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International Superstar Soccer 2: Pro Evolution Soccer für Arme - Leser-Test von buckshot


1 Bilder International Superstar Soccer 2: Pro Evolution Soccer für Arme - Leser-Test von buckshot
Die WM-Endrunde in Korea/Japan steht vor der Tür und es verwundert wohl niemanden ernsthaft, daß Spieleproduzenten die Gunst der Stunde für Updates ihrer Fussball-Serien nützen, um Kapital aus dem Event zu schlagen.
Bereits seit den seeligen Sega Megadrive und Super NES Tagen streiten Fussballfans darüber welches die beste Simulation ihres Lieblingssports ist. Auf der einen Seite die FIFA Serie von Electronic Arts, zu deren Stärken Original Spielernamen, tolle Grafik sowie ein breites Aufgebot an National- und Vereinsmannschaften gehört. Dem Gegenüber steht die International Superstar Soccer Reihe, die mit besserer Spielbarkeit kontern konnte. Pünktlich zur Weltmeisterschaft 2002 geht das Duell in eine neue Runde und Konami veröffentlicht ISS 2.

Nach dem gut produzierten Introtrailer findet sich der fussballbegeisterte Zocker auch schon im Menübildschirm. Dieser ist sehr bunt und futuristisch gestylt, bietet aber durchaus gute Übersicht zu allen verfügbaren Einstellungen und Optionen. So lässt sich zwischen verschiedenen Spielmodi wie Freundschaftsspiel, Turnier, Training, Liga etc. wählen und Veränderungen an Spielzeit, Wetter, Kameraperspektive oder Stadien vornehmen. Etwas enttäuschend ist die Anzahl von lediglich vier unterschiedlichen Arenen sowie drei mickrigen Abstufungen im Schwierigkeitsgrad. Hat der Spieler seine Auswahl getroffen kann er aus insgesamt 58 Nationalmannschaften aller Herren Länder wählen. Clubteams wurden in ISS 2 leider erneut nicht berücksichtigt. Ein häufiger Kritikpunkt der bisherigen ISS-Versionen waren die fehlenden original Spielernamen. Dieses Manko wurde durch den Erwerb der FIFPRO Lizenz weitgehend behoben, auch wenn beispielsweise südamerikanische Teams immer noch mit "Alias" auflaufen. Auch die Kader befinden sich nicht immer auf Höhe der Zeit, Unpässlichkeiten lassen sich allerdings per Editor schnell beheben. Die virtuellen Spieler wurden optisch ihren realen Vorbildern meist gut nachempfunden. Haarfarbe, Statur etc. stimmen im allgemeinen überein, so zaubert z.B. Frankreich's Zidane mit seinem charakteristischen Glatzenansatz am Ball, Batistuta hält sich die Haarpracht mit einem Gummiband aus dem Gesicht, Beckham läuft mit modischer Kurzhaar Frisur auf, während er seinen gefürchteten Bananenflanken mit weißen Stollenschuhen entsprechend Effet verleiht. Andere Stars wie z.B. Oliver Kahn haben mit ihren realen Vorbildern aber so gut wie nichts gemein, hier wäre etwas mehr Liebe zum Detail angebracht gewesen.

In Sachen Taktik und Coaching setzt Konami erneut auf die hohe Schule der Fußballkunst und lässt selbst versierten Hobbytrainern kaum Wünsche offen. Von Mannschaftsformationen über die Zuteilung einzelner Verteidiger auf die gegnerischen Stürmer - sei es mit Raum- oder Manndeckung - bis hin zur Auswahl der Freistoss Schützen oder Mannschaftsführer kann absolut jedes erdenkliche Detail genau bestimmt werden, bevor das Team auf's Spielfeld geschickt wird. Vier Strategien wie z.B. Flügelangriff, Konter, Abseitsfalle oder Pressing können zudem auf die Actionbuttons gelegt und während des Spiels beliebig eingesetzt werden. So lässt es sich auf taktische Veränderungen in einer Partie blitzschnell reagieren und das eigene Spiel entsprechend umstellen.

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