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Herr der Ringe: Die Gefährten - grafik nett, Gameplay würg - Leser-Test von agony


1 Bilder Herr der Ringe: Die Gefährten - grafik nett, Gameplay würg - Leser-Test von agony
Etwas länger hat es gedauert, doch nun ist das originalgetreue Videospiel zum ersten Teil des Kinofilms Herr der Ringe erschienen. Doch die Geschichte zum Spiel ist viel älter, als einige annehmen. Mehr als 100 Millionen Bücher wurden von Tolkiens Fantasysaga seit 1954 verkauft. Black Label Games, die Macher der X-Box-Version, bzw. Universal Interactive, Publisher, würden sich wohl bereits über 1/10 an verkauften Spielen freuen.: )
Dieses Spiel orientiert sich sehr an der Buchvorlage und so ist es nicht verwunderlich, dass die Zuschauer des Kinofilms einige Charaktere nicht kennen. Im Gegensatz zum Herr der Ringe - Spiel von Electronic Arts trifft man auf Figuren, die jedoch den Leseratten durchaus bekannt sein dürften.
Grundsätzlich ist die Geschichte bekannt.. Frodo, der junge Hobbit erbt einen goldenen Ring. An diesem ist zufällig auch Sauron, Herrscher der Mächte der Finsternis interessiert. Denn mit Hilfe dieses magischen Schmuckstücks ist er in der Lage, die Völker von Mittelerde weiterhin zu beherrschen.
Doch der liebenswürdige Frodo und seine Freunde haben die Gefahr erkannt und begeben sich auf den Weg nach Modor, um die Wurzel allen Übels zu vernichten. Nun liegt es in der Hand des Spielers, Frodo, Merry, Pippin und Sam den Weg zu leiten und Sauron aufzuhalten.
Der Magier Gandal und der Bogenschütze Aragorn werden ihnen zur Seite stehen.

In einem Genre-Mix aus 3D-Action und Adventure darf man sich über ein zumindest inhaltlich interessantes Spiel freuen. Denn die Geschichte faszinierte nicht ohne Grund viele Millionen Menschen.

Im Laufe des Spiels schlüpft der Spieler in die Rolle der 3 Hauptcharaktere Frodo, Aragorn und Gandalf. Jeder Figur hat ihre Stärken und Schwächen. Gandalf kann so z. B. seine magischen Fähigkeiten nutzen, Frodo den berüchtigten Ring oder schwächere Handwaffen und Aragorn hat praktische Kampferfahrung und nutzt den Bogen. Es wird ausreichend Abwechslung geboten und der Spieler nicht nur auf die Stärke einer Spielfigur beschränkt.
Hauptaufgabe ist dabei das Rennen, Suchen nach verschiedenen Objekten und das Erfüllen von Aufträgen. Beginnt man nun in Hobbingen bzw. Wasserau, so müssen dort einige kleinere Aufträge erfüllt werden, wie z. B. das Suchen nach Kräutern oder die Befreiung des Auenlandes von Wölfen.
Die Kampfszenen sind trotz der unterschiedlichen Spielfiguren etwas langweilig. Eine Waffe wird ausgewählt und am Gegner angewendet. Komplexere Elemente, wie beispielsweise einige Rollenspiel-typische Ideen, vermisst man, was dies auf Dauer doch etwas öde erscheinen lässt.
Stupides Herumdrücken auf dem Aktionsknopf und gelegentliches Blocken ist an der Tagesordnung.

Zum Glück gibt es auch die bereits erwähnten Aufgaben, die zu erfüllen sind. Von durchdachten Rätseln bis zum einfachen Verschieben von Kisten wird zumindest eine klassische Auswahl an Ideen geboten. Spielt man jedoch etwas länger, so sinkt der Spielspaß enorm. Rätsel lösen und kämpfen mag in einer überlegten Kombination für Unterhaltung sorgen, doch keines der beiden Teile kann überzeugen. Die Kämpfe sind langatmig, die Rätsel vom Spielprinzip her alles andere als neu.

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