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Ico: Das geheimnisvolle Schloss - Leser-Test von Ultraschall


1 Bilder Ico: Das geheimnisvolle Schloss - Leser-Test von Ultraschall
Manchesmal werde ich von den Entwicklern von Videospielen mit sehr ausgefallenen Spieletiteln überrascht, die nur so vor einem Ideenreichtum strotzen. Auch im Bereich der Action-Adventures trifft dies ab und an auch einmal zu. So kam das Entwicklerteam von Sony's Programmierschmiede auf die glorreiche Idee ein neuartiges Action-Adventure zu schaffen, dass es bisher so nicht auf dem Markt der Videospiele gab. Das Spiel für die Playstation 2, das ich meine, trägt den klangvollen, aber auch kurzen, Namen "ICO".

Die Vorgeschichte zu diesem Spiel "ICO" könnte wahrlich aus einem Märchen stammen, denn schon der Vorspann läßt so einiges erahnen. So schweift die Kamera letztentlich über eine ferne Einöde, in die sich kaum ein menschliches Wesen verirren würde. Diese Einöde wird alsbald von einem allesüberragenden Schloss überragt und es nimmt schließlich auch den gesamten Bildschirm ein. Durch die kahlen Mauern dieser gigantischen Burg donnern dunstverhangene Wasserfälle, Brücken erstrecken sich scheinbar bis in die Unentlichkeit, um die Zinnen kreisen kreischende Möwen und um das Gemäuer selbst, tost der ungezügelte Wind. Irgendwo zwischen diesen sonnenbeschienenen Krypten und den riesigen Hallen regt sich alsbald die Gestalt eines Kindes, nämlich dem Titelhelden "ICO". Einem Paar Hörnern an seinen Schläfen verdankt es "ICO", dass er zum Wohle seines Dorfes in diesem labyrinthartigen Gemäuer ausgesetzt wurde. Aber wie es der Zufall so will, ist der Titelheld nicht ganz alleine in dieser riesigen Burg, denn bald trifft er auf ein Mädchen, namens "Yorda", die in einer unbekannten Sprache zu ihm spricht und ohne seine Hilfe verwirrt umherstreifen würde. Da die Einsamkeit ihn schier erdrückt und das Mädchen "Yorda" ganz nebenbei die magischen Ikonentüren der Burg öffnen kann, nimmt der Titelheld "ICO" seine Schicksalsgenossin kurzerhand bei der Hand und macht sich mit ihr daran, eine Fluchtmöglichkeit aus der Burg zu suchen.

Ab hier greift ihr dann ins Geschehen ein und helft "ICO" einen Weg aus der Burg zu finden. Dabei birgt jeder Raum, den ihr findet, einen mehr oder weniger gut versteckten Ausgang. Doch um jehnen zu erreichen, müßt ihr mit "ICO" Mechanismen enträtseln, euch über Abgründe schwingen, euch an verfallenen Simsen entlanghangeln, hohe Türme erklimmen und nervenzerfetzende Verzweiflungssprünge unternehmen. Hierbei nimmt eure zu steuernder Held kleinere Stürze mit einem gequälten Schmerzenschrei hin, fatale Unfälle jedoch werfen euch wieder zum letzten Speicherpunkt oder zum letzten passierten Ikonentor zurück. Erschwerend kommt dann noch hinzu, dass das Mädchen "Yorda" mit eurem Titelhelden nicht mithalten kann und so liegt es schließlich an "ICO" und eurem Handeln mit ihm, das Gelände auszukundschaften, um ihr den Weg so einfach, wie möglich zu machen. Hin und wieder, ganz besonders wenn ihr "ICO" zu lange außer Sichtweite seiner Begleiterin laßt, werden die Schergen der finsteren Schlossherrin auf euch aufmerksam. Aus schwarzen Dimensionsportalen strömen dann spinnenartige Rauchwesen, die das Mädchen "Yorda" in die Tiefe der dunklen Dimension zerren wollen, sofern euer Held nicht schnell genug zur Stelle ist. Eine ernsthafte Bedrohnung stellen die Quälgeister jedoch nur dar, wenn sie Yorda" auf dem Luftweg in besonders entlegene Winkel der Burg entführen. Habt ihr aber das Mädchen erst einmal fest im Griff, verflüchtigen sich auch die Rauchwesen wieder und mit ein paar Knüppelschlägen kann man das auch noch beschleunigen.

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