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Hitman 2: Silent Assassin - 47 is back ! - Leser-Test von CONQUEROR


1 Bilder Hitman 2: Silent Assassin - 47 is back ! - Leser-Test von CONQUEROR
Nicht allzu lange ist’s her, da machte ein eher wortkarger Glatzkopf kurzen Prozess mit so manchem armem Opfer. Ob nun im Lokal oder in der eigenen Prachtvilla, nirgendwo waren die Zielpersonen von 47, so der Name des Protagonisten, sicher vor einer gezielten Kugel oder einer herzlichen Umarmung von hinten mit der Gitarrensaite. Hitman, das inzwischen indizierte Actionspiel um den gefühlskalten Killer überzeugte seinerzeit vor allem durch atemlose Spannung und äußerst umfangreichen Levels, sowie vielfältige Lösungsmöglichkeiten. Nun kehrt der Glatzkopf in schwarz zurück auf ihren Monitor, inzwischen geläutert und auf der Seite des Guten.
Wie im ersten Teil wird ihnen vor jedem Einsatz ein Umfangreiches Briefing zuteil, in dem sie jede Menge Informationen über Auftrag und Zielperson bekommen. Die sind übrigens alle ganz böse Buben – was wohl aus Gründen der Moral so ist. Haben sie sich alles wichtige zur Mission angesehen, wählen sie noch ihre Waffen aus. Das Waffenarsenal ist wie im ersten Teil riesig und reicht von der schallgedämpften Handfeuerwaffe bis zum Maschinengewehr. Auch die Gitarrensaite ist wieder mit von der Partie – sie hat der Killer immer dabei, um Gegnern aus dem Hinterhalt einen lautlosen Tod zu bringen. Im Gegensatz zu ersten Teil, in dem ihre Entdeckung praktisch einem Todesurteil gleichkam, dürfen sie nun viel öfters mal unbeschwert ballern – natürlich steht ihnen immer auch der Schleichweg offen, doch der Pfad des heißen Bleis ist meistens viel einfacher und vor allem unkomplizierter zu beschreiten. Wer jedoch lieber unauffällig bleibt, betäubt unschuldige wie Pagen etc. um mit Hilfe ihrer Kleidung ungeschoren an den Wachen vorbeizumarschieren. Diese achten auf alles verdächtige wie Geräusche oder herumliegende Leichen. Wie in Dark Project haben sie eine Anzeige, die sie über die Aufmerksamkeit der Gegner gegenüber ihnen informiert. Blinkt sie rot, sollten sie sich um ein unauffälliges Verhalten bemühen oder sich verstecken. Die Schauplätze führen sie wie im ersten Teil um die ganze Welt, insgesamt 21 Levels sind zu bewältigen, mit teils unterschiedlichen Missionszielen. Die Petronas Twin Towers in Kuala Lumpur erwarten sie genauso wie St. Petersburg. Diesmal will der Hitman letzten Endes sogar jemanden retten: Seinen Mentor, einen Pater. Sehr gut gelungen ist dabei vor allem der geniale Sound, der der jeweiligen Situation angepasst ist – ähnlich der Musik in Metal Gear Solid. Die Grafik hingegen ist recht ansehlich, reißt aber in Zeiten von UT 2003 keinen mehr so wirklich vom Hocker, muss sie auch gar nicht, denn die unterschiedlichen Lösungswege gepaart mit purer Spannung machen einfach Spaß – vor allem nachdem die Safe-Funktion optimiert wurde. Bissen sie im letzten Teil noch in die Tastatur, wenn sie kurz vor Ende einer zwei Stunden Mission ins Gras bissen, können sie nun bis zu sieben Safe-Slots füllen, was für das Spiel vollkommen ausreicht. Nicht leugnen möchte ich, dass das Spielprinzip trotz moralischer Rechtfertigungen absolut nichts für Kinder ist. Jemanden von hinten mit einer Gitarrenseite zu erdrosseln ist einfach nicht besonders lustig, auch wenn das Opfer noch so kriminell und bösartig sein mag und das Blut abschaltbar ist. Sei’s drum, Hitman ist wie sein Vorgänger wieder super spannend und bietet altbewährte Tugenden, zusammen mit sinnvollen Neuerungen. Fans des ersten Teils können bedenkenlos zugreifen, alle anderen sollten auch mal einen Blick riskieren, denn mit der neuen Safe-Funktion ist das Spiel auch für Normalsterbliche zu schaffen.

Negative Aspekte:
grafisch etwas angestaubt

Positive Aspekte:
Hochspannung, vielfältige Lösungswege

Infos zur Spielzeit:
CONQUEROR hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    CONQUEROR
  • 8.5%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 8.1/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 6/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 10/10
    Atmosphäre: 10/10
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