Maschine jederzeit wieder auf Kurs zu bringen. Auch hier hat man also besonderen Wert auf die leichte Spielbarkeit statt auf Realitätsnähe gelegt.

Die Grafik von "Iron Aces 2" sieht etwas trist und langweilig aus. Zwar kann man bei Tage gut den Boden und die darauf befindlichen Strassen und Gebäude erkennen, diese sind aber ganz flach und verschwinden gern im allgemeinen Blau/Grün Brei des Horizontes. Dafür sehen die Explosionen der getroffenen Flugzeuge fast schon zu spektakulär aus. Ein in zwei Kilometer Entfernung abgeschossener Jäger hinterlässt eine bildschirmfüllende Wolke voller Partikel und Flammen die erst nach einer kurzen Verzögerung ihre Reise zum Boden antreten.

Die Soundkulisse kann gefallen und passt gut zum Geschehen. Man scheint sich wirklich Mühe gegeben zu haben die Waffen und Motorengeräusche so authentisch wie möglich zu gestalten. So ist es schon einen Streit mit den Nachbarn wert einmal die fünf Maschinengewehre der Spitfire in voller Lautstärke erklingen zu lassen, während sich die Hülsen ihren Weg ins Freie suchen. Fast könnte man glauben sogar die Munitionsgürtel rattern zu hören. Wenn dann noch in stockdunkler Nacht die Suchscheinwerfer vom Boden aus den Himmel absuchen und die Sirenen ihr bestes geben die Bevölkerung zu warnen, dann beginnt man sich wirklich wie in einem Kampfflugzeug zu fühlen, beauftragt vom eigenen Volk das Land zu beschützen.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Iron Aces 2" ist eine Arcade-Flusimulation ohne Überraschung und besondere Ansprüche. Oft sind es aber genau solche Spiele die den meisten Spaß vermitteln, da sie nicht mit Unnötigem belasten. Dabei soll nicht unter den Tisch gekehrt werden, dass die Grafik nicht ganz überzeugen kann, da zu detailarm. Gelungen hingegen ist die Soundkulisse sowie die Steuerung, die man innerhalb weniger Augenblicke intus hat. So präsentiert sich "Iron Aces 2" als handfester Shooter der Freunde dieses Genre durchaus für eine gewisse Zeit zu beschäftigen mag, was sicher auch an dem breiten Spektrum der zur Verfügung stehenden Flugzeuge liegt.
Iron Aces 2: Birds of Prey (PS2)
  • Singleplayer
  • 7,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 9/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 7/10 
Pro & Contra
Breites Spektrum verfügbarer Flugzeuge
tolle Soundkulisse
einfache Steuerung
Detailarme Umgebungsgrafik
wenige Waffensysteme
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