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Illbleed: Survival Horror einmal anders - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Illbleed: Survival Horror einmal anders - Leser-Test von HALLofGAME
Egal ob bei uns, oder in den USA: Die Dreamcast-Ära ist vorbei und hat in manchen Genres in ihrer kurzen Lebensdauer doch noch unbefriedigende Lücken hinterlassen. Zum Glück sind die aber nicht immer deckungsgleich, sodaß sich für beiden Seiten der Blick auf die andere Seite des Atlantik durchaus lohnen kann. Während US-Gamer die nicht unbedingt auf die XBox Version warten wollten z.B. ihr zweites Shen Mue Vergnügen in verständlicher Form nur bei uns finden konnten, lohnt sich umgekehrt der Blick in die Staaten etwa für Survival-Horror Fans! Gerade im etwas dünn und leider überwiegend von Portierungen wie der Resident Evil Reihe oder Dino Crisis bestimmten Genre haben uns die Amerikaner noch Einiges zu bieten. Dies reicht vom eher dürftigen D2 bis zum, meiner Meinung nach weitgehend zu Unrecht unbekannt gebliebenen Illbleed, in dem man schon lange bevor uns das topaktuelle Fatal Frame als das "Spiel mit dem innovativen Photofeature" verkauft werden sollte, auf den virtuellen Auslöser drücken musste!

Ob Geisterbahn, Vampirschloß oder Dämonenvilla, richtig gefährlich wird es in Freizeitparks wie dem Phantasialand höchstens mal, wenn die Holzachterbahn Feuer fängt und selbst aus dem japanische Resident Evil Haus kommt man wohl noch raltiv ungeschoren wieder raus. Da ist der Illbleed Theme Park des Horrorfilmers Michael Reynolds schon von ganz anderem Kaliber! Eine Ansammlung thrashiger B-Movie Attraktionen, die keinen Besucher kalt lassen dürften, denn in Illbleed geht es nicht um gepflegten Pappmaché-Grusel herkömmlicher Parks, sondern knallhart um Geld oder Leben! Wer von Michael Reynolds Parkgästen es nämlich schafft, die sechs Attraktionen des Parks lebendig wieder zu verlassen, dem winken Preisgelder von bis zu 1 Million Dollar und wer es nicht schafft... ? Nun, der ist halt tot, eine andere Alternative ist nicht vorgesehen. So wie es im übrigen schon den drei Freunden der Hauptdarstellerin Eriko Christy gegangen ist...

Selbstredend verschenkt der abgedrehte Filmmogul nicht ganz so gern sein Geld und so könnt Ihr Euch auf eine im wahrsten Sinne des Wortes lebensgefährliche Tour gefasst machen. Schwerer kann man sein Preisgeld definitv nicht verdienen! Ob im "Home Run of Death" oder der "Revenge of the Queen Worm", dem Ausflug in den mörderischen "Killer Department Store" oder den anderen kranken Attraktionen des Parks: Jede Location ist gespickt mit unzähligen tödlichen Fallen, verschiedenartigsten Gegnern und monströsen Bossen und der Einsatz des Kandidaten ist immer sein wertvollster Besitz: Sein Leben!

Im Prinzip kommt Illbleed erstmal wie ein ganz gewöhnliches 3D Adventure in Third-Person Perspektive daher. Wer nun aber verleitet durch dieHorror-Thematik z.B. an ein Spiel wie Resident Evil denkt, der sollte schleunigst umdenken, um Enttäuschungen zu vermeiden. Denn Illbleed ist einfach so ungewöhnlich, das schon eine Weile vergehen kann, bis man sich damit anfreunden kann. Denn mit dem standardmässigen Monster- oder Zombieslaying ist die Sache bei weitem nicht getan. Obwohl es natürlich auch Kampfsequenzen gibt, werden Euch Eure Kampfkünste auch dann nicht ans Ziel bringen, selbst wenn Ihr sie Euch mühsam in mehreren Touren durch Racoon City erworben habt!

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