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Holy Magic Century: Auch kein gutes RPG für´s N46 - Leser-Test von GameSpy


1 Bilder Holy Magic Century: Auch kein gutes RPG für´s N46 - Leser-Test von GameSpy
Ende 1998 erschien mit Holy Magic Century das erste ( und leider eines der einzigen ) Rollenspiel für das Nintendo 64 bei uns in Deutschland. Das von Imagineer entwickelte Spiel erschien über Konami und wurde komplett eingedeutscht.
Zur Story: Ayron ist ein junger Geisterbändiger, der im Melrose Kloster aufgewachsen ist. Eines Tages wird jedoch ein mächtiges Zauberbuch aus dem Kloster gestohlen und Ayron muss darauf aufbrechen und es zurückholen. Dabei möchte er aber auch gleich seinen Vater wiederfinden, der verschwand als er noch ein kleiner Junge war.
Ihr reist während eurer Mission nun durch ganz Keltland, welches aus drei Königreichen besteht. Dabei gibt es neben den sicheren Städten natürlich auch Außengebiete und Dungeons. Auf eine Oberweltkarte wurde hierbei verzichtet. Sämtliche Spieloerte werden durch Gebiete in Spielgrafik verbunden. In den unsicheren Gebieten trefft ihr durch das Zufallsprinzip auf verschiedene Monstergruppen. Leider kommt es nur allzuoft vor, dass man zwischen zwei Gefechten lediglich ein paar Schritte gehen kann. Die Kämpfe selber finden rundenbasiert statt. Es kommt aber pro Runde nur immer ein Gegner zum Zug. Es wäre anders wohl auch unfair, denn während des Spiels besteht eure Party immer nur aus demselben einen Mitglied, was für rundenbasierte RPGs heute eher selten ist. Euren Gegnern könnt ihr entweder mit eurem Zauberstab eins auf den Deckel geben oder ihr benutzt Magie. Die verschiedenen Zauber sind dabei in die vier Elemente Erde, Luft, Wasser und Feuer unterteilt. Leider geht der strategische Teil der Kämpfe etwas verloren, weil der einfache Angriff mit dem Stab in den meisten Fällen sowieso am effektivsten ist. Nachdem alle Gegner besiegt sind, erhält man Rollenspieltypisch Erfahrungspunkte mit denen man neue Level erreicht, stärker wird und bessere Zauber erlernt.
Das Gameplay des Spiels ist alles andere als überzeugend. Es will einfach keinen richtigen Spaß machen, einfach von Stadt zu Stadt zu laufen, dabei ein ödes Terrain gefolgt von der nächsten ollen Höhle zu durchqueren, nur um krampfhaft die lahme Story weiterzutreiben und sich selber das Gefühl zu geben, das Spiel sei kein völlig falscher Kauf gewesen.
Auch die Grafik ist nicht berauschend. Zwar sind die Figuren für ein RPG noch ganz erträglich, auch manche Städte sind wirklich schön anzusehen. Jedoch sind die Dungeons absolut unabwechslungsreich aufgebaut. Es kommt nicht selten vor, dass man durch einen kilometerweiten braunen Tunnel ohne jeglichen Gegenstand rennt. Das schimpft sich dann "Höhle". Alle paar Schritte begegnet einem dann eine Gruppe rosa Killerhasen die anstatt bedrohlich zu wirken einfach nur noch lächerlich sind.
Der Sound ist fast nicht erträglich. Manchmal kommt man sich bei der laiernden Musik vor, als befinde man sich auf einem schottischen Volksfest. Und die Palette an Soundeffekten bietet auch nicht viel anderes als pong, zisch und klack.
Alles in allem ist Holy Magic Century alles, bloß kein gelungenes RPG. Die Story ist so langweilig wie die sinnlosen Dialoge. Die Grafik ist unspektakulär und eintönig und den Sound kann man total vergessen. Ich kann nur jedem von diesem Spiel abraten. Ich selber habe es nur gekauft, weil man sich zu jener Zeit als Rollenspielfan mit einem N64 vorkam wie ein Zuckerkranker ohne Insulin.

Negative Aspekte:
Krampfhaft vorranschreitender Spielverlauf

Positive Aspekte:
Vernünftige Kampfanimationen

Infos zur Spielzeit:
GameSpy hat sich 0-1 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    GameSpy
  • 4.8%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 6/10
    Steuerung: 6/10
    Sound: 4/10
    Atmosphäre: 3/10
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