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Ikaruga: It ain`t over till it`s over - Leser-Test von buckshot


1 Bilder Ikaruga: It ain`t over till it`s over - Leser-Test von buckshot
Das Beste kommt zum Schluss haben sich die Entwickler von Treasure wohl gedacht, als sie der tot geweihten Sega Dreamcast Konsole überraschend eine Umsetzung ihres fantastischen Arcadeshooters Ikaruga spendierten. Obwohl das Spiel nur als Japan Import erhältlich sein wird, und somit ausschließlich in Verbindung mit einer entsprechenden Boot-CD bzw. einem Multinormumbau auf PAL Konsolen läuft, möchten wir unseren Lesern das vermutlich letzte Dreamcast Spiel nicht vorenthalten.

Hinter Ikaruga verbirgt sich ein Vertikalshooter klassischer Machart, wie er in den letzten Jahren leiderviel zu selten erschienen ist. Was waren das für Zeiten als Anfang der Neunziger Baller-Klassiker wie "Gunhead", "Viewpoint", "Radiant Silvergun" oder "Pulstar" für rauchende Joypads sorgten? An Hardcore-Fans dieser Titel richtet sich die Softwareschmiede Treasure mit ihrem neuesten Machwerk. Wer nun ein technisch wie spielerisch angestaubtes Retrospiel erwartet, wird schnell eines besseren belehrt. Der kleine Dreamcast lässt noch mal so richtig die Muskeln spielen und überzeugt mit einem der optisch beeindruckendsten Shooter überhaupt. Ist der Bildschirm auch noch so überfüllt mit Gegnern, Schussprojektilen oder Explosionen vor den äußerst detaillierten Hintergrundgrafiken, die CPU kommt zu keinem Zeitpunkt ins Stocken um sich Ruckeleinlagen oder Slowndowns zu leisten. Einziges Manko: Da die Automatenversion für ein vertikales Display konzipiert wurde, schmälern bei der Heimumsetzung schwarze Balken an den Seiten das Bild. Wer allerdings die Möglichkeit besitzt seinen Fernseher um 90 Grad zu drehen, kann im Optionsmenü die Originaldarstellung aktivieren um den Ballerspaß wie in der Spielhalle zu zocken. Spielerisch gibt sich Ikaruga mit einem innovativen Waffensystem experimentierfreudig. Die Auswahl der Bordkanonen beschränkt sich auf lediglich zwei Varianten. Dabei unterscheiden sich die Geschosse ausschließlich in punkto Farbe. Der Clou dabei: je nach ausgewählter "Schussfarbe" können dem Raumgleiter gleichfarbige Raketen der Gegner nichts anhaben. Im Gegenteil, durch das aufsammeln gegnerischer Treffer, baut sich langsam ein Superschuss auf, der beim Auslösen den Bildschirm komplett leer fegt. Somit dürfte Ikaruga das erste Ballerspiel sein, bei dem man es ganz gezielt darauf anlegt Treffer zu kassieren. Doch Vorsicht, hier liegt auch die große Gefahr. In späteren Levels muss unheimlich schnell zwischen den zwei farbigen Waffensystemen umgeschalten werden, um seine spärlichen Leben zu retten. Absolute Konzentration und Fingerspitzengefühl sind Grundvoraussetzungen um nicht am hohen Schwierigkeitsgrad zu verzweifeln. Mit reichlich Übung stellen sich jedoch erste Erfolgserlebnisse ein, womit die knallharten Stages gemeistert werden. Dreamcast Besitzer sollten ihrer angestaubten Konsole noch mal was Gutes tun und ihr diesen Klassiker nicht vorenthalten. Auch GameCube Fans dürfen sich freuen, da Treasure für Nintendos kleinen Würfel bereits eine Umsetzung angekündigt hat. Dann hoffentlich auch als PAL Version.

Negative Aspekte:
Das letzte Spiel für Dreamcast :-(

Positive Aspekte:
Ballern was das Zeug hält

Infos zur Spielzeit:
buckshot hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    buckshot
  • 8.0%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 8.9/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 8/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 8/10
    Atmosphäre: 8/10
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