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Imperium der Ameisen: Krabbelviecher - Leser-Test von Ceilan


1 Bilder Imperium der Ameisen: Krabbelviecher - Leser-Test von Ceilan
Seit Sim Ant gab es eigentlich kein Spiel mehr in dem man Ameisen kontrollierte und dabei sind diese kleinen Wesen doch im Prinzip die idealen Helden für einen Strategietitel. Sie errichten riesige Königreiche, die unterschiedlichsten Einheiten kümmern sich um das Wohl der Königin und ihrer Nachkommen und sie sind gefährliche Kämpfer aber auch sprichwörtlich fleißige Arbeiter. Microids hat dieses Potential erkannt und mit Imperium der Ameisen kam nach langer Pause wieder ein Strategiespiel aus der Welt der Insekten auf den Markt. Genauer gesagt ein Echtzeitstrategiespiel, das von den Abenteuern eines tapferen Ameisenvolkes erzählt. Das Spiel wurde von einem gleichnamigen Buch (Empire of the Ants) inspiriert und darin geht es um die so genannte Bel-O-Kan Föderation sowie deren Königin Be-O-Kiu-Kinui. Ameisentypisch wollen diese kleinen braunen Krabbler ihr Territorium ausdehnen, während sie die Grenzen gleichzeitig erbittert gegen die feindlichen Angriffe anderer Völker verteidigen. Der Spieler muss nun sämtliche Aspekte des Ameisenlebens managen und dazu gehören zum Beispiel die Nahrungssuche, militärische Exkursionen mit den dazugehörigen Kriegern sowie verschiedene Baumaßnahmen. Neben den anderen Völkern lauern auch noch zahlreiche weitere Feinde in der riesigen Welt und die Ameisen müssen unter anderem mit wechselnden Wetterbedingungen und Jahreszeiten sowie gemeinen Raubtieren fertig werden.

In den drei Kampagnen mit ihren insgesamt 21 Missionen geht es um zahlreiche wichtige Ereignisse aus der langen Geschichte des Bel-O-Kan-Königreichs wie den Krieg mit den gefürchteten Zwergameisen, Kämpfe um Ressourcen gegen die mächtigen Termiten oder das Bündnis mit den fleißigen Bienen. Die Karten sind meistens in Waldgebieten oder auf dem Land angesiedelt und sämtliche Elemente werden komplett dreidimensional dargestellt. Zusätzlich kann man die unterirdischen Gänge und Nester der Ameisen erforschen. Im Laufe der Zeit können neue Ameisentechnologien benutzt werden und die Kämpfer können bessere Taktiken einsetzen.

Imperium der Ameisen hat einiges zu bieten was die Einheiten betrifft und diese Vielfalt wird allein schon bei den Mitgliedern des eigenen Volkes deutlich. Schon zu Beginn kontrolliert man die gewöhnlichen Soldaten, die aber im Laufe der Zeit schlagkräftige Unterstützung erhalten, denn dann tauchen beispielsweise größere Krieger mit mächtigen Kiefern auf, die sich vor allem im Nahkampf von ihrer besten Seite zeigen. Doch selbst in der Ameisenwelt gibt es Fernkämpfer, in diesem Fall nützliche Krieger, die ätzende Säure verschießen können. Langsame, besonders große Einheiten können Gänge absperren und wenn sie von mehreren anderen Soldaten getragen werden entstehen richtige Panzer. Dazu kommen die tapferen Wächter der Königin und diverse andere Soldaten. Doch die Einheiten der gegnerischen Parteien sind nicht weniger gefährlich und während sich die Zwergameisen auf ihre bloße Anzahl verlassen, sind andere Völker zum Beispiel besonders schnell oder ihre „Säurekanonen“ sind außergewöhnlich effektiv. Ganz besonders fies sind die Angehörigen eines Volkes, das andere Ameisen versklavt. Als Nicht-Ameisen-Feinde tauchen darüber hinaus zum Beispiel Termiten, Wespen und Bienen auf.
Im Spiel werden außerdem zahlreiche aggressive oder neutrale Geschöpfe unterschieden und dabei gibt es zwei grundsätzliche Gruppen: Jäger und Beutetiere. Zu den Raubtieren gehören so etwa Hirschkäfer, Libellen, Spinnen, Hornissen und Gottesanbeterinnen. Beutetiere sind zum Beispiel Raupen, Grashüpfer und Schnecken. Diese Tiere können von den Ameisen angegriffen und verspeist oder als Vorrat gelagert werden. Zusätzlich gibt es einige wilde Kreaturen, die gezähmt und dann als Helfer eingesetzt werden können. In einer Mission wird so etwa ein riesiger Salamander als Kampfmaschine losgeschickt. In einem speziellen Lexikon findet man Informationen zu den unterschiedlichen Geschöpfen und der restlichen Ameisenwelt.

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