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Ikaruga im Gamezone-Test


1 Bilder Ikaruga im Gamezone-Test

Lang lebe die Dreamcast!

Mit Ikaruga präsentiert uns der Shooter-Experte Treasure den wohl letzten richtigen Titel für die Dreamcast. "Das Sahnestückchen zum Schluss" müssen sich die Entwickler wohl gedacht haben, als sie diesen fantastischen Shooter für die Dreamcast umgesetzt haben.

Ikaruga ist ein klassischer Shooter wie er im Buche steht und leider in der heutigen Zeit viel zu selten im Angebot der Softwarehersteller zu finden ist. Ein paar Unterschiede gibt es trotzdem, ja man könnte diese sogar als Innovation bezeichnen. Das wichtigste bei einem Shooter ist neben Grafik und Sound natürlich das Waffensystem: Hier wurde ein kleines Experiment gewagt, was unserer Meinung nach geglückt ist. Es gibt nämlich nur zwei unterschiedliche Waffen, welche aber bis auf die Farbe absolut identisch sind. Der Clou besteht darin, dass je nach ausgewählter Schussfarbe die gleichfarbigen Schüsse der Gegner uns nichts anhaben können! Es wird sogar noch besser: Durch das "aufsammeln" der gegnerischen Schüsse, baut sich unser "Superschuss" auf, der nach belieben ausgelöst werden kann. Um so mehr Schüsse man also einsammelt, um so stärker wird unser vernichtender Spezialangriff.

So dürfte Ikaruga der wohl erste Shooter sein, bei dem man gerne in feindliche Schüsse hineinfliegt. Hier liegt aber auch die große Gefahr: In späteren Leveln muss man so schnell zwischen den zwei Farben umschalten, dass man absolut konzentriert sein muss, um zu überleben. Wer dieses System allerdings verinnerlicht, der kann lange Strecken im Spiel überstehen, ohne auch nur einen einzigen Schuss abzufeuern.

Das waren noch Zeiten auf der PC Engine und auf dem Saturn mit Hammertiteln wie "Gunhead" oder auch Treasures Meisterwerk "Radiant Silvergun". Genau an die Fans dieser Titel richtet sich auch Ikaruga, denn für Anfänger ist dieser Titel eigentlich nicht gedacht. Der Schwierigkeitsgrad ist an manchen Stellen derart hoch, dass man sich ernsthaft fragt, welcher Verrückte das Spiel auf "Normal" oder "Hard" schaffen soll. Nach genügend Versuchen kommt aber das vertraute Shooter-Erfolgserlebnis auf und man schafft immer mehr Level ohne auch nur ein Leben zu verlieren.

Die Grafik ist eine echte Augenweide, die kleine Dreamcast lässt hier noch mal ihre Muskeln so richtig spielen und lässt manche aktuelle Konsole alt aussehen. Gepaart mit einem durchgängigen Design der Gegner und auch der Hintergrundgrafik, bekommt man mit diesem Spiel einen der optisch schönsten Shooter überhaupt geboten.

Kleiner Nachteil: Da das Spiel in der Spielhalle ein Vertikal-Shooter war, hat man hier leider an den Seiten schwarze Balken. Wer allerdings die Möglichkeit hat, seinen Fernseher um 90 Grad zu drehen, kann die Originaldarstellung im Optionsmenü auswählen und das Spiel dadurch so genießen wie es eigentlich gedacht war.

  • - GreenAcid"-"
  • Ikaruga lässt alte Zeiten im neuen Glanz wieder aufleben. Endlich ein Shooter der alten Schule, der aber auch eine große Portion Innovation mit ins Spiel bringt und vor allem durch seine fantastische Grafik auf ganzer Linie überzeugt. Hoffentlich nehmen sich andere Hersteller ein Beispiel und bringen uns auch auf den Next-Gen Konsolen ein so bewährtes und immer noch fesselndes Spielprinzip!
Ikaruga (DC)
  • Singleplayer
  • 8,9 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 9/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 9/10 
    Gameplay 8/10 
Pro & Contra
geniale Grafik
perfekte Automatenumsetzung
Retro-Bonus
nur eine Waffe
sehr schwer
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