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Herr der Ringe: Die Gefährten im Gamezone-Test


1 Bilder Herr der Ringe: Die Gefährten im Gamezone-Test

Black Label Games bringt uns knapp ein Jahr nach dem ersten Film zu J.R.R. Tolkins "Herr der Ringe" das passende Spiel zum ersten Teil der Saga mit dem Untertitel "Die Gefährten". Das besondere daran ist, dass sich dieses Spiel im Vergleich zu dem von Electronic Arts veröffentlichten Titel an den original Buchvorlagen orientiert. Wer also nur den Film gesehen hat, wird sich über so manche Stelle und so manchen Charakter wundern, der im Film nicht auftauchte. So machen wir in diesem Spiel Bekanntschaft mit Goldbeere, Tom Bombadil und diversen anderen Figuren die nur den Lesern des Buches vorbehalten waren. Man spielt den gesamten ersten Teil der abenteuerlichen Reise des mutigen Frodo und seiner Gefährten nach und reist dabei von den Wiesen des Auenlands durch die düsteren Minen der verwaisten Zwergenstadt Moria bis hin zum Fluss Anduin.

Grafisch ist das Spiel durchaus ansehnlich: Die Umwelt ist absolut liebevoll gestaltet, so ziemlich jeder Ort, den wir bereisen wurde mit sichtbar viel Mühe und Detailverliebtheit erstellt und verbreitet wirklich eine packende Atmosphäre. Besonders toll sind die Zwischensequenzen, welche ebenfalls in Spielegrafik ablaufen: Die Mimik und die Animationen unserer Helden und deren Gegner sind wirklich herausragend gut und lassen jedes Mal die Stimmung neue Höhepunkte erreichen. Auch die akustische Untermalung kann sich hören lassen und nicht nur die Musik, sondern besonders die talentierten Sprecher der Figuren überzeugen auf ganzer Linie. Allerdings kämpft die Xbox-Version mit einigen Ruckelattacken, die ihr nicht besonders gut zu Gesicht steht.

Der Spieler schlüpft während des Spiels in die Rollen von Frodo, Aragorn und Gandalf. Jeder dieser Charaktere ist in der Lage unterschiedliche Aktionen auszuführen. Während Frodo zum Beispiel den Einen Ring benutzen kann, verfügt Aragorn über ausgezeichnete Kampffertigkeiten und Gandalf kann natürlich auf seine magischen Fähigkeiten zurückgreifen. Hauptsächlich beschränkt sich das Gameplay allerdings auf langwierige Such- und Laufeinlagen oder Kämpfe gegen einen oder mehrere Gegner. Die Kämpfe bringen leider nicht genug Abwechslung ins Spiel, da sich unsere Möglichkeiten eigentlich nur auf wiederholtes drücken des "Angreifen-Buttons" beschränken.

Wir haben sogar eine Questübersicht und eine Karte, welche aber nicht sonderlich viel bringen, da es nur wenige Quests gleichzeitig gibt und diese sich meist auf eher langweilige und unkomplizierte Aufgaben beschränken. Die Karte währe sehr praktisch gewesen, wenn wir wieder einmal unsere verlorengegangen Gefährten suchen müssen, nur leider zeigt sie nicht die nähere Umgebung, sondern nur einen sehr groben Überblick über die Orte der gesamten Reise.

Die Entwickler konnten sich beim Design des Gameplays wohl nicht so recht entscheiden was es denn nun werden soll - herausgekommen ist leider nichts Halbes und nichts Ganzes. Teilweise wirkt das Spiel wie ein spannendes Action-Adventure, dann aber doch wieder wie ein Spiel für Kinder in dem man im Prinzip in einem Irrgarten irgendwelches Zeug aufsammeln muss. Also leider nicht sonderlich tiefgängig.

  • - GreenAcid"-"
  • Schade, wirklich schade. Die Grafik und der Sound schaffen genau die richtige Stimmung bei der sich besonders Leser des Buches nur noch schwer zurückhalten können, das Spiel nicht gleich auf Anhieb ins Herz zu schließen. Wer allerdings etwas länger spielt, wird feststellen, dass das Gameplay alles andere als packend und tiefgängig ist. Uns tut es schon irgendwie leid, denn man merkt, dass sich die Entwickler wirklich Mühe gegeben haben, nur leider eben das Gameplay nicht genug überdacht und ausgearbeitet wurde.
Herr der Ringe: Die Gefährten (XB)
  • Singleplayer
  • 6,5 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 6/10 
    Gameplay 6/10 
Pro & Contra
sehr nah an der Buchvorlage
sehr liebevolle Grafik und Sprachausgabe
Diverse Kameraprobleme
sehr flaches Gameplay
auf dauer zu wenig Abwechslung
sehr häufiges Nachladen
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