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ISS Pro Evolution 2: ISS PRO EVOLUTION - Leser-Test von buckshot


1 Bilder ISS Pro Evolution 2: ISS PRO EVOLUTION - Leser-Test von buckshot
Während PS2, X-BOX, GAMECUBE und DREAMCAST, mit ihrer Next-Gen Technik, das Interesse der Videogame-Freaks auf sich ziehen, wird es um die gute alte PLAYSTATION langsam aber sicher ruhig. Doch totgesagte leben länger und so überrascht Sony's 32 Bitter die Konsolenwelt, in Form von ISS PRO EVOLUTION 2, noch einmal mit einer Softwareperle der absoluten Extraklasse. Nachdem bereits der Vorgänger von Konami's KCET Team, in Fankreisen als Plattform übergreifender Referenztitel gefeiert wurde, darf man gespannt sein, mit welchen Verbesserungen das Update überhaupt noch großartig aufwarten will.

Eines vorweg genommen, glücklicherweise haben die Entwickler nicht versucht mit Gewalt ein rundum neues Spiel zu programmieren. Dafür war ISS PRO EVOLUTION einfach zu gut und so beschränken sich die Neuerungen auf sinnvolle Feinheiten, die in der Summe den Spielwitz allerdings nochmals gehörig aufwerten.

So finden sich eingespielte ISS-Veteranen mit der Steuerung auf Anhieb zurecht. Ausschließlich der geschickte Heber, welcher sich ausgezeichnet dazu eignet einen herauslaufenden Keeper zu überwinden, erfährt eine Generalüberholung. So muß neben dem entsprechenden Shoot Button der Controller noch entgegen der Laufrichtung gedrückt werden, was jedoch schnell in Fleisch und Blut übergeht und zum spektakulären Torerfolg führen kann.

Der Spielablauf ansich ist als traumhaft realistisch zu bezeichnen und gibt plumpen Actionkickern vom Schlage eines EA SPORTS "FIFA 2001" kaum eine Chance. Gerade das macht den Titel aber so reizvoll und sorgt für ungewohnt langen Spielspaß. Ein echtes Traumtor werdet Ihr nämlich nur sehr selten erzielen, die Freude nach einer schwierigen Kombination mit krönendem Abschluss ist dafür umso größer. Ansonsten steht taktisches Rasenschach im Vordergrund was jedoch auch heißen kann, dass sich in manchen Partien die Mannschaften weitgehend neutralisieren und Torchancen Mangelware sind. So gibt es gegen gut formierte Defensivteams kaum ein Durchkommen. Egoistische Dribblingversuche lassen Euch das gegnerische Tor erst recht nicht von der Nähe sehen. Wer sich jedoch die Mühe macht durch kreatives Flügelspiel, flinke Doppelpässe oder tödliche Anspiele in die Tiefe des Raumes die Abwehr auszuhebeln, erarbeitet sich auch seine Möglichkeiten.

Eine Torgarantie ist dies jedoch noch lange nicht, denn gerade in fortgeschrittenen Schwierigkeitsgraden stehen wahre Teufelskerle zwischen den Pfosten. Schon beim Vorgänger waren die Duelle mit den Keepern wahre Highlights, deren Bewegungsvielfalt nun keine Grenzen mehr zu kennen scheint. Ob Fuß-/Faustabwehr, halsbrecherische Parade, gekonntes Herunterpflücken ungenauer Flankenbälle oder geschicktes Herauslaufen bei brenzligen 1:1 Situationen, die Goalies beherrschen Ihren Job. Wie in wirklichen Spielen unterlaufen aber auch den Torhütern schon mal Fehler, sei es dass ein Aufsetzer nicht festgehalten werden kann und dem einschussbereiten Stürmer zum Abstauben vor die Füße prallt oder eine Strafraumsituation nur mit einer derben Notbremse "bereinigt" wird, was unweigerlich einen Elf-Meter und farbigen Karton nach sich zieht..

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